Heinerblog

8.11.2007

Frau W. und Herr M. / Erdbeerdrama 4

Abgelegt unter: Pflanzen, Tiere, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:49

Aber letztendlich klappte es. Frau Weichbrodt war gerettet. Er wühlte sich ebenfalls wieder aus dem Kompott heraus, suchte Herrn Mindernickel, fand noch die Stelle, an der er versunken war, erkannte, dass alle Hilfe aussichtslos war und trat betroffen den Rückweg an.

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Lully, der unten wacker gewartet hatte (wo war eigentlich Mähchen?), bemerkte, dass die Erdebeere verletzt war. Eine Wunde hatte sich geöffnet, aus der klebriger Erdebeersaft heraus troff.

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Herr Bongartz stand verklebt und benommen da. Das Monster hatte gottseidank seinen Geist aufgegeben.

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Herr Mindernickel hatte genau das Nervenzentrum getroffen. Die weichste und empfindlichste Stelle, die ihn dann verschluckt hatte, war getroffen und das Erdebeermonster hatte daraufhin seinen Geist aufgegeben.

Und es gab ihn wieder her. Aus der Öffnung, die Lully bemerkt hatte, rutschten langsam die verklebten Überreste des verblichenen Herrn Mindernickel heraus.

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Frau Weichbrodt stand fassungslos dabei.

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Herr Bongartz, der ihr das Leben gerettet hatte, war der einzige, von dem sie sich trösten ließ.

Lully hielt sich weise zurück, aber Hans bot ihr pragmatisch und unverkrampft alle Unterstützung an, die sie jetzt brauchen würde.

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Frau Weichbrodt brach in Tränen aus. Und alle versprachen ihr, jetzt besonders eng zu ihr zu sammenzuhalten.

Herr Mindernickel hatte sie von dem Terror des Erdebeerdämons befreit. Dafür würden sie ihm ein Denkmal setzen. Das war eine unvergessliche Heldentat.

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7.11.2007

Vierbeiner

Abgelegt unter: Tiere, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:02

Noch ein letzter Nachtrag zum Zoobesuch vom Sommer diesen Jahres.

Bemerkenswert ruhig und freundlich-aristokratisch bewegten sich die Giraffen zwischen ihren Futtertrögen hin und her.

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Antilopen tarnten sich vorzüglich, dösten aber ansonsten auch nur in der Mittagssonne, unbemerkt. Dachten sie.

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Streifenmuster sieht man ziemlich häufig in der Natur.

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Auch gerne beim Tapir, der hinten immer niedriger ist als vorne:

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Aber nicht bei den netten Lamas. Die sind nur einfarbig:

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Das war’s. Versprochen. Nie wieder Zoo.

6.11.2007

Frau W. und Herr M. / Erdbeerdrama 3

Abgelegt unter: Pflanzen, Tiere, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:39

Und genau das passierte dann auch, wie sie vorausgesehen hatte. Mit einem leisen Laut der Überraschung sank Herr Mindernickel in das weiche Fruchtfleisch der Erdbeere ein. Bis zur Brust.

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Und noch schlimmer. Frau Weichbrodt, die es quasi hätte besser wissen müssen, konnte sich ebenfalls nicht mehr von der Stelle bewegen. Auch sie wurde von dem Erdbeerdämon in sich eingesogen.

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Mit beiden ging es stetig bergab. Immer tiefer sanken sie ein. Gegenseitig riefen sie sich verzweifelt aufmunternde Worte zu, aber keiner wusste, wie sie aus der klebrigen Masse wieder herauskommen sollten. Sich dagegen zu wehren, war unmöglich. Zu klebrig und glitschig war das Zeug. Ekelhaft süß schmeckte der Brei, in dem sie zu ersticken drohten. Dazu noch Sahne? Puh!

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Lully und Professor Bongartz waren starr vor Entsetzen und wussten nicht, was sie tun sollten.

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Herr Mindernickel war definitiv nicht mehr zu retten. Seine letzten Rufe waren nur noch als Blubbern zu erkennen. Auch Frau Weichbrodt sah ihr letztes Stündlein gekommen. Was ein Ende: Ertrunken in der Erdbeere!

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Doch Professor Bongartz wäre kein echter Texanischer Cowboy gewesen, wenn er sich nicht ein Herz gefasst hätte.

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„Halten Sie durch, ich komme!“ rief er nach oben. Und Frau Weichbrodt, die noch einen Hoffnungsschimmer sah, schaffte es, durch stetiges Rudern mit ihrer Handtasche tatsächlich wieder den Kopf etwas weiter aus dem Erdbeerschlamm herauszubekommen.

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Herr Bongartz zog und zog und versank selber dabei fast auch in dem klebrigen roten Brei.

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Ob die Rettung gelingt? Fortsetzung in ca. 2 Tagen.

4.11.2007

Frau W. und Herr M. / Erdbeerdrama 2

Abgelegt unter: Pflanzen, Tiere, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:30

Frau Weichbrodt wusste auch nicht weiter. Sie bot ihren gesamten Zuckervorrat an, wenn die Erdbeere ihr bloß ihren letzten Rest Sahne ließ, den sie noch zuhause hatte.

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Da hatte Herr Mindernickel genug. „Jetzt ist ein für allemal Schluss mit dieser Unterdrückung“, sagte er. „Wir müssen uns wehren und diesem Früchtchen klar machen, dass man mit uns so nicht umspringen kann. Ich werde das Ding jetzt erledigen.“

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Und bevor die anderen ihn irgendwie zurückrufen oder aufhalten konnten, war er bereits auf das Erdbeermonster hinaufgestiegen.

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Der Untergrund war weich und schwammig und zitterte merklich. Natürlich: Das Erdbeerungeheuer war zornig und versuchte sich nach Kräften zu wehren. „Pass bloß auf dich auf!“, riefen Hans und Lully von unten.

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Aber wie so oft bei ihren Ausflügen: Frau Weichbrodt ließ ihren verehrten Herrn Mindernickel nicht alleine. Sondern folgte ihm in einiger Entfernung nach. Sie ließ ihm gerne den Vortritt.

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Er war immer derjenige, der behauptete, genau zu wissen, wo es lang ginge (na ja, manchmal fand er auch tatsächlich alleine sein Ziel, das musste sie schon zugeben), aber sie war meist instinktiv auf dem richtigeren Weg unterwegs. Das hatte bisher für beide immer hervorragend geklappt. Gemeinsam hatten sie immer erreicht, was und wohin sie wollten.

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Herr Mindernickel stieß einen Jubelschrei aus. Er hatte das ganz oben liegende Nervenzentrum der Erdbeere erreicht. Der Punkt, an dem es ihr ganz besonders wehtat. Hier war die entscheidende Stelle, um sie zu besiegen.

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Frau Weichbrodt hatte Angst. Sie rief ihn zurück. Sie befürchtete das Schlimmste. Sie wusste, dass es dort, wo Herr Mindernickel augenblicklich stand, weiche Stellen gab, die unweigerlich zum Tode führten konnten.

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Fortsetzung folgt nochmal in etwa 2 Tagen.

3.11.2007

Affen etc.

Abgelegt unter: Reisen, Tiere, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:43

Hier ist noch ein Nachtrag zu dem verschlafenen Sommer-Sonntag-Nachmittag im Frankfurter (”Ich werde gerade umgebaut!”) Zoo.

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Großartig ist immer der Orang Utan. Auch und vor allem, wenn er gerade nichts tut.

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Die Meerkatzen (ich glaube, so heißen die) langweilten sich auf ihrem Baum.

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Der alte Pavian sah ziemlich ausdruckslos seinem Nachwuchs zu.

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Der schamlose und missratene Nachwuchs spielte mit wüstem Abfall herum und schien damit auch nicht sonderlich viel Spass zu haben.

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Nur der ganz Kleine war unermüdlich.

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Dieses schöne Vogeltier ist, wenn ich es richtig weiß, eine Trappe. (Ja, unscharf. Sie war zu schnell.)

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Und ihre Tochter war völlig hilflos und staksig.

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Ganz verschreckt und verängstigt im Kasten daneben: eine Wüstenmaus.

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Sie steckt, wie es aussieht, überall ihre Nase rein und verschwindet dann rasend schnell in der Wüstenweite.

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Ich bin jetzt auch weg. Irgendwas mit Antilopen kommt irgendwann noch mal zu dem Thema. Wird aber auch nicht spannender. Keine Sorge.

2.11.2007

Frau W. und Herr M. / Erdbeerdrama 1

Abgelegt unter: Pflanzen, Tiere, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:19

Jedes Jahr war es wieder dasselbe: Das Dorf zitterte unter der Bedrohung. Immer im späten Oktober belagerte sie die Erdbeer-Terroristin.

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Sie wollte Sahne. Sie wollte gefüttert werden. Sie wollte vor dem Winterschlaf sich ein Fettpolster anfuttern, damit sie gegen die Kälte geschützt wäre.

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Jedes Jahr hatten sie der Erdbeerfrau gegeben, was sie konnten und sich dabei immer an den Rand des Ruins gebracht.

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Dieses Jahr, beschlossen sie, sollte damit Schuss sein. Sie wollten sich wehren und die Erdebeere für immer loswerden.

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Herr Mindernickel, der Geschäftsmann, wurde ausgeguckt, um ernst mit Frau Erdbeere zu verhandeln, besser gesagt, um ihr die Weigerung der Dörfler zu hinterbringen.

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Lully und Professor Bongartz standen ihm als Sekundanten und moralische Unterstützung ängstlich zur Seite.

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Frau Erdbeer sagte „nein“ und forderte verschärft den gesamten Dorfvorrat an Sahne und Rahm ein.

Hans hatte eine Idee: Man sollte sie so lange unbeachtet in der Herbstsonne liegen lassen, bis sie von alleine verfaulen oder erfrieren würde. Das sei doch ganz einfach…

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Und er richtete auch gleich einige böse und aggressive Worte an das Ungeheuer.

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Doch das nützte gar nichts. Sie warf ihr Mahlwerk an und ließ schmatzende Geräusche hören. Hans zog sich angewidert zurück. Die Erdbeere an sich war nicht sonderlich mobil, aber ihre Fress- und Kauwerkzeuge konnte sie blitzschnell ausfahren und das hatte schon manchem im Dorf das Leben gekostet.

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Die Fortsetzung folgt in ca. 2  Tagen.

12.10.2007

Wolkenstein Samstag 1

Abgelegt unter: Reisen, Tiere, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:11

Sagen wir mal so: Heute hat alles so geklappt, wie es sein sollte, wie ich mir das vorgestellt habe. Kommt ja nicht so oft vor. Ich habe mir alle Optionen offen gelassen. Völlig stressfrei. Und siehe da: Der schönste Samstag, den ich seit langem erlebt habe.

Mehrere Wanderungen / Spaziergänge hatte ich schon gestern Abend ausgesucht und entschied mich erstmal für den Ausgangspunkt Kastelruth statt St. Ulrich. (Man kommt von beiden Seiten auf die Seiser Alm hoch.)

Die Kabinenbahn habe ich dann doch relativ schnell gefunden (die geht von Seis ab, nicht von Kastelruth!), den leichten Panikanfall schnell  mit zügigem „Nicht-Dran-Denken“ niedergekämpft, rein in die Gondel und hinauf auf die Alm. Eine lange Fahrt. Nicht schwindel erregend hoch, sogar Runtergucken war nach einer Weile überhaupt kein Problem. Selbst die Pfeiler, an denen es immer rumpelt, machten heute keinen Eindruck.

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Oben dann: Alm-Markt.

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Sehr klasse. Fliegende Händler mit Jeans für € 10,-,

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Ledertaschen, Unterwäsche und bunte Landmaschinen, um die sich die Fachbesucher drängten. Sehr engagiert und offensichtlich kenntnisreich ihre Erfahrungen austauschten und Leistungen würdigten.

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Der Wanderweg sollte starten auf der Bergstation des Puflatsch-Liftes. Ein Sessellift mit 1er Sitzen! Mit so etwas bin ich seit 30 Jahren nicht mehr gefahren. Aber irgendwie hatte mich der Mut gepackt. Das Wetter und die Stimmung waren gut, ich stellte mir vor, dass das lustig ist und schwang mich mit leichter Hilfe der Liftführerin in den Sessel, klappte den Bügel vor…

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…und los ging es.

Natürlich so, dass es am Anfang heftigst vor- und zurückschwang. Aber da war es auch noch nicht sehr hoch.

Später dann hatte ich alle Hände voll zu tun, um mich abzulenken. Pfosten, an denen das Sesselgestänge über die Rollen rumpelte, unter mir 10-20 m Fallhöhe, waren das übelste. Besser wurde es, als ich den Bügel weiter einrastete (der war nur ganz wackelig und notdürftig reingedrückt!) und mich an der Stange festhielt.

Permanent plagte mich die Angst, mein Rucksack oder der Fotoapparat würden runterfallen. Oder ich. Aus dem Sessel rutschen. Oder samt Sessel runterfallen. Völliger Quatsch, aber so war es eben.

Die Sicht in die Ferne war extrem. Nichts über mir, nichts neben mir, nichts unter mir. Man hatte wirklich das Gefühl, völlig losgelöst in der Luft zu hängen oder zu schweben. (Aber ohne Antrieb, also wieder kurz vor dem Absturz!). Es war auch völlig ruhig da oben. Kein Geräusch.

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Mir war mulmig. Obwohl ja nichts passieren konnte, wie ich mir immer wieder sagte.

Ich kam oben gesund an, alles war noch an mir dran, ich klappte souverän den Bügel hoch, schwang mich aus dem Sessel und tat so, als ob ich diese Fahrt täglich 20 mal machen würde.

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Hier oben: Schönste Aussicht auf den Langkofel, Plattkofel von der anderen Seite als gestern. Und ein Rundum-Panorama, das sehr beeindruckt.

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Dann: Überall auf dem Weg zum Puflatsch Gipfel, zu den Hexenbänken, zur Arnika Hütte, zur AVS Hütte „Puflatsch“ und zurück zum Alm-Markt: Traumhafte Landschaft, unglaubliche Panoramen. Jede Ecke bietet hier neue Aussichten auf die Welt von oben wie man sie vorher noch nicht gesehen hat. Kitschig? Schon. Aber halt auch schön. Heimelig.

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Den zweiten Teil des Samstags hebe ich mir für in  2 Tagen auf. Sonst werden das noch zu viel Bilder hier.

14.9.2007

Pelikane

Abgelegt unter: Tiere, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:21

Noch einmal ein Nachtrag aus dem Frankfurter Zoo.

Pelikane. An diesem Sonntag Nachmittag waren sie von ihrem Eindruck, den sie auf die Besucher machten, ziemlich überzeugt. Sie boten eine Show in rosa. Sie waren außerdem Foto-süchtig. Er hier folgte permanent der Kamera, wollte unbedingt aufs Bild.

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Und dann machten sie noch einmal extra Sonntags-Putz:

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Jede Feder (das Federkleid sah aus wie ein rosa Fell) wurde noch einmal einzeln zurecht gezupft.

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Dahinter linste neugierig der Reiher hervor, dem heute sein rechtes Knie so weh tat wie seit langem nicht.

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Und am Wetter konnte es ganz gewiss nicht liegen. Vielleicht an seiner Reiherin, die letzte Nacht quer über seinem Bein gelegen hatte?

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Naja, das würde sich auch wieder einrenken.

Die Ente hatte sich zum Mittagsschlaf im Gras versteckt und hoffte, dass sie da niemand fand.

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(Demnächst gibt es noch einmal etwas Nettes von der Wüstenmaus und der „Trappe“).

31.8.2007

Nilpferd und Nashorn

Abgelegt unter: Tiere, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:09

Ein Nachtrag aus dem Zoo.

An diesem heißen, verschlafenen Sonntagnachmittag, als tausende von kinderreichen Familien versuchten, die Tiere nach bestem Wissen und Gewissen auf die Palme zu bringen, war vor allem der Langmut und Gleichmut der Nilpferde zu bestaunen.

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Zwei davon lagen nebeneinander und versuchten, sich nicht in ihrer Mittagsruhe stören zu lassen.

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Nilpferde sehen von vorne und von hinten aus, als ob sie ständig vor guter Laune schmunzeln würden. Ist aber nicht so. Man kommt häufig um durch Nilpferde. In Afrika. Wenn man nicht aufpasst. Habe ich gehört. Mehr als durch Spinnen oder Löwen.

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Nashörner dagegen sehen immer gefährlich aus. Hier kommt eines um die Kurve:

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Sein Horn ist schon sehr abgeschliffen, er hatte wohl einmal einen Unfall oder eine Begegnung mit einem Jäger…Deshalb guckt er auch ganz traurig.

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Hier ist Nashorn Nr. 2, vermutlich die Nashörnin. Auch sie hat ein beschädigtes Horn.

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Beide leben sonst im Nashornhaus, das aussieht wie eine Pathologie oder eine Folterkammer oder ein Schwimmbad ohne Wasser.

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Aber wie ein Nashorn ins Publikum pinkelt, das hätte ich schon sehr gerne mal gesehen. Ist doch sicher ein Witz, oder?

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Mir fällt noch ein Zookapitel ein: Die Pelikane.

Die sind das nächste mal dran.

30.8.2007

Marquardts 1 / Gummibär

Abgelegt unter: Marquardts, Tiere, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:09

Frau von Tümmler, eine Urlaubsreisende, hatte sich mit Herrn Marquardt (1) verquasselt, wollte aber auf keinen Fall ihren Zug verpassen.

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Sie beeilte sich wie noch nie, auf das richtige Gleis zu kommen (wie oft hatte sie schon auf dem falschen Gleis gestanden und ihr Zug war irgendwo ganz anders abgefahren!), wo auch alle ihre Koffer schon auf sie warteten.

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Auf dem Weg dahin wäre sie beinahe über einen Bären gefallen, der da hilflos auf dem Boden lag. (Sie wäre weich gefallen.)

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Herr Marquardt (1) kam dazu und sagte nur: “Er schon wieder. Betrunken? Hoffentlich will er nicht schon wieder bei uns mitfahren!”

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Allerdings: Er wollte. Und zwar an den Strand. Zum Urlaub machen. Hans, der auf dem Heimweg von der Arbeit (am Band) war, kam dazu, um mitzuhelfen, den Bären aufzurichten (er konnte sich ja kaum selbst bewegen), während Herr Marquardt (2) sich um die beste Zugverbindung zum Meer kümmerte und ihm zeigte, von welchem Gleis aus er abfahren sollte.

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Als sie ihn endlich auch noch mit weiterer Hilfe von Herrn Marquardt (3) aufgerichtet hatten,…

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…besprach Frau von Tümmler alles im Detail mit dem Bären und dem Zugschaffner, Herrn Marquardt (4).

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Endlich kam noch Herr Marquardt (2) dazu, um die Pässe zu kontrollieren. Der Bär hatte seinen Pass heute gottseidank dabei.

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Und dann konnte es eigentlich losgehen. Herr Marquardt (5) gab letzte Anweisungen, wie sich der Bär auf der langen Fahrt zu verhalten hatte…

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…(der Bär hörte ganz genau zu und merkte sich jedes einzelne Wort)…

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…und warnte ein letztes mal Frau von Tümmler vor den Gefahren und Risiken, denen sie sich dabei aussetzte, wenn sie ihn in ihre Obhut nehmen sollte. So ein Gummibär war unberechenbar. Allerdings war sie nicht mehr von ihrer Entscheidung abzubringen. Sie wollte auf den Bären aufpassen, dass ihm nichts geschieht.

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Hans, der in der Zwischenzeit ein Bier trinken war (sein Zug hatte sowieso Verspätung), ließ sich die Situation von Herrn Marquardt (2) in allen Einzelheiten wieder und wieder erklären und wollte es nicht glauben. So eine Verantwortung zu übernehmen, hätte er der leichtherzigen und sprunghaften Frau von Tümmler nie zugetraut.

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Zusammen mit Herrn Marquardt (5) beobachteten sie den Zug, wie er langsam aus dem Bahnhof fuhr und wünschten den beiden alles Gute und eine gute Erholung, am Meer.

Hoffentlich wusste der Gummibär sich zu benehmen….

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