Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Undine Gehscha.
- Adelheit Tybbke (23)
- Allgemein (1092)
- Bücher (261)
- Bruder Lully (47)
- Das Orakel (8)
- Edith Hübsch (15)
- Engels (13)
- Franz (5)
- Frau von Tümmler (19)
- Frau Weichbrodt (31)
- Gottlob (4)
- Hans (55)
- Herr Mindernickel (24)
- Hilmar Stampf (20)
- Inspektor Doll (20)
- Joe (30)
- Kunst (24)
- Manfred (21)
- Marquardts (15)
- Mähchen (25)
- Mrs Johnes (1)
- Olaf Schmundt (5)
- Pflanzen (92)
- Platten (12)
- Prof. Bongartz (22)
- Reisen (354)
- Sabine Schabulsky (9)
- Tiere (28)
- Undine Gehscha (34)
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Januar 2007
Archiv der Kategorie Undine Gehscha
Gehscha 23 / Instrument 2
8.4.2008 von Heiner.Eberle.
Sie ließ sich unterschiedliche Musikstücke vorspielen, aber vor allem die asiatischen Klänge kamen hier besonders gut rüber.

Sie brauchte das Instrument ja auch für ihre Parties, und wenn sie Gäste hatte, dann musste das Ding auch was hermachen.

Deshalb durfte es ruhig auch etwas teurer sein. Sie ging nochmal die Alternativen durch, aber da war nichts, was sie noch besser gefunden oder umstimmen hätte können.

Sie wusste, dass sie tief in die Tasche greifen musste, aber es war auch eine Entscheidung fürs Leben.

Und als sie noch einmal alle so zusammen klingen hörte, war ihr schon klar, warum Qualität nicht einfach so billig zu haben war. Es kam auf die Verarbeitung an und auf das Material, das verwendet wurde. Virtuosität allein genügte nicht immer. Der Stoff, aus dem das Instrument gemacht war und die Handwerkskunst galten immer noch als die 2 wesentlichen Kriterien für Schönheit und Klang.
Und so traf sie ihre Wahl und nahm das gute Stück gleich nach Hause.
Geschrieben in Undine Gehscha, Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »
Gehscha 23 / Instrument 1
6.4.2008 von Heiner.Eberle.
Gehscha war auf der Suche nach einem neuen guten Klangkörper.

Sie war weit gefahren, um die besten Instrumente zu testen, die es gab. Es sollte ein schöner runder Klang sein, der zu ihrer Wohnungseinrichtung passte und nicht zuviel Schärfe hatte.

Sie hörte sich einen nach dem anderen an.

Relativ schnell stellten sich 2 Favoriten heraus. Die rote Kugel, die etwas stärker und satter im Bass war,…
Und die hellgelbe, die insgesamt etwas runder, vor allem transparenter, aber dafür nicht so laut war wie die rote.

Die gelbe hatte einen weniger satten Klang, wie gesagt, dafür spielte sie filigraner und ließ die einzelnen Stimmen viel besser voneinander unterscheiden. Das gefiel Gehscha sehr gut.
(Fortsetzung folgt.)
Geschrieben in Undine Gehscha, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Frank Doll - Die Verhöre 4
23.2.2008 von Heiner.Eberle.
“Ah, da komme ich ja genau richtig!”

Kommissar Doll unterbrach die Unterhaltung zwischen Lully und Undine Gehscha aprupt, bevor sie zu intim werden konnten.

“Erzählen Sie doch mal, warum glauben Sie, hat man Edith Hübsch ermordet und wer, glauben Sie, könnte es getan haben?”

“Sabse!” war alles, was Undine sagen konnte.
“Sabse! die war hinter ihrem Geld her!”
“Hinter dem Lotteriegewinn? Wusste denn da jeder davon?”
“Einige schon. Edith konnte ja nichts für sich behalten, wissen Sie?”

“Und wenn es Sabse nicht war, dann ihr armer, schlimmer Mann, der Schabulsky. Der braucht ja wohl auch Geld, wie soll der denn überleben im Untergrund!?” grummelte Adelheit dazwischen, die wie zufällig ebenfalls vorbeigekommen war (ohne dass ihr der Akt, Lullys Gemälde, auf dem sie standen, weiter aufgefallen wäre…)
“Das könnte gar nicht so abwegig sein!” meinte Doll geheimnistuerisch.
“Wann haben Sie ihn denn zum letzten mal gesehen?”

“Ogott! Das muss Monate her sein. Er wollte doch auswandern, und das klappte nicht und dann war er plötzlich verschwunden!”

“Sie sollten vorsichtiger sein mit Ihren Verdächtigungen, liebe Frau Tybbke”, meinte Lully. “Sie bringen die Menschen da ja in eine ganz schreckliche Situation!”
“Aber ich muss der Polizei doch helfen, den Mörder zu finden, oder etwa nicht?” fing sie an, sich zu empören, kam aber nicht sehr weit.

“Ich möchte noch etwas sagen…” zögerte Undine Gehscha.
“Ja bitte?”
“Ich weiß, wer den Surf-Ahorn entwendet hat.”
“So? Dann mal los!”
Der Surf-Ahorn war ja, wie wir wissen, von Frau von Tümmler am Tatort liegengelassen worden und die Wahrscheinlichkeit war groß, dass der Täter- denn wer sonst hätte es sein sollen, ohne dass er den Mord bei der Polizei gemeldet hätte - ihn von dort mitgenommen hat.
“Gottlob Friedrich, der Straßenkehrer!”
“So?”
Doll war nicht sonderlich begeistert.

“Na gut, den haben wir sowieso auf unserer Liste. Was ist mit Marquardt (5)?”

“Den kenne ich gar nicht,” sagte Lully.
“Ich auch nicht,” sagte Gehscha.
“Na dann!” verabschiedete sich Doll. “Bis demnächst. Halten Sie sich bitte in den nächsten Tagen zur Verfügung, vielleicht brauche ich Ihre Aussage noch einmal.”

Und so blieben sie betroffen und etwas ratlos zurück und fanden auch nur sehr schwer wieder in ihre vorherige Unterhaltung hinein.
(Demnächst hat Doll den Mörder.)
Geschrieben in Inspektor Doll, Adelheit Tybbke, Undine Gehscha, Bruder Lully, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Gehscha 22 / Akte
20.2.2008 von Heiner.Eberle.
“Und, was sagst du dazu?”

Lully hatte es endlich geschafft, Gehscha dazu zu bringen, seine Bilder anzusehen. Und Gehscha war völlig sprachlos. So etwas hatte sie nicht in ihren wildesten Träumen erwartet.

“Lully, mein zutiefst Geliebter, das ist ja ganz phantastisch. Du bist ein richtig großer Künstler. Warum habe ich das nicht früher gewusst? Wie fein das alles gemalt ist…!”
“Ja, und weißt du, wer mir dafür Modell gestanden hat? Edith Hübsch!” lachte er gelöst.

“Nein, das darf nicht sein!” Undine war bleich geworden. “Du hast es noch nicht gehört: Edith ist tot. Ermordet offensichtlich.”
Jetzt war Lully sprachlos. “Edith! Gott, nein! Gerade jetzt! Sie hat einen großen Betrag in einer Lotterie gewonnen, das hat sie zumindest überall herumerzählt, und alle haben sich für sie gefreut…, na vielleicht doch nicht alle…!?”

“Ja, und jetzt hat man einen von den Marquardts im Verdacht, weil der sich wohl an sie rangemacht hat in den letzten Wochen und nur auf ihr Geld scharf war. So heißt es zumindest.”

“Ich kann das nicht glauben. So ein Marquardt bringt nicht so einfach eine alte wehrlose Frau um. Die Marquardts haben doch noch sowas wie Ehrgefühl!”
“Sag mal”, meinte Undine zaghaft.
“Was?”
“War sie ganz nackt, die Edith, als sie Dir da gegenüber stand?
“Ja, schon !?”

“Und… wie war das für Dich?”
“Schön. Sehr schön…”, meinte er und schien gedanklich plötzlich ganz weit weg zu sein.

Und er sann darüber nach, was das für ihn zu bedeuten haben konnte, dass Frau Hübsch jetzt plötzlich tot war…?
Geschrieben in Edith Hübsch, Undine Gehscha, Bruder Lully, Kunst, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Gehscha 21 / Schluss des Dramas 2
2.2.2008 von Heiner.Eberle.
Sie hatten sich alle zusammengefunden, um die falschen Geschichten endlich aus der Welt zu schaffen.
Gehscha und Lully waren offensichtlich wieder ein Herz und eine Seele.
“Liebe Freunde”, begann Gehscha ihre Rede. Und dann erzählte sie alles, was sie von Lully erfahren hatte: Von seiner Leidenschaft, der Malerei, seiner “Suche nach wahrer Schönheit”, seinem Talent, im Stil alter Meister zu malen, seiner Vorliebe für Frauen mittleren Alters und molliger Fülle, die er so graziös darstellen konnte wie kaum ein anderer.

Sie hatte sich alles zeigen lassen, was von den Kunstwerken Lullys noch da war. Vieles hatte er verkauft oder verschenkt und den Erlös, wenn es denn einen gab, in die Kirchenrenovierung gesteckt. Gehscha hatte die Leinwände gesehen, die Farbtöpfe, die halbfertigen Akte, die Zeichnungen und die Sammlung wertvoller Pinsel, die Lully schön säuberlich im Keller versteckt hatte. Sie war in Tränen ausgebrochen über so viel Anmut seiner Figuren und gleichzeitig soviel Niedertracht der Menschen, die nicht das Gute sehen wollten.
Und gerade, als sie anfangen wollte, Sabse und die anderen Gerüchteverbreiter zu beschimpfen, stapfte Sabse Schabulsky auf die Szene.

“Lully, wir sind geschiedene Leute! So kannst Du mit mir nicht umgehen. Das lasse ich mir nicht gefallen!”

“Ich weiß ganz genau, was gelaufen ist. Die Story mit Deinen Gemälden kannst Du gottweißwem erzählen, aber doch mir nicht! Ich war doch dabei!”
“Sabse…!” wollte Lully sie bremsen und unterbrechen, doch er hatte keine Chance. Sabse war völlig wahnsinnig und in Rage.

Keiner konnte sie jetzt aufhalten. “Ich wünsche Euch einen schönen Tag miteinander. Ich ziehe mich aus Eurer Gesellschaft zurück, will nichts mehr mit Euch zu tun haben. Ihr wollt die Wahrheit ja einfach nicht wahrhaben, scheint mir. Ich sage nur: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Es kommt alles an den Tag. Irgendwann einmal, da könnt Ihr Gift darauf nehmen. Nicht wahr, Frau Hübsch?”
Und damit rauschte sie hinweg und ließ eine Gruppe ratloser Menschen zurück. Soviel undurchsichtige Andeutungen und Drohungen hatten sie noch nicht auf einem Haufen gesehen. Sie waren fassungslos.
Aber erstmal waren sie alle froh, dass bei Lully und Gehscha wieder häuslicher Friede eingekehrt war. Und dass sich alle Verdächtigungen in Luft aufgelöst hatten.
Obwohl Edith und Adelheit die Geschichte vom Malen ziemlich unspannend und unbefriedigend fanden - sie mussten sich bald mal die “Nacktbilder” (Akte!) aus Lullys Pinsel und Feder zeigen lassen.

Sie schauten Sabse lange nach und dachten: Was für ein Mensch! Wie kann man so boshaft sein?
Und was war das schon wieder mit dem Hinweis auf Frau Hübsch? Nur eine weitere Verläumdung?
Geschrieben in Sabine Schabulsky, Adelheit Tybbke, Edith Hübsch, Undine Gehscha, Bruder Lully, Hans, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Gehscha 20 / Schluss des Dramas 1
31.1.2008 von Heiner.Eberle.
Adelheit und Hans Tybbke waren sich nicht sicher, ob das der richtige Ort war, um eine so delikate Angelegenheit aus der Welt zu schaffen.

“Sie wird die Wahrheit schon ertragen”, meinte Adelheit.
“Lully ist doch gar nicht so, das kann doch keiner ernst nehmen, diese Geschichten glaubt doch keiner. Das löst sich doch alles in Luft auf!” brummte Hans, der völlig auf der Seite seines alten Skatbruders stand.

Undine näherte sich langsam. Sie hatte alle zusammengerufen um ihnen zu sagen, wie sie sich entschlossen hatte, was sie herausgefunden hatte und wie das jetzt weitergehen sollte. Damit das öffentliche Gerede über sie und ihren “Gefährten” endlich aufhörte.

Hans versuchte, Lully noch einmal Mut zuzusprechen. “Du brauchst keine Sorgen haben, Lully, wir halten alle zu Dir!”
“Ich mache mir keine Sorgen, Hans. Für mich ist alles geklärt.”
“Wirklich? Was hast Du denn geklärt? Hast Du die Sabse endlich mal zusammengestaucht? Das hatte sie ja wirklich mal verdient, das Stück!”

Edith Hübsch war mittlerweile ebenfalls eingetroffen und versuchte, aus Adelheit die letzten Neuigkeiten herauszuholen.
Lully antwortete: “Nein, mein lieber Hans, mit Sabse habe ich gottseidank nicht gesprochen und ich werde auch vorziehen, das weiterhin nicht zu tun.”

“Mir geht es um Undine, glaub mir das bitte. Für sie tue ich alles. Sabse ist mir schnurzegal.”
“Weisst Du, wo Manfred geblieben ist?” erkundigte sich Adelheit bei Edith.
“Manfred? Nein, warum?”
“Weil der heute morgen wieder mit Sabse zusammen gesehen worden ist. Ich will bloß wissen, was die beiden miteinander aushecken…”

Edith ahnte, dass Manfred noch ein anderes Süppchen am Kochen hatte, das womöglich noch schwerer wog als die Frauengeschichten des Bruders Lully.

Fortsetzung folgt in 2 Tagen.
Geschrieben in Edith Hübsch, Adelheit Tybbke, Undine Gehscha, Hans, Bruder Lully, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Gehscha 19 / Beichte 2
25.1.2008 von Heiner.Eberle.
“Du musst”, hatte Edeltraut gesagt. “Es kann nur besser werden.”
(Endlich war auch dieser Farbstich weg.)
“Und sie wird es verstehen!”
“Aber”, wollte Lully sich wehren,
“Kein Aber!” Edeltraut war zwar weinerlich, aber hartnäckig: “Ich bin doch da!”

“Lully, ich warte auf Deine Erklärung!? Was ist denn los?”
Undine Gehscha, die in der Zwischenzeit ihren Meditationsring verlassen hatte, war kurz vor der Hysterie. Sie konnte Edeltraut nicht sehen - er war ja Lullys Schutzengel - und verstand deshalb überhaupt nicht, warum er sie warten ließ.

“Also gut, Undine. Die Wahrheit ist: Ich habe die Frauen gebraucht,…”
“Also doch!”
“Nein, als Vorlage habe ich sie gebraucht…”
“Als was?”
“Als Modell!”
“Als Modell? Zu was?”
“Zum Malen! Ich habe sie gemalt. In Öl. Und dafür habe ich ihnen auch Geld gegeben, weil das ja anstrengend ist, wenn sie so lange so rumstehen müssen.”

Undine spürte den leichten Hauch einer möglicherweise nahestehenden Erlösung. “Du hast sie gemalt? Und sonst? Was hast du sonst mir ihnen gemacht? Wie hast Du sie denn gemalt? Als Akt? Angezogen? Oder nackt?”

“Na beides. Klar. Auch nackt. Das war sehr schön. Aber für sie im Winter manchmal etwas kalt. Die Heizung im Keller funktioniert ja nicht richtig, Du weißt…”
“Lenk jetzt nicht ab, mein lieber Bruder Lully! Du sagst, Du hast sie als Modelle bezahlt und sonst war da nichts zwischen ihnen und Dir. Bist Du Dir da ganz sicher? Überleg Dir bitte gut, was Du jetzt sagst, Lully. Es hängt sehr viel davon ab!”
Geschrieben in Engels, Undine Gehscha, Bruder Lully, Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »
Gehscha 18 / Beichte 1
23.1.2008 von Heiner.Eberle.
Undine brauchte dringend Klärung von Lully: Welche Rolle spielte Sabse, seine “Haushälterin”? Was geschah in seinem “Hobbykeller”, wo er die Frauen empfing, die ihm Sabse - nach seiner Wunschliste - zuführte? Und warum mussten solche Enttäuschungen immer ihr passieren?

Sie hatte ihn nicht zuhause angetroffen, was sie schon wieder in Rage brachte, stattdessen einen Zettel hinterlassen, wo sie zu finden wäre und war zuhause in ihren Meditationsring gestiegen.

Dort konnte sie am besten nachdenken, ohne ständig wütend werden zu müssen.
Lully kam. “Hallo Undine, …!?” grüßte er zögernd, “Ich habe gehört, Du hast gehört…, man hat Dir erzählt,…”

“Ja, genau. Das hat man”, antwortete sie. “Und jetzt sag mir bitte ganz genau, was Du mir seit Monaten verschwiegen hast. Was war mit den vielen Frauen? Was tut Sabse für Dich? Warum bezahlst Du sie? Wofür? Ich muss das von Dir jetzt wissen, Lully. Von den anderen weiß ich schon genug…!”

Lully hatte währen dieser Rede ein stilles aber heftiges Stoßgebet richtung Himmel geschickt und um schnellen Beistand gebeten, wo doch jetzt alles rauskommen sollte. Und er spürte auch schon seinen Schutzengel hinter sich. Gottseidank, das funkionierte noch.

“Alle wird sich aufklären!” fing Lully an, doch dann verließ ihn der Mut wieder. Undine war mittlerweile ganz in Gedanken versunken, Lully hastete schnell zu Edeltraut, der aber auch keinen besseren Rat hatte, sondern nur leise vor sich hin seufzte.
“Doch, Lully, Du musst! Und es wird nicht schlimm sein!” sagte er.

Fortsetzung in 2 Tagen.
Geschrieben in Engels, Undine Gehscha, Bruder Lully, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Gehscha 17 / Aufklärung 2
19.1.2008 von Heiner.Eberle.
Gehscha hatte in verzweifelter Ruhe die Anschuldigungen von Adelheit und Edit angehört. So sehr sie innerlich brodelte, wollte sie darüber sachlich mit Lully reden. Sie vertraute ihm immer noch mehr als den beiden Damen.

Der Verdacht - die Frauen, die bei Lully ein- und ausgingen und Frau Schabulsky als damals quasi von ihm bezahlte “Beschafferin” - war so ungeheuerlich, dass sie ihn erstmal nicht akzeptieren wollte.

“Hallo, Frau Gehscha!” Sie drehte sich um und sah Manfred auf sie zukommen. “Bitte, falls Sie jetzt etwas von Adelheit und Edith gehört haben, verstehen Sie das bitte richtig. Es ist nicht alles so, wie Sie annehmen!” “Na das ist ja prima”, dachte Gehscha. “Die ganze Stadt weiß wohl schon über den Fall Bescheid und alle wollen mir jetzt ihre Version der Geschichte erzählen. Lach!”

“Oooooh, doch, das war alles genau so schlimm, wie Sie sich das jetzt vorstellen, Frau Gehscha!” Und das war eindeutig Sabses Stimme, die da von hinter Manfred hervordröhnte.

“Ich habe das ja damals alles gemanagt. Ich weiß doch, was für ein Loddel der Lully war und immer noch ist. Ich meine, jetzt natürlich nicht mehr so aktiv, aber damals, aber hallooo!”
Sabse war nichts peinlich. Sie genoss ihren Triumph gnadenlos. Ein Glück zu zerstören, das fand sie prima. “Aber glauben Sie nur nicht, dass alle, die jetzt plötzlich ihre Freundinnen sind, damals so ganz unschuldig waren. Die beiden Damen hier waren ja auch mal jung und schnuckelig. Und “hübsch” sage ich nur!” polterte Sabse und lachte heißer.
“Ich möchte jetzt nicht mit Ihen reden. Bitte gehen Sie weg!” brachte Undine Gehscha zitternd hervor. “Bitte lassen Sie mich jetzt in Frieden!” “Gut, wenn Sie unbedingt wollen, dann lasse ich Sie. Ich wollte Ihnen ja nur helfen. Wissen Sie, in Japan könnte sowas ja nicht passieren. Ich bin gespannt was Lully Ihnen dazu sagen wird.”

Undine wandt sich an Edith Hübsch: “Was war das für eine Anspielung eben von Sabse? Betraf die Sie, Frau Hübsch?” “Ich habe keine Ahnung”, wimmelte Edith ab. “Aber die Frau ist so niederträchtig, die geht ja über Leichen! Der würde ich kein Wort glauben. ” Adelheit kam auch dazu.

“Ich muss jetzt gehen. Für Hans was kochen, der kommt bald nach Hause. Bin jetzt völlig geschafft. Wo kamen denn Manfred und Sabse jetzt so plötzlich her? Woher kennen die sich eigentlich? Und woher weiß denn Manfred, was bei Lully und den Damenkränzchen damals geschehen ist?” Aber weder Edith noch Gehscha hatten darauf eine Antwort.
Geschrieben in Adelheit Tybbke, Edith Hübsch, Undine Gehscha, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »
Gehscha 16 / Aufklärung 1
15.1.2008 von Heiner.Eberle.
Adelheit Tybbke und Edith Hübsch hatten sich mit Undine Gehscha auf der orangeroten Sitzecke zu ihrem Geheimtreffen verabredet.

Undine kam und war sichtlich erwartungsvoll nervös.

“Können Sie mir bitte ganz ohne Umschweife sagen, worum es geht?” brach Undine sofort los. Sie wollte keinen Small Talk, sie wollte Fakten.

“Also gut”, begann Adelheit etwas erschrocken, aber sie wollte ihr bestes tun, um in einfachen Worten die komplizierte Lage der Dinge zu beschreiben. “Wir wollen Sie nicht weiter im Dunkeln lassen, sondern Ihnen helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, Undine. Sie wissen vielleicht, dass Frau Sabine Schabulsky, Ihre Nachbarin, die ehemalige Haushälterin von Pater Lully ist?”

“Ja, darüber haben wir uns schon auseinandergesetzt”, seufzte Undine. “Ich weiß auch, was in diesem Zusammenhang eine “Haushälterin” ist und macht. ” “Dann ist das ja schon einmal erledigt”, machte Edith Hübsch weiter. “Sabse hatte aber noch eine andere Aufgabe. Denn außer ihr gab es noch andere weibliche Personen, die bei Lully ein- und ausgingen.” Sie wartete kurz auf eine Reaktion von Undine, die kam aber nicht.
“Ja”, machte Adelheit weiter, “Sabse war das Organisationsbüro von Lullys Hobbykeller sozusagen. Sie stellte die Kontakte her, auf Basis von Lullys Wunschliste und wählte entsprechende Personen für ihn aus. Und er scheint sich auf ihre Dienste und ihren Geschmack verlassen zu haben. Denn er hat sie gut dafür bezahlt. Und…”

“Hören Sie auf! Ich kann es nicht mehr hören!” Undine war den Tränen nahe. “Nur das noch, liebes Fräulein Gehscha: Sabse bekommt wohl heute noch monatliche Beträge für ihre Dienste von damals…” “Oder”, fiel Edith ihr ins Wort, “dafür, dass sie nichts darüber erzählt…?!”
“Das ist ganz und gar widerlich, was Sie mir da erzählen, und es verletzt mich tief. Ich möchte Ihnen nicht glauben, aber ich muss es wohl tun. Was treibt Sie dazu, mir das zu sagen? Ihre Abneigung gegen Frau Schabulsky? Denken Sie, ich sollte etwas gegen diese Person unternehmen? Ich denke, das hat noch Zeit. Ich will jetzt sofort und zuerst mit Lully reden, das ist mir wichtiger. Deshalb möchte ich Sie auch jetzt verlassen. Und keine weiteren Details von Ihnen hören. Ich kann kein Wort mehr verdauen.”

Sprach’s und wandte sich um und ging. “Aber warten Sie doch”, rief Adelheit ihr nach. “Wir müssen doch eine gemeinsame Strategie aushecken!” Aber Undine drehte sich nicht mehr um.

“Strategie? Gegen wen? Nein, das müssen wir überhaupt nicht. Ich muss mit Lully reden, sonst nichts.!”
Geschrieben in Adelheit Tybbke, Edith Hübsch, Undine Gehscha, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »