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Archiv der Kategorie Manfred

Manfred 6 / mit Jan in der Rose

Ganz kommentarlos:

Jan Hölzgen zeigt Manfred die Freuden der Rose:

1.

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2.

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3.

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4.

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5.

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6.

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Tolle Sache.

Manfred 5 / Klammer

“Ach Adelheit!” Manfred war mal wieder nach Jammern zumute.

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“Was hast Du denn schon wieder?” Adelheit wusste nicht so recht, ob sie ihn bedauern oder sich über ihn ärgern sollte.

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“Ich muss mein Leben ändern!” sagte Manfred etwas  unsicher.

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“Es geht so nicht weiter. Ich brauche Luftveränderung, Ortsveränderung, andere Menschen um mich rum, irgendwas. Ich bin ziemlich am Ende.”

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Adelheit fühlte sich seltsam bedrängt und irgendwie war ihr die Situation peinlich. “Und was willst Du dann von mir?”

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“Willst du in Urlaub fahren und brauchst eine Begleitung? Was soll denn Hans dabei denken! Das geht doch gar nicht!”

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“Nein, das meine ich nicht, liebe Adelheit. Ich werde meinen Beruf in der Fabrik an den Nagel hängen und auf Wanderschaft gehen. Auf Reisen. Weißt du, ich habe mir etwas zusammengespart, das müsste ein paar Monate reichen. Und dann werde ich sehen, was mir so begegnen wird. Ich will alles hinter mir und alles auf mich zukommen lassen.”

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Adelheit war erschrocken und etwas geknickt. Sie hatte das noch nicht richtig verstanden. “Und mich lässt Du dann ganz alleine mit meinem Mann zurück?”

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“Ja. Nein. Also nein, ich meine: Komm doch mit?! Wir könnten doch ganz prima zusammen…”

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Doch da ahnte Manfred, dass er es bereits vermasselt hatte. Aber was eigentlich? Was war denn jetzt schief gegangen? Hatte er wirklich Adelheit mitnehmen wollen? Hatte sie das erwartet? War sie ihm jetzt sauer? Warum denn?

Manfred 4 / mit Kurven

Manfred war ganz schwindelig.

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“Was ist denn mit Dir los?” fragte Adelheit Tybbke.

“Ach lass mich!” stöhnte Manfred. “Mir ist ganz übel.”

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“Die ganze Welt ist mir derzeit ein Rätsel.”

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Alles ist irgendwie krumm, schräg, verzogen, nirgends gibt es Halt.

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Die Maßstäbe haben sich alle verschoben, den Boden, scheint mir, verliere ich unter den Füßen.”

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“Ach komm, Manfred. Du hast wohl ein paar Biere zuviel getrunken gestern, oder?” Adelheit war einfach praktisch veranlagt. Weniger philosophisch-therapeutisch.

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“Schau mal da auf den Horizont und denk Dir ein schönes Weizenfeld. Siehst Du? Schon wird alles wieder gerade und eben.”

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Und tatsächlich. Der Boden bekam wieder einen Halt, eine Struktur und eine feste Zuverlässigkeit.

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Manfred konnte wieder das Oben vom Unten unterscheiden. “Danke!” rief er Adelheit zu, doch sie war schon wieder weitergegangen.

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“Manchmal sind Männer einfach wie kleine, verlorene Kinder”, dachte sie.

Bernstein - Die Superfusseldüse

Das kann man ruhig mal lesen wenn man Lust an höherem Blödsinn hat:

F. W. Bernstein “Die Superfusseldüse - 19 Dramen in unnordentlichem Zustand” München (Antje Kunstmann) 2006, 200 Seiten, schönes kleines Format, Leinen, € 16,90.

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Da drin sind ein paar Erstveröffentlichungen, ein paar Szenen aus “Arnold Hau”, aus CDs, die er mit Wächter, Eilert, Knorr aufgenommen hat, sogar ein paar alte WeltimSpiegel-Sachen findet man darin.

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Ist ganz spannend, und natürlich auch lustig zu lesen.

Bernstein hat sich ja immer etwas schwer getan mit der Schreiberei (und mit dem Zeichnen auch, aber dann wurde er später ja erstklassig.) Dementsprechend sind die Dramen auch keine spontanen Brüller und auch nicht so subtil-gedrechselt wie sie bei Gernhardt oder Henscheid wären. Sie torkeln eher etwas unsicher, brechen auch manchmal einfach so ab.

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Und deshalb kann man sie auch gut und gerne mit einem oder zwei Gläsern Rotwein trinken. Dann geht einem auch mehr von dem Sinn auf, den die Texte teilweise haben. Ja doch, schon irgendwie.

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Alos los: Zuviel der Worte verloren. Vielleicht findet Ihr das Buch ja auch schon / noch antiquarisch, z.B. in der Berger Strasse (kontext). Der hat womöglich noch welche für € 8,95!

Charles Wüst ist reaktionär

„Sie hat Dich einfach liegen lassen?“

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„Naja“, meinte Manfred. „Sie hatte ja kein Telefon und es war niemand da, den sie hätte fragen können, da hat sie sich auf den Weg gemacht und einen Arzt gesucht.“

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„Und da muss sie sich dann verzettelt haben, jedenfalls kam sie dann ganz aufgeregt am nächsten Tag ins Krankenhaus und hat sich bei allen entschuldigt…“

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„Und was hatte sie an Entschuldigung vorzubringen?“ Charles war ziemlich in Fahrt. „Hat sie eine alte Freundin getroffen, mit der sie prima über Kollegen und Verwandte tratschen konnte?“

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„Nein!“ Manfred beschwichtigte. Sie hatte sich verlaufen und dem Arzt die falsche Richtung genannt. Jedenfalls war es ein völliges Chaos.
„Ich sag Dir, meine Katja würde sich so etwas nicht getrauen. Die weiß ganz genau, was sie zu tun und zu lassen hat. Wann das Essen auf dem Tisch zu stehen hat und so weiter.“

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„Katja? Ist sie denn damit glücklich? Ich meine: Braucht sie nicht ein bisschen mehr Freiheit als sie zurzeit hat? Irgendwie denke ich immer, Du gehst zu hart mit ihr um. Was sagt sie denn dazu?“

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„Sie sagt gar nichts dazu. Sie hat auch nichts zu sagen. Sie soll ihren Haushalt in Ordnung halten, die Kinder versorgen, was Anständiges kochen und ihre ehelichen Pflichten erfüllen. Damit hat sie genug Freiheiten. Mehr will ich gar nicht von ihr. Und jetzt komm, wir wollten doch noch ein Bier trinken.“

Aber Manfred blieb stehen und war ziemlich erbost. Mit Charles wollte er jetzt eigentlich kein Bier mehr trinken. Das war ja ein ziemlich unmögliches, unemanzipiertes Geschwätz, was er da von sich gab. Früher war der doch nicht so gewesen….

Manfreds Sturz 2

„Lully mit seinen Gemälden erpressen? Nein. Aber sind die Bilder nicht ziemlich wertvoll? Für Spezialsammler meine ich. Akte, Erotika, Liebeskunst und so weiter. Dafür gibt es doch Liebhaber, Sammler und Auktionen! Und dann noch gemalt von einem katholischen Geistlichen. Das müsste doch auch den Vatikan interessieren… Das ist doch….“

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„AAAaaaaaahhhhh Hiiilifeeeee!“

Manfred war auf der glatten Zwiebelschale ausgerutscht und hingefallen. Sabse wusste nicht, was sie tun sollte und war völlig ratlos.

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„Sabse! Halt mich fest! Ich stürze ab! Gib mir Deine Hand!“

Aber Sabse tat nichts. Sie war wie eingefroren und erstarrt. Sie sagte nicht einmal etwas. Manfred rutschte in die Tiefe.

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Sie starrte in den Abgrund und sah Manfred unten liegen. Jetzt öffnete sie langsam den Mund „Manfred?!“ rief sie leise.

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Und so schnell sie konnte, rannte sie hinunter zu ihm.

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„Ogott! Hoffentlich ist er nicht tot,“ dachte sie und rief „Manfred! Manfred! Was ist mit Dir!? Lebst Du?“

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Sie sah wie er langsam eine Hand bewegte, also lebte er – gottseidank – noch.

Sie nahm all ihre Kraft zusammen und drehte ihn auf den Rücken. Er war ganz steif. Leise hörte sie ihn stöhnen.

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„Manfred, halt durch, ich hole Hilfe!“ Manfred konnte nicht sprechen. Er atmete nur flach.

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“Ich hole Hilfe, Manfred. Halt durch, bitte! Bin gleich wieder da. Hole einen Arzt. Ogott! Wo gibt es denn hier einen Arzt? Wo ist denn hier ein Telefon in dieser Gegend?“

Und sie hastete in die Richtung, aus der sie gekommen war. Da gab es eine Bushaltestelle am Waldrand, da war sie ausgestiegen, also musste es dort auch Menschen und Telefone geben.

Manfred, der einzige, der immer noch zu ihr gehalten hatte, den durfte sie jetzt auf keinen Fall verlieren. Er war der letzt auf der Welt, dem sie noch vertrauen konnte…

Sabse Schabulsky hatte etws Angst.

Manfreds Sturz 1

Manfred und Sabse hatten sich wieder mal verabredet.

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Es ging um nichts besonderes, Manfred wollte einfach den Kontakt nicht verlieren. Und er hatte das Gefühl, Sabse wollte das auch nicht.

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Und gerade jetzt, da Sabses Gatte als „Das Orakel“ identifiziert war und als mutmaßlicher Mörder von Edith Hübsch in Untersuchungshaft saß, wollte er sie einfach nicht so alleine lassen.

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„Warum hast Du mich denn ausgerechnet hierher bestellt, an so einen verlassenen Ort?“ begrüßte sie ihn gewohnt unfreundlich.

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„Ich dachte, wir machen einen kleinen Spaziergang, da oben rauf, genießen die Aussicht und die Natur und reden ein bisschen miteinander…?“

„Na dann los! Worauf warten wir? Gibt’s da oben ein Cafè oder so etwas? Ich hätte Lust auf Kuchen!“

„Nein, das glaube ich nicht, zumindest habe ich noch nichts davon gehört.“ Manfred ärgerte sich schon.

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Sabse war schnell oben angekommen.

„Na los, sag schon: Was hast Du auf dem Herzen? Umsonst verschwendest Du doch keine Zeit mit mir! Was willst Du? Hast Du nicht auch gegen mich intrigiert, zusammen mit den anderen? Oder hast Du noch immer die „alten Zeiten“ im Kopf? Dann sag ich Dir gleich: Vergiss es!“

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Manfred hatte den steileren Weg gewählt und schnaufte. Er versuchte ruhig zu bleiben und sich nicht aufzuregen.

„Nein, was mich interessiert ist: Die Bilder von Lully. Davon muss es doch eine ganze Menge geben, oder?“

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„Du warst doch damals dabei, Sabse. Weißt Du, was er damit gemacht hat? Hat er sie verkauft? Verschenkt? Oder stehen die noch irgendwo herum?“

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„Die Bilder! Ach Gott! Keine Ahnung! Ich denke, die hat er alle noch in seiner Pfarramtswohnung, irgendwo auf dem Speicher versteckt, wo sie keiner seiner Brüder im Glauben entdecken kann, nehme ich an. Warum? Willst Du ihn jetzt damit auch erpressen?“

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(Fortsetzung folgt.)

Frank Doll - Die Verhöre 3

Manfred war auf Montage gewesen, die Zeit vor und während der Tat, er kam also als Täter nicht in Frage. Trotzdem war er einer der besten Informaten.

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“Ich habe gehört, dass Adelheit Hübsch häufig Besuch von Herrn Marquardt (5) bekam. Er soll ihr häufig Kuchen mitgebracht haben.”

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“Kann es eine verwandschaftliche Beziehung gegeben haben?” fragte Grolle.

“Kann schon sein. Über die Marquardts weiß aber sowieso keiner so genau Bescheid. Eventuell Gottlob Friedrich, der Straßenkehrer. Der ist ja auch Beamter.”

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“Und außerdem…” Manfred wurde plötzlich ganz hektisch, “…hat man gemunkelt, Adelheit hätte in der Lotterie gespielt. Klassenlotterie, wissen Sie, das unsägliche Zeug, wofür sie immer im Briefkasten Werbung machen.”

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“Und sie hätte im letzten Monat oder so einen großen Gewinn eingestrichen, mit ihrem “Halben Los”, hört man. Gibt es sowas? Können Sie sich das vorstellen?”

Marco Grolle konnte. Er war zufrieden, etwas so spektakuläres Neues herausgefunden zu haben, bedankte sich bei Manfred und ließ ihn einfach so stehen.

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Demnächst wird sich der Fall lösen.

Edith / Ende 3

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„Sehr richtig,“ fügte Edith im Verhör der Aussage von Hans hinzu. Edith war an dem Tag, als wir alle zusammen waren und Lully so glücklich war, aber völlig normal. Also ich meine, sie fühlte sich nicht irgendwie bedroht oder so. Auch Sabse, die an dem Tag uns verlassen hat, hatte sie ja eigentlich immer in Frieden gelassen.“ Adelheit begann leiser zu werden und verstummte dann völlig.

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„Bis auf…“ fuhr sie langsam und in Gedanken verloren fort, „bis auf die paarmal…“ „Ja?“ „Naja, Hans, du warst doch auch dabei: Sabse hat ein paarmal ganz direkt Edith so hämisch angemacht, so als ob sie irgendwas wüsste, was niemand anderer erfahren darf. Über Edith“.

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Marco Grolle, der aufstrebende Kommissar, hatte die Vernehmung mit Manfred fortgesetzt, aber nichts Neues von ihm herausbekommen. Manfred war auf Montage gewesen und hatte mit niemandem Kontakt gehabt.

„Kannte Edith Ihren Schwager im Nachbardorf?“ fragte Marco Grolle Hans direkt. „Ja, das schon, den kennt sie. Aber nicht näher. Nicht dass ich wüsste. Sie müssen sich 2, 3 mal begegnet sein, das war alles. Sie wusste aber, dass er bettlägerig ist und wahrscheinlich auch nicht mehr gesund werden wird.“ „Ahja. Ahja. Das ist doch schon mal interessant. Danke für diese ersten Informationen.“ Grolle war sich sicher, dass das noch nicht das Ende war. Ein Darmvirus, von dem man sich nicht mehr erholen sollte, das hatte er noch nicht gehört. Da gab es Widersprüche. Ernsthafte!

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„Herr Doll, Herr Doll!“ Adelheit musste noch etwas loswerden: „Ich weiß zwar nicht alles, aber die Frau Schabulsky, ja? Also die ist böse. Von Grund auf. Und sie hat es auf Edith abgesehen. Da bin ich mir sicher.“

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„Warum glauben Sie das, Frau Tybbke? „Weil ich weiß, dass die Sabse, also die Frau Schabulsky, eine stadtbekannte Zuhälterin ist und vor nichts zurückschreckt!“ „Adelheit! Komm jetzt!“ rief Hans „Wir müssen zum Schwager, bevor es zu spät ist. Dringend. Jetzt gleich!“

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Frank Doll und Marco Grolle waren etwas erschüttert: „Es scheint, als lägen da noch ein paar ganz andere Leichen im Keller begraben,“ meinte Doll metaphorisch. „Und so ganz zurechnungsfähig sind die ja alle nicht,“ fügte Grolle hinzu. „Das wird ein großes Stück Arbeit werden.“ Guck mal, da kommen ja noch so zwei Hübsche. Ist der Tatort schon zur bekannten Attraktion geworden oder was?“

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Tatsächlich: Herr Marquardt (5) und Frau von Tümler waren aufgetaucht und in heftigen Disput eingetaucht.

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„Doch! Ich sage dir doch, hier war es. Das hier sind die „sterblichen Überreste“ von Frau Hübsch!“ „Nein, nein, das glaub ich nicht. Frau Hübsch kann doch nicht einfach so sterben und dann verschwinden!“

„Aber wenn ich es dir sage! Ich habe sie doch gesehen!“

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„Können wir Ihnen helfen?“ Marco Grolle war zu ihnen rüber gegangen und hatte ihren Streit unterbrochen. „Nein nein, alles in Ordnung!“ versuchte Herr Marquardt (5) natürlich zu klingen und wackelte etwas an seiner roten Mütze.

(Fortsetzung folgt baldigst.)

Edith / Ende 2

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Hilmar Stampf hielt  den Tatort und die Leiche und vor allem die Lache von Blut und Gedärmen der Frau Hübsch, die da so schrecklich herum lagen und schon leicht angetrocknet waren, auf Film fest. Für die Zeitung und für die Öffentlichkeit sollte kein Detail ausgelassen werden. Alle hatten ein Recht, davon zu erfahren und alles zu wissen. Das war sein Leitspruch.

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„Der Inspektor Doll wird gleich hier sein,“ meinte Manfred. Es roch in der Zwischenzeit wirklich schon ziemlich süßlich. Ein Geschmack wie Erdbeermarmelade lag in der Luft. „Verwesungsgeruch“  analysierte Hilmar Stampf.
„Er hat gesagt, er schickt jemanden vorbei, der Edith ins Labor fährt. Sie soll obduziert werden.“ „Ach Gott, meinte Adelheit realistisch, „Was ist denn da noch obzuduzieren? Hier liegt doch alles offen rum!“

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Und dennoch: Joe war mit seinem Quad zur Stelle, gemeinsam hievten sie die Leiche von Frau Hübsch auf die Ladefläche. „Pass auf, mach Dich nicht blutig!“ warnte Adelheit ihren Mann und los fuhr Joe zum Institut.

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„Das wird was geben!“ Darüber war sich Adelheit mehr als klar. Das war Mord. Eindeutig. Und die Frage war nur: Wer war der Mörder?“

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Wenig später waren sie am Tatort eingetroffen: Frank Doll, verdienter Inspektor des zweiten Dezernats, frisch aus dem Skiurlaub zurück, an Krücken und in Gips, sowie sein ambitionierter, ehrgeiziger Jungkommissar Marco Grolle.

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„Das ist ja eine stinkende Sauerei,“ grummelte Frank Doll in seinen Bart. „So etwas ist mir ja noch nie untergekommen!“ Manfred war zur Stelle: „Wir haben die Leiche ins kriminaltechnische Institut fahren lassen, wie von Ihnen angeordnet, Herr Oberinspektor!“ „Jaja, schon gut, lassen Sie den Ober weg. Inspektor reicht.“ Pause. „Ich muss auch gleich mal einen fahren lassen, das Mittagessen hätte nicht so schwer sein müssen heute. Traurig traurig, das alles.“ Er schien an etwas völlig anderem zu kauen und war fast ganz abwesend.

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„Kannten Sie sie? Gut?“ „Ja, schon. Sie gehörte zum Bekanntenkreis, sang auch im Chor mit all den anderen, aber näher gekannt habe ich sie nicht.“

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„Was meinen Sie, was wollte sie an diesem verlassenen Ort?“ „Naja, der Weg führt in den Nachbarort, da wohnt der Schwager von Tybbkes, womöglich wollte sie auch da hin. Oder sie wollte Hans und Adelheit treffen, auf ihrem Weg zum Schwager… Die nehmen ja häufig diesen Weg.“

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„Herr Tybbke, Sie haben sie zuerst gesehen und gefunden, richtig?“ „Ja, so war’s!“ „Wann haben Sie sie lebend zum letzten Mal gesehen?“ „Lassen Sie mich mal nachdenken: Am 2. Februar war das, da war die Versöhnung von Lully und Gehscha und der grandiose Abgang von Sabse. Da waren wir alle zusammen.“

(Fortsetzung folgt baldmöglichst. Der Fall muss aufgeklärt werden.)