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Archiv der Kategorie Mähchen

Mähchen gesichtet 2

Mähchen hatte auch technische Anlagen zu überwachen, nicht nur den Zustand der Pflanzen und insbesondere des Rasens.

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Und dabei muss es dann passiert sein.

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Beim Zusammenstoß mit einem Steinbrocken, der ihr von einem unachtsamen Menschen in den Weg geschleudert wurde, verlor sie ihr Lenkrad. (Man sieht es noch hier neben ihrem rechten Fuß liegen.)

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Von da an hatte sie größte Probleme, die Spur zu halten.

Zunächst schränkte sie ihr Tätigkeitsfeld auf Gras und niedere Blümchen ein.

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Einmal war sie kurz davor, versehentlich aus einem Mäuerchen herauszufallen. Sie hatte einfach die Kurve nicht mehr rechtzeitig gekriegt. Allein mit Gewichtsverlagerung einen Aufsitzrasenmäher zu lenken, das ist nicht einfach.

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Aber bald schon hatte sie wieder Mut gefasst und getraute sich auch wieder ganz nach oben.

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Und da fühlt sie sich auch einfach wieder ganz zuhause. Auch ohne Lenkrad.

Mähchen gesichtet

Es war letzten Sonntag, ich ging ziellos am “Nizza” spazieren, dem Palmenufer am Main, da sah ich das hier:

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Tatsächlich, das Mähchen. Bei der Arbeit, fröhlich pfeifend.

Lang hatte man nichts von ihr gehört.

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Oder gesehen. Aber offensichtlich war sie hier in besten Händen, hatte viel zu tun bei all den exotischen und unbekannten Pflanzen.

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Sie fand es sehr spannend und lehrreich, meinte sie. “Anders als immer nur der langweilige Bananenstock!”

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Allerdings war die Arbeit auch nicht ungefährlich.

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Leicht konnte man abstürzen oder von einer der plastikfressenden Pflanzen verspeist werden.

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Das größte Abenteuer hatte sie hier, als sie ihr Lenkrad verlor.

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Sie war mit einem dicken Felsen zusammengestoßen und das Lenkrad war aus der Halterung gesprungen und ihr einfach entgegengekommen. “Das hätte schön ins Auge gehen können”, sagte sie.

Doch dazu später mehr.

Frau W. und Herr B. / Abschied 1

Das achtzehnte Törchen.

Der große Tag war gekommen. Das Schiff sollte in wenigen Stunden auslaufen. Die letzten Vorbereitungen waren getroffen worden. Alle Gläser, Klamotten und Möbel waren verpackt und der Spedition übergeben worden. Frau Weichbrodt hatte noch mal lange über den Orakelspruch nachgedacht und immer noch keinerlei negative Warnzeichen darin entdecken können. Sie war vollkommen entspannt. Eigentlich sehr ungewöhnlich.

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Undine Gehscha war die erste, die vorbei kam und tschüss sagte. Sie waren sich durch Lully oft begegnet und Gehscha war eine richtige Freundin von Frau Weichbrodt geworden. Von Herrn Bongartz allerdings gar nicht. Der war ihr einfach Wurst.

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Lully und Hans kamen natürlich auch zur Verabschiedung und wünschten alles Gute. Frau Weichbrodt war etwas den Tränen nahe, als Lully und die alten Freunde von früher erzählten „Weißt du noch…?“ und ihr den Abschied schwer machten. Aber sie wollte nach vorne gucken.

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Manfred hatte ihr ein texanisch-deutsches Wörterbuch mitgebracht, mit genauen Angaben, wie welche Worte in Texas auszusprechen seien und welche Satzmelodie man dafür einsetzen müsste (damit sie ganz schnell von der einheimischen Bevölkerung akzeptiert werden würde).

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Und schließlich fand sich Mähchen ein, die in der Zwischenzeit auf die Universität ging und Ökotrophologie studierte.

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Joe war da natürlich nicht weit. Er hatte den Abschiedstag von Prof. Bongartz und Frau Weichbrodt genutzt, um Mähchen einmal wiederzusehen. Sie hatten anschließend noch etwas vor. Aber natürlich galt seine ganze Aufmerksamkeit Frau Weichbrodt und ihrem geliebten Professor Bongartz, der ja jetzt sein Schwager werden sollte.

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Es war ihm schon seltsam zumute, vor gar nicht langer Zeit in Sesimi Weichbrodt seine unbekannte, verschollene Schwester gefunden zu haben und sie jetzt auf diese Art an diesen Menschen wieder zu verlieren.

(Der Schluss folgt in 2 Tagen.)

Shaw - Helden

Das elfte Türchen.

Ein kleines schmales Bändchen aus der Shaw-Sammlung:

Bernhard Shaw „Helden“ Frankfurt (Suhrkamp) 1969, in der Suhrkamp Bibliothek oder jetzt als Taschenbuch, sicherlich unter € 10,–, wenn es nicht vergriffen ist.

Klappentext: „Meine Art des Witzes ist es, einfach die Wahrheit zu sagen. Dies ist der sonderbarste Witz der Welt“. Dieses Wort gilt auch für „Helden“, ein Stück, das – 1892 geschrieben und 1969 neu von Wolfgang Hildesheimer ins Deutsche übertragen – auch heute noch als Komödie sehr lesbar ist. Heldentum wird ironisiert vom Sockel gehoben und der Alltag ebenso unernst hinauf gehoben. Ein sehr menschliches Thema.

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Es ist immer entzückend zu sehen, wie Idole vom Podest gestoßen werden, wenn aufgedeckt wird, dass der schöne Schein trügt, wenn Vorbilder als korrupte und ungezogene Nichtsnutze demaskiert werden. Vielleicht hängt man deshalb zuweilen den strahlenden Vorbildern nach, weil man auf den Spaß der schäbigen Entdeckung gespannt ist und sie immer schon erwartet?

In diesem Stück geht Shaw offen damit um. Der echte Held zieht Schokolade der Munition vor. Der echte Held ist ein Irrer, der in einer absurden Kriegssituation einem verteidigungsunfähigen Heer gegenübersteht.

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Der soldatische Ehrbegriff wird (S. 44) ebenso ins rechte Licht gerückt (= lächerlich gemacht), wie die Verhältnisse der „besseren Gesellschaft“. Die „Bürgerlichen“ sind dann letztlich auch froh darum, dass ihnen die Maske vom Gesicht genommen wird, die heroische Lügerei und die Mystifizierungen endlich aufhören können. Auch Raina z.B. ist glücklich, als sie als Lügnerin ertappt und endlich ernst genommen wird (S. 74). Das macht Hoffnung.

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Ein immer noch erhellender Text in geschliffener Sprache (Ich lobe natürlich Wolfgang Hildesheimer, den Übersetzer). Nicht neu was die Botschaft angeht, das sind keine revolutionären Erkenntnisse (oder doch wieder?), aber wenn man sie locker in Verbindung bringt mit Nachrichten und Informationen aus Krisen- oder Kriegsgebieten, dann bringt einen das schon dazu, nichts mehr ungeprüft und unhinterfragt einfach so zu glauben. Es gibt meist immer noch eine andere Wahrheit neben der offiziellen. Mindestens eine.

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Verhaelen - Zumutung

Das siebte Türchen.

So, und das hier muss man gar nicht lesen:

Linda Verhaelen „Das Leben als Zumutung“, Roman, Haffmans bei Zweitausendeins, 2004, 574 Seiten.

Es sind Tratsch- und Bürogeschichten. Schnell, aggressiv und rücksichtslos erzählt. Unappetitliches und „Witziges“ aus einem „Schlampenleben“.

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Es ist voll von schweren unzulässigen Klischees (S. 53 der Latzhosenträger mit Gesundheitsschuhen), und unmotivierter Verwendung von Fäkalsprache (über ihren Schwiegervater, S. 57). Natürlich gibt es im vietnamesischen Restaurant „Reis mit Hundegeschnetzeltem und pürierten Babyratten“, was denn sonst?

Der „Roman“ spielt zur Zeit, als Helmut Kohl zum ersten mal Bundeskanzler war, ich glaube mich zu erinnern, dass diese Art von Texten damals neu und ungewohnt war. Vielleicht hätte ich das damals auch interessant und lustig gefunden. Vielleicht finden das junge Leute auch heute noch lustig, wer weiß? Für mich war die Leserei jetzt zunehmend lästig und dann auch langweilig.

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Verhaelen suhlt sich in Beschreibungen von Intrigen, Nachstellungen, Verleumdungen und Mobbing im Büro, mischt aber immer auch selber kräftig mit. Man möchte das so genau gar nicht wissen. Die ganze Niedertracht, die gegenseitigen Verdächtigungen und Beschimpfungen (S. 144 , e.a.)…. spätestens ab Seite 199 wollte ich mit der Erzählerin und ihren Geschichten nichts mehr zu tun haben. Sie ödete mich an.

Man kennt das, wenn einen ein/e Bekannte/r im Cafe oder in der Bar stundenlang mit seinen „Problemen“ belabert, bei denen man sich ständig fragt, wie die Leute das aushalten, ohne was daran zu ändern… Man kann da nur die Flucht ergreifen. An einer Lösung sind diese Menschen ja oftmals nicht interessiert.

Aber weiter im Text: Sich gegenseitig „anzukeifen“, interpretiert Frau Verhaelen als „Sie sind halt einfach ehrlich zueinander“. Also danke.

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Ein Zitat über die neue Vorgesetzte in der Abteilung: „Boah ey, was war das denn für ‚ne geschwollene Tonlage. Ihr Gelabere ging mir schon jetzt auf die Eierstöcke“. Will man sowas lesen? Ja wirklich?

Die Frauen im Büro kämpfen von morgens bis abends gegeneinander um ihre Posten und Positionen, machen sich gegenseitig platt. Das Gekeife und Gezänke ist nicht erträglich. Letztlich werden die Frauen natürlich krank, erleiden Bandscheibenvorfälle und ähliches.

Am Ende, als alle ihre privaten „Beziehungen“ auch gescheitert sind, dämmert es der Erzählerin, dass sie nicht die Menschen als Fußabtreter behandeln kann. Das ist doch mal eine Erkenntnis!

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Das letzte Drittel des Buches habe ich nur quergelesen (574 Seiten, gestehe ich, habe ich nicht durchgehalten). Wer Bürointrigen liebt, dem wird das Buch gefallen. Alle anderen: Hände weg. Geld sparen.

Sloterdijk - Im selben Boot

Einen schmalen Band habe ich gelesen und einige Zitate daraus Hans bzw. Herrn Bongartz in den Mund gelegt: Ich glaube das war am 9. Oktober.

Peter Sloterdijk: „Im selben Boot – Versuch über die Hyperpolitik“. Frankfurt (Suhrkamp) 1993, als Taschenbuch 81 Seiten, € 6,50.

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Darin enthalten ist eine Beschreibung, überzeugend und nachvollziehbar (ich schätze auch anthropologisch richtig), der gesellschaftlichen Beziehungen in ganz frühen Zeitaltern, wo Menschen in Horden auf „Sozialinseln“ „hervorgebracht“ werden und Beziehungen zueinander entwickeln. Dem kann man folgen, das ist ein erhellendes erstes Kapitel: Die „Flöße“.

Das zweite „Weltalter“ bezeichnet er als eines, das sich durch „Küstenschifffahrt“ mit „Staatsgaleeren“ und „Herrschaftsfregatten“ auszeichnet.

Und wir befinden uns in der dritten, gegenwärtigen, Ära, wo „Super-Fähren“ durch ein Meer von Ertrinkenden hindurchziehen.

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Sloterdijk zeigt hier unter anderem, wie Gewalt und Widerstand entstehen kann, wo allgemeine Aussichtslosigkeit herrscht, wenn die kleinen sozialen Einheiten vernachlässigt werden, wenn sich die Menschen von der Geschichte und der Politik verlassen und bedroht fühlen.

Und er fordert eine neue Art des Denkens. Eine Politik, die darauf abzielt, nicht das Zusammenleben der letzen Menschen (z.B. vor der Klimakatastrophe) zu organisieren, sondern als eine Wettgemeinschaft, die auch in Zukunft auf Weltverbesserung spielen wird. Was sie zu lernen hat, ist ein Verfahren, ihre Gewinne so zu machen, dass es auch nach ihr noch Gewinner geben kann.

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In den üblich schwierigen Sätzen mit den Sloterdijkschen Wort-Neuschöpfungen sind das sinnreiche Gedanken und Betrachtungen, die vielleicht etwas herausfordern. (Ich  stelle gerade fest, der Text ist auch schon wieder 14 Jahre alt! zzz…)

Aber 80 Seiten kann man ja mal probieren.

Alle zusammen

Noch einmal Dankeschön für alle Glückwünsche und Geschenke.

Weil einige der Geschenke mich für die nächsten Jahre blogtechnisch auslasten werden, muss ich jetzt mal anfangen, alles zu sortieren und Inventur zu machen.

Ich habe die schöne Waldarbeiterszene hier nicht mitgebracht, auch die Bäume, die Vespa und die John Deere Traktoren nicht.

Aber ich habe mal alle Personen, die in diesen Bloggeschichten eine Rolle gespielt haben oder noch eine Rolle spielen können, zusammengestellt.

Damit man sie besser erkennen kann, sind sie als „Thumbnails“ hier drin. Also die kleinen Bilder bitte anklicken, dann werden sie größer. (Die großen werden beim Anklicken nicht noch größer. Aber auch nicht kleiner.)

Bekannt sind natürlich diese: Ex-Cable Joe und Mähchen. Mit ihnen fing ja alles an. Damals.

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Auch mit denen hier gab es schon Beziehungs- und andere Dramen: Frau Weichbrodt (Sesemi), jetzt ohne den verflossenen Herrn Mindernickel, dafür mit ihrem neuen Schwarm, Herrn Bongartz aus Texas, Bruder Lully und seine verehrte Geliebte Undine Gehscha. Und auch Frau von Tümmler, die von ihrem Herrn Marquardt mal wieder sitzen gelassen wurde.

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Die Marquardts (1) bis (5) kennen wir mittlerweile auch schon ganz gut, vor allem ihre Spezialaufträge.

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Und bei denen hier, die schon mal bei der verblichenen Fliege aufgetaucht sind, handelt es sich um alte Arbeitskollegen von Hans aus der Fabrik. Bisher noch namenlos. Francesco, der Brückenarbeiter, der Lieblingskollege von Hans, stürzte ja in Ausübung seiner Berufspflichten im Sommer diesen Jahres ab und gilt seit dem als verschollen.

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Und hier betreten die noch nicht erweckten Figuren die Bühne: Sogenannte “Passanten”, die einfach nur herumgehen oder stehen und eine Szene dekorieren. Jede einzelne Figur hat natürlich und braucht natürlich erstmal eine Geschichte.

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Hier sind noch weitere 6 „Passanten“, aus denen sich schon mal locker 3 Pärchen ergeben würden, wenn man sie ließe.

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Diese Gruppe wird als „Stadtbesichtigung“ bezeichnet. Die Figur rechts ist wohl die Haupt-Agitatorin der Gruppe, mit Mikrophon (?).

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Und das ist eine Sammlung von „Berufen“. Was wohl die Berufe der beiden Faruenfiguren sind? Irgendwie undurchsichtig.

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Daneben bin ich jetzt auch stolzer Besitzer einiger Kloszenen. Hier ist der Flegel, der Stehendpinkler, der nicht einmal das Häuschen benutzt:

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Die anderen sind schamloserweise nur zu erkennen, wenn sie die Tür nicht zu machen. Scheint aber niemand hier zu stören. Der Zeitungsleser:

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Eine weibliche Person, die ich – glaube ich –  Frau Kuttner taufen werde:

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Und ein verliebtes Paar, das es sich hier trotz viel Gestank gemütlich gemacht hat.

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Zur Weihnachtszeit wird es verstärkt Bewegungen und Austausch mit den himmlischen Heerscharen geben, deshalb zeige ich hier schon die Jahresendfiguren, die demnächst den Blog bevölkern werden. Ihre Namen muss ich noch herausbekommen. Eine/r der Engel wird sicherlich Sophia heißen. Vielleicht die kleine putzige Figur ganz links.

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Wie gesagt: Die anderen Sachen, aus denen man Bilder und Geschichten machen kann, sind heute nicht dabei. Nur die Straßenwalze musste ich unbedingt unter die Lupe nehmen, deshalb also: Der Henschel.

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Wem zu irgendeiner der neuen Figuren etwas einfällt, wer eine Idee hat, ein Erlebnis aus ihrer Vergangenheit kennt oder eine Geschichte, die sich zwischen zwei Figuren abspielen könnte, bzw abgespielt hat, wie eine Figur mit einer anderen bekannt oder verwandt sein könnte, wo sie sich einmal begegnet sind usw. usw., oder auch nur einfach weiß, wie sie heißen, der möge doch bitte einen Kommentar hinterlassen.

Ich werde mein möglichstes tun, die Vorschläge einzubauen, oder sie mit meinem Wissen und meinen Vorstellungen kombinieren, wenn das geht. Und es winken natürlich für die Ideen, die dann in den Blog Eingang finden werden, „wertvolle Sachpreise“. Versprochen.

Ansonsten werden die Figuren Schritt für Schritt die Geschichte selber weiterspinnen. Mal sehen, was da noch rauskommt.

Gehscha 11 / Butten 2

Dann aber: was ein Glück!

Lully hatte es nicht fertig gebracht, die Mörder-Hagebutten zu beruhigen. Womöglich hätten sie Undine und ihn einfach gefressen. Doch jemand hatten Lullys verzweifelte Worte und Reden und Rufe gehört: Mähchen, die ihnen wieder mal heimlich nachgefahren war.

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Sie kam mit ihrer Mähmaschine und griff frontal an.

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Sie wusste, hier half keine sanfte Tour. Die Dinger waren giftig und hatten scharfe Zähne. Sie kämpfte mit allen Mähmessern, die sie hatte und rasierte die Roten Früchtchen auf. Es dauerte nicht lange, bis die Mörder-Hagebutten erledigt waren. Mähchen kannte keine Gnade.

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Das war das Ende dieser beiden Kreaturen. Sie konnten keinem sorglosen Wanderer mehr das Leben bedrohen. Aber niemand wusste, wie viele davon noch in den Pappbergen und den Tälern dahinter versteckt waren. Es konnten hunderte sein…

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Lully und Gehscha, die so etwas noch nie gesehen hatten, staunten nicht schlecht, wie diese Dinger von innen  aussahen und dachten bereits daran, das eine oder andere Teil der Innereien als Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Doch Mähchen hatte sie gottseidank gewarnt.

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Wenn sie mit den Kernen in Berührung kommen würden, würden sie ihr ganzes Leben einen permanenten Juckreiz spüren. Die Haare daran waren das teuflisch gefährliche. Also ließen Lully und Gehscha lieber die Finger davon und hatten auf alle Fälle eine schöne Geschichte beim Abendessen zu erzählen.

Gehscha 10 / Butten 1

Ein Nachtrag noch zu dem Wanderausflug von Gehscha und Lully. Der war ja gar nicht so ohne.

Sie bestiegen die „Papphöhe“, ein wegen der starken Windböen gefürchtetes Gebirge, die einen Mönch zwar seltener, eine leichte kleine Frau aber um so leichter die steilen Hänge wieder hinabwehen konnte.

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Sie hatten keine Mühen, den hohen Grat zu erreichen, aber Frau Undine war es dann doch etwas schwindlig, der Wind frischte mehr und mehr auf und sie beschlossen, langsam wieder ins Tal hinunterzuwandern. Er wäre gerne noch länger geblieben. Die Aussicht war atemberaubend von hier oben.

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Doch dann hörten sie immer stärker ein grauenerregendes Rumpeln. Es hörte sich an als würden riesige Steinbrocken durch Tunnel gerollt. Und dann sahen sie sie auf sich zukommen: Es waren die hier so selten gesehenen aber darum umso gefährlicheren Mörder-Hagebutten, die es auf die unschuldigen Wanderfreunde abgesehen hatten.

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Erst war es nur eine, die sich bedrohlich näherte.

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Dann kam eine weitere dazu. Beide versperrten ihnen den Weg ins Tal. Sie hatten den üblichen Schutzinstinkt, betrachteten Lully und Undine Gehscha als Feinde, weil sie gerade kleine Mörder-Hagebuttchen im Nest hatten und alles Fremde als potenziellen Feind ansahen.

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Undine zitterte am ganzen Körper und flehte Lully an, doch etwas zu tun, Beten würde jetzt ja wohl nicht so direkt helfen.

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Doch Lully tat alles andere als beten. Er redete auf die Hagebutten ein. Er flehte sie an. Er versuchte, in sie zu dringen. Mit Worten. Ihnen zu erklären, dass sie sich völlig friedlich hierher bewegt hatten und nur eines wollten, nämlich schnell zurück ins Tal. Ihre Mörder-Hagebutten-Babies seien ihnen völlig egal. Das Abendessen stünde bereits für sie im Gasthof auf dem Tisch.

Er wurde lauter und lauter, wusste er ja nicht einmal, ob diese verdammten Dinger überhaupt Ohren hatten. Geschweige denn, ob sie die menschliche Sprache verstehen würden.

Aber er bemerkte keine Reaktion. Im Gegenteil. Sie wurden immer aufdringlicher und drängten sie vom Weg ab. Es sah so aus, als wäre das für Gehscha und Lully die letzte Wanderung gewesen.

(Fortsetzung folgt.)

Mozart Klavierkonzerte

Hier kommt eine schnelle Plattenkritik.

Weniger Kritik als schnelle Kaufempfehlung, solange der Preis noch so ist, wie er ist.
Wir sprechen von:

Wolfgang Amadeus Mozart: DIE KLAVIERKONZERTE
Gesamtaufnahme. Derek Han, András Schiff, Zoltán Kocsis, Dezsö Ranki/Klavier, P.-J. Belder/Cembalo, Philharmonia Orchestra, Musica Amphion, Hungarian State Orchestra/Paul Freeman, János Ferencsik. DDD. Brilliant Classics. 11 Hybrid-SACDs.
Gibts überall und auch bei Zweitausendeins unter der Nummer Nr. 690349 zum Preis von Achtung: € 8,99 laut Internet.
Das sollte man wahrnehmen. Ich meine, ich hätte noch was um die € 15 bezahlt, aber egal.

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Beim Reinhören in die erste CD bitte nicht abschrecken lassen, da spielt Pieter-Jan Belder auf einem nachgebauten, “alten” Spinnett, das klanglich nicht ganz mit dem Orchester mithalten kann. Ab der 2. CD klingt dann aber wieder alles wie gewohnt.

Oder besser: Besser als gewohnt. Die Aufnahmetechnik ist obergut. Ich habe nur einen sehr guten “normalen” CD Spieler, ohne Stereo-Multi-Channel und ohne Möglichkeit, Hybrid CDs (”super audio CDs”) abzuspielen bzw. zu hören. Trotzdem sind es schon enorme klangliche Unterschiede zu althergebrachten Aufnahmen. Hätte ich nicht gedacht.

Von den Klavierspielern kannte ich nur Andràs Schiff; der spielt aber nur auf der letzten CD im Konzert für 3 Klaviere und Orchester. Die anderen, Pieter-Jan Belder (auf dem “Harpsichord”) und Derek Han, der die CDs Nr. 2-10 bestreitet, waren mit nicht bekannt, aber sie können das schon auch gut.

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Ich gestehe an dieser Stelle, ich bin weder der Mozart-Kenner noch Mozart-Liebhaber. Steinigt mich, wenn Ihr wollt, aber die meisten Sachen sind mir oft zu lieb und nett und “richtig” und süß und vorausschaubar, kindlich, ausgewogen, usw. Eigentlich langweilig, um es auf den Punkt zu bringen. Davon nehme ich ausdrücklich aus (und ich kenne natürlich nur vergleichsweise wenig von WAM) z.B. das G-Moll Streichquintett (spannend), das Requiem und ein paar andere Sachen (Einzelnes aus Opern).

Aber ich will bitteschön nicht mehr ein Jahr lang von Klaus Maria Brandauer täglich auf SWR 2 und anderen Sendern einen von gefühlt 5.000 Briefen von “Wolferl” an sein “Stanzerl” oder den “Herrn Papa” oder Wenauchimmer vorgelesen bekommen. Nein. Bitte nicht mehr.

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Zurück zum Päckchen: Jede CD hat zwischen 60 und 80 Minuten Spielzeit, macht rund 13 Stunden Mozart Klavierkonzerte. Man hat sie endlich alle komplett. In einer schönen Box. Mit jeweils kurzem Brilliant-Classics-typischen Einführungstext.

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Für den, der Komplettaufnahmen liebt, weil er gerne alles komplett haben will, wie Bruder Lully z.B., ist das ein prima Angeot. 11 Multi-Channel SACDs für € 8,99 (wenns noch stimmt). einfach kaufen!