Infos

Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Inspektor Doll.

Calendar
März 2010
M D M D F S S
« Feb    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  

Archiv der Kategorie Inspektor Doll

Inspektor Dolls letzter Auftrag 6

Das sollte es also gewesen sein: Frank Doll, verdienter Inspektor der Kriminalpolizei wurde im Dienst von der Popcorn Mafia erledigt, erstickt, ermordet.

l1070018-doll-11-20.jpg

Es blieb nichts von ihm übrig. Mit Haut und Haar und Krücke und Gips ging er in der klebrigen Masse unter.

Ende dieser Geschichte.

Inspektor Dolls letzter Auftrag 5

Doll drohte unterzugehen. Ausgerechnet jetzt, wo er sich wegen seines Gipsbeines auch nicht einfach auf die Flucht machen konnte, musste er in so eine Situation kommen.

l1070019-doll-9-20.jpg

Es war hochdramatisch. Er rief um Hilfe, doch die Popcorn Mafia erstickte im zuckrigen und klebrigen Schaum alle Rufe. Er war völlig alleine. Eine Situation, das hatte er schon in der Ausbildung gelernt, die man in der Ermittlung immer vermeiden sollte. Aber das waren jetzt ganz unnütze Überlegungen.

l1070026-doll-10-15.jpg

Er wünschte sich eine schnelle Erledigung der Sache. Gottseidank sah es nicht so aus, als wollten sie ihn foltern.

Fortsetzung folgt.

Inspektor Dolls letzter Auftrag 4

Doch dann erkannte er, dass es womöglich bereits zu spät war. Der Popcorn Mafia war klar geworden, dass ewr schon zuviel wusste. Seine Fragen waren zu offensichtlich gewesen.

l1070024-doll-7-20.jpg

Sie kamen immer dichter an ihn heran und bauten eine bedrohliche Kulisse auf.

l1070022-doll-8-20.jpg

Fortsetzung folgt.

Inspektor Dolls letzter Auftrag 3

Die Situation war schon sehr bedrohlich. Seine drängenden Fragen amüsierten die Popcorn Mafia nicht.

l1070017-doll-5-20.jpg

Sie schienen nicht sehr kooperativ zu sein. Im Gegenteil. Inspektor Doll versuchte schon, sich zurückzuziehen. Weiter zu bohren, das spürte er instinktiv, würde eine Katastrophe auslösen.

l1070016-doll-6-15.jpg

Fortsetzung folgt.

Inspektor Dolls letzter Auftrag 2

Die Popcorn Mafia wurde beschuldigt, mehrere Jahrmarktstände ausgeraubt zu haben und sich auf allen Volksfesten breit zu machen.

l1070013-doll-3-15.jpg

Inspektor Doll musste vorsichtig vorgehen, um sie nicht zu reizen. Er wusste, dass sie auch nicht vor Kapitalverbrechen zurückschreckten und Diskretion war für sie das allerwichtigste. Nichts von ihren Machenschaften durfte an die Öffentlichkeit gelangen.

l1070014-doll-4-15.jpg

Fortsetzung folgt.

Inspektor Dolls letzter Auftrag 1

Nachdem Kollege Grolle nicht mehr bei der Truppe war, musste Doll jetzt ganz alleine ermitteln. Einen Nachfoger hatten sie noch nicht gefunden. Und wie man ahnt, konnte das ganz schön  gefährlich werden.

l1070010-doll-1-15.jpg

Vor allem, wenn man es mit einem so hartnäckigen Gegner (oder Fall) wie der Popcorn Mafia zu tun hatte.

l1070011-doll-2-15.jpg

Fortsetzung folgt.

Frank Doll - Die Verhöre 8

„Orakel, kommen Sie heraus, wie wissen, wer Sie sind. Sie stehen im Verdacht, Edith Hübsch ermordet zu haben, um an ihren Gewinn aus der Lotterie zu kommen. Gestehen Sie und kommen Sie mit erhobenen Händen heraus!“

l1050268-verhor-11-15.jpg

Ganz langsam und leise quietschend ging die Tür auf.
Doch dann waren sie erschüttert.

l1050269-verhor-12-15.jpg

In dem Häuschen saß nicht das nach Myrrhe und Weihrauch duftende Orakel mit Hut und Zeitung, wie von allen beschrieben, sondern ein eng umschlungenes Pärchen.

l1050272-verhor-13-15.jpg

„He, was soll’n das? Kann man nicht mal in Ruhe aufs Klo?“
„Na, das sieht mir ja aber anders aus, was Sie da machen!“ konterte Grolle. „Wohin haben Sie denn das Orakel verscheucht?“
„Orakel? Was ist denn das für ein Quatsch, bei Ihnen piept es wohl! Orakel! So was gibt es doch gar nicht!“

l1050274-verhor-14-15.jpg

„Vielleicht schauen Sie mal weiter bei dem Buch, das da liegt, vielleicht ist das ihr Orakel, der Spinner, der die Hosen nicht mehr hochkriegt!“

l1050276-verhor-15-15.jpg

Und tatsächlich: Auf dem teuren Ledereinband saß das „Orakel“, Sabses Ehemann, in wohl vertrauter Haltung. Er hatte es weder für notwendig erachtet, die Hose hochzuziehen, noch den Hut oder die Zeitung abzulegen.

l1050277-verhor-16-40.jpg

„Herr Schabulsky“, wir wollen mit Ihnen reden!“ riefen sie etwas nervös nach oben. Wie immer, wenn sie der Aufklärung eines Falles so nahe waren.

l1050279-verhor-17-20.jpg

„Und warum? Können Sie Ihre Anfrage nicht schriftlich einreichen, wie alle anderen auch?“
„Nein, das können wir nicht. Wir wollen auch nicht das Orakel befragen, sondern Herrn Schabulsky verhaften, Sabse Schabulskys untergetauchten Ehemann, verdächtig der Tötung Edith Hübschs aus ganz niedrigen Beweggründen.“

l1050280-verhor-18-20.jpg

„Na gut, ich komme mit Ihnen. Ich gestehe alles, wenn Sie mir nur einen Orthopäden beschaffen, der mir aus dieser verkrampften Position hilft.“

l1050281-verhor-19-15.jpg

„Ich kann nämlich nur in dieser Haltung sitzen, kann mich nicht mehr richtig aufrichten, der Hexenschuss, wissen Sie! Das Leben im Orakelhäuschen hat mir ganz schön zugesetzt. Was bin ich froh, dass das vorbei ist.“

„Das kriegen wir hin, keine Sorge!“ versicherte Doll wieder ganz beruhigt, und sie nahmen ihn von beiden Seiten unter die Arme und führten ihn ab.

l1050283-verhor-20-15.jpg

Und Pablo, der Leierkastenmann, versuchte, eine Moral der Geschichte zusammenzudichten. Aber außer dem alten „Verbrechen lohnt sich meist nicht“ oder „Wir werden alle mal erwischt“ fiel ihm nichts Wesentliches ein.

Damit wäre also diese lange Geschichte endlich auch beendet. Spektakulär nicht?

Frank Doll - Die Verhöre 7

Der letzte, aber auch heftigste Lichtblick für Kommissar Doll war der ständig wiederkehrende Hinweis auf das „Orakel“.

Und so machte er sich auf, um das Häuschen zu finden, das einstmals am Stadtrand, in der Schrebergartensiedlung und dann hinter dem Bahnhof stand.

l1050257-verhor-1-15.jpg

Der letzte, aber auch heftigste Lichtblick für Kommissar Doll war der ständig wiederkehrende Hinweis auf das „Orakel“.

Und so machte er sich auf, um das Häuschen zu finden, das einstmals am Stadtrand, in der Schrebergartensiedlung und dann hinter dem Bahnhof stand.

l1050258-verhor-2-15.jpg

„Ja, Sie sind völlig richtig, immer der Nase nach, da lang, ja, da können Sie gar nichts falsch machen. Es riecht halt etwas streng, aber so ist das nun mal.“

l1050259-verhor-3-15.jpg

Und so langsam verstand Doll auch, warum.

„Sag mal, sind wir hier eigentlich auf einem öffentlichen Örtchen oder was?“

l1050260-verhor-4-15.jpg

In etwas großer Hektik versuchte ein Pinkler, sein Geschäft zu beenden, als er so heftig von Doll angesprochen  wurde.

l1050262-verhor-5-15.jpg

„Aber so lange Du einpackst, kannst Du mir auch noch gleich sagen, wo denn dieses ominöse Orakel sein soll? Oder?“

l1050261-verhor-6-50.jpg

Und er bekam sogar eine einigermaßen zuverlässige Antwort, denn nach kurzer Zeit traf er auf Grolle, der sich bei Manfred schlau gemacht hatte und den Weg über die Felder genommen hatte, statt durch den verpinkelten Lindenblütenwald.

l1050263-verhor-7-15.jpg

„Also: Das Orakel ist Sabse Schabulskys Mann, der vor einigen Monaten untergetaucht ist. Das ist wohl sicher. Er weiß von allem, weil ihm alle ihre Geheimnisse mitteilen, um einen Rat oder eine Offenbarung von ihm zu bekommen.

Er hatte genügend Anlass und Möglichkeiten, den Mord an Edith Hübsch begangen zu haben.“

l1050265-verhor-8-15.jpg

„Und dazu hat Edith ihn noch in der Hand gehabt!“ Pablo, der Leierkastenspieler war Doll gefolgt und hatte noch eine interessante Neuigkeit dabei:

„Das Orakel hat mir beim Bier mal erzählt, die Edith hätte als Einzige sein Geheimnis herausgefunden und gedroht, es an die Öffentlichkeit zu bringen. Das Orakel hatte eine Heidenangst. Vor einer Aufdeckung und vor allem auch vor seiner Frau, der Sabse.“

l1050266-verhor-9-15.jpg

„Na also, das ist doch alles rund“, freuten sich Doll und Grolle. „Lass und das Orakelnest ausheben!“

Ihr Jagdinstinkt war wieder aktiv da. Und nach wenigen Minuten hatten sie das Häuschen erreicht.

l1050267-verhor-10-15.jpg

Es stank erbärmlich.

(Jetzt folgt noch eine Fortsetzung, dann ist der Fall erledigt. Versprochen.)

Frank Doll - Die Verhöre 6

l1040759-doll-41-15.jpg

“Als ich den Surf-Ahorn genommen habe, ja? Also da habe ich auch ein bisschen sauber gemacht und so, als kleines Dankeschön, dachte ich, da sah es ja aus, sag ich Ihnen! Und das ist ja schließlich auch mein Beruf, wissen Sie?”

“Jaja, schon klar. Weiter!”

l1040758-doll-42-15.jpg

“…Da habe ich ganz seltsam viel Papier aufgefegt. So Toilettenpapier. Ganze Bahnen, die lagen da um die Leiche herum, das sah ganz unordentlich aus.”

“Was haben Sie? Das wird ja immer schöner” Doll war fassungslos und einer Verzweiflung ganz nahe.

“Ja, ich habe es in der Zwischenzeit natürlich entsorgt, aber auf dem Surf-Ahorn könnten noch Reste davon zu sehen sein.”

l1040762-doll-43-15.jpg

Und Gottlob Friederich brachte auf seiner Schubkarre den von Frau von Tümmler am Tatort vergessenen und von ihm von dort mitgenommenen Surf-Ahorn her.

l1040763-doll-44-50.jpg

“Tatsächlich. Ich sehe es ganz deutlich”, bestätigte Kommissar Doll. “Toilettenpapier. 3-lagig. Das muss sofort ins Institut! Warum haben Sie das bloß nicht früher gesagt!” Doll war außer sich. “Das ist ja fast schon Behinderung der Polizeiarbeit!”

l1040764-doll-45-15.jpg

“Jaja, schon gut. Ich habe das jetzt verstanden. Tschuldigung. Mach ich nie wieder. Aber wissen Sie, was mir da beim Fegen noch eingefallen ist? Es gingen doch stndig Leute zu dem Toilettenhäuschen draußen vor der Kleingartensiedlung, hinterm Bahnhof. Da soll doch so ein Orakel hausen!”

l1040767-doll-46-15.jpg

“Ja, diesen Blödsinn habe ich auch schon gehört.” Doll war gespannt aber skeptisch.

“Eben. Und bei dem Papier habe ich automatisch an das Gerücht denken müssen, dass Herr Schabulsky ja seit seiner Flucht untergetaucht ist und manche meinen ja, er säße da drin und würde sich für seine Orakelsprüche bezahlen lassen.”

l1040770-doll-47-15.jpg

“Und außerdem weiß ich, dass Frau Hübsch auch schon mehrfach bei dem Orakel gewesen ist, um sich beraten zu lassen. Wegen ihrem Lotteriegewinn und so, wissen Sie? Was sie mit dem Geld anfange sollte usw…”

Stampf kam noch einmal vorbei, um Fotos von dem Beweisstück zu machen. Doll sagte nichts mehr.

“Lassen Sie uns das bitte heute Nachmittag auf dem Revier noch einmal besprechen, Herr Friederich. Das ist wichtig. Können Sie um 15.00 Uhr? Gottlob konnte.

l1040772-doll-48-15.jpg

Und Doll hatte endlich das Gefühl, einen großen Schritt weitergekommen zu sein. Trotz Gips und Krücken.

(Bald haben wir es geschafft.)

Frank Doll - Die Verhöre 5

“Was wissen Sie? Wo waren Sie zur Tatzeit?”

Grolle hatte sich den Straßenfeger Friederich, Gottlob Friederich, geschnappt.

l1040753-doll-33-20.jpg

“Ja, ich war da,” antwortete er zögerlich. Ich habe dort saubergemacht. Und dann habe ich den Surf-Ahorn stehen sehen und habe ihn mitgenommen. Hat ja niemand gehört. Für meine Tochter, wissen Sie? Die wünscht sich sowas schon lange. Ich selbst kann damit ja nichts anfangen.”

l1040752-doll-34-50.jpg

“Was haben Sie? Und was war mit der Leiche? Die müssen Sie doch gesehen haben!?”

“Ja, aber ich dachte, die würde auch jemand anderes nach mir noch finden. Die lief ja nicht weg. Dann hätte ich doch den Surf-Ahorn nicht nehmen können, wenn ich das gemeldet hätte. So schlimmm fand ich das auch wieder nicht. Ich bin ja nicht der einzige Mensch auf der Welt. ”

l1040754-doll-35-15.jpg

“Haben Sie jetzt mich im Verdacht?”

“Sagen Sie mal, wie naiv sind Sie denn eigentlich?” Grolle war etwas außer sich. “Ich müsste Sie jetzt eigentlich sofort verhaften!”

l1040751-doll-36-15.jpg

“Na, mach mal langsam, Grolle!” Hilmar Stampf erschien auf der Bühne.

l1040755-doll-37-15.jpg

“Ich denke, Du kannst ihm glauben. Das ist ein ziemlich armer Schlucker.”

l1040750-doll-38-15.jpg

“Muss für Frau und Kind aufkommen, da geht halt der Surf-Ahorn für die Tochter über die moralische Verpflichtung, eine Leiche an die Polizei zu melden!”

“Na hör mal, wenigstens anonym hätte er es doch machen können…”, bot Grolle an, aber es war ja jetzt auch egal.

l1040756-doll-39-15.jpg

“Na, was Neues?” Doll traf ein.

“Tja, der Surf-Ahorn ist aufgetaucht. Gottlob Friedrich aber unschuldig, seine Aussage ist relativ glaubwürdig.”

l1040757-doll-40-15.jpg

“Ah Herr Kommissar!”

“Ja? Was gibt es noch?”

“Lassen Sie mich noch was erzählen, was für Sie vielleicht interessant ist…”

(Das kommt dann beim nächsten mal.)