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Archiv der Kategorie Adelheit Tybbke
Adelheit und das Rosinenbrötchen 2
5.7.2008 von Heiner.Eberle.
Wer hatte sie kürzlich auf die Biorosinen angesprochen?

War das Frau Wüst gewesen?
Frau Wüst!
Die sich immer so durchs Leben quälte. Und nie was genießen konnte.

Vielleicht sollte sie die mal nach ihrem Brötchenbäcker fragen.
Frau Wüst hatte immer die besten Quellen.
Das war ein guter Plan.

Und jetzt war Schluss für heute.
Mit dem klebrigen Ding wollte sie nichts mehr zu tun haben.
Das sollte doch der Brötchenbringer selber wieder abholen, der schmierige Typ.

Ihr Entschluss stand fest.
Ein neuer Bäcker musste her.
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Adelheit und das Rosinenbrötchen
3.7.2008 von Heiner.Eberle.
Adelheit Tybbke hatte ein Rosinenbrötchen bestellt.
Aber was dann kam, stellte sie in keinster Weise zufrieden.

Sie war nachgerade entsetzt.
Soviel von diesen Zuckerbrocken.
Viel zuviel.

Das war ja auch alles so ungesund!
Früher hatte das anders ausgesehen.
Da hatte man die Rosinen noch hoch geschätzt.
Die hatten noch Geschmack.
Und nicht nur der Zucker!

Unglaublich.
Sie musste sich dringend nach einem neuen Rosinenbrötchenlieferanten umsehen.
Es war ja auch alles so klebrig!
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Adelheit und der Bleistift
5.6.2008 von Heiner.Eberle.

Er lag da einfach so rum.

Adelheit Tybbke erinnerte sich gleich an alte Zeiten.

An große Worte.

An große Gefühle.

Und wurde ganz sentimental.

“Ach was soll’s”, dachte sie…

…und überlegte, was sie heute noch anstellen konnte.

Schließlich war ja Sonntag.

Und der hatte gerade erst richtig angefangen.
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Jan Hölzgen und Adelheit
26.5.2008 von Heiner.Eberle.
A: “Guten Abend, mein Lieber.”
J: “Da bist Du also wieder.”
A: “Ja, da bin ich wieder. Erstaunt Dich das?”
J: “Ich hatte Dich kaum noch erwartet. Und wie war es dort unten?”

A: “Es war - atemberaubend.”
J: “Atemberaubend - so! Ich habe also recht gehabt.”
A: “Du? Du hast mir ja nichts erzählt. Aber vielleicht hast Du darin recht gehabt, dass es sich nicht beschreiben lässt.”
J: “Und weißt Du auch, wie lange Du fort warst?”

A: “Mir ist, als sei ich gestern erst hinabgestiegen. Aber auf Deinem Tisch stehen keine Rettiche mehr. Es muss also länger her sein.”
J: “Es sind beinahe 4 Wochen.”
A: “Vier Wochen! Das kann doch nicht sein. Es kommt mir vor, als sei ich die ganze Zeit gelaufen.”
J: “Aber es hat Dich, wie ich feststelle, nicht ermüdet.”

A: “Im großen Innenhof habe ich mich ein paar Minuten hingesetzt. Oder zumindest: es schienen mir nur ein paar Minuten zu sein. Vielleicht waren es aber auch Tage.”
J: “Wo war das?”
A: “Im großen Innenhof, im zweiten. Unter den Säulen. Erinnerst Du Dich nicht?”
J: “Die Erinnerung schwindet. An Säle erinnere ich mich. Auch an Säulen, aber nicht an Höfe.”
A: “Aber ich habe es nicht lange ausgehalten. Es war zu still.”

J: “Die Stille erschien mir eben das Wunderbare.”
A: “Wunderbar, aber unheimlich. Beim Gehen habe ich wenigstens meine Schritte gehört.”
J: “Ja, man fühlt sich einsam dort unten. Aber das ist auch wieder das Großartige daran.”
A: “Vielleicht sollten wir noch enimal zusammen hinuntergehen!”
J: “Du willst wieder hinunter?”

A: “Du nicht?”
J: “Doch - doch, ich hatte die Absicht, einmal wieder hinunterzugehen.”
A: “Ich komme mit. Wann wollen wir gehen?”
J: “Wann Du willst. Aber - würdest Du denn den zweiten Eingang finden?”
A: “Den zweiten Eingang? Woher weißt Du, dass ich…? Wir können doch durch die Höhle im Rettichbeet gehen, - oder nicht?!”
J: “Das können wir nicht.”

A: “Du meinst, Du hast…?!”
J: “Ich habe sie zugeschüttet.”
A: “Also doch! Ich habe also recht gehabt. Ich wusste, dass Deine Versperchen nicht viel wert sind!
J: “Ich habe sie länger als drei Wochen offen gehalten.”
A: “Das glaube ich Dir nicht.”
J: “Du kannst Lattmann fragen.”

A: “Du nennst Deine Zeugen zu schnell, mein Lieber! Hat er das Loch drei Wochen offen gesehen?”
J: “Ich weiß nicht, ob er es gesehen hat. Vor drei Tagen habe ich ihm gesagt, er solle es zuschütten, wenn er mit den Obstbäumen fertig sei. Gestern Abend hatte er es noch nicht zugeschüttet. Da habe ich es selber getan.”
A: “Warum?”
J: “Ich wollte Spinat säen.”
A: “Du wolltest Spinat säen!”
J: “Nach beinahe vier Wochen durfte ich gewiss sein, dass Du nicht zurückkehren würdest, zumindest nicht durch dieses Loch. Und ich habe recht gehabt.”

A: “Natürlich hast Du recht gehabt. Ich hätte ja auch gar nicht durch dieses Loch hinaufkommen können, da es zugeschüttet war.”
J: “Du hast es ja gar nicht versucht.”
A: “Woher weißt Du das?”
J: “Wenn man durch alle Räume des Palasts gegangen ist, ist man am zweiten Eingang. Hättest Du diesen Ausgang versucht, so wärest Du noch lange nicht zurück. Im übrigen bezweifle ich, ob Du überhaupt im Palast warst.”
A: “Wollen wir Erinnerungen austauschen?”
J: “Würdest du den zweiten Eingang finden?”

A: “Ich werde es versuchen. Auch als ich heraustrat, war es dunkel.”
J: “Morgen werden wir es zusammen versuchen.”
A: “Jetzt glaubst Du mir nicht, dass ich im Palast war.”
J: “Ich habe nicht gesagt, dass ich es nicht glaube, sondern dass ich es bezweifle. Aber ich stelle fest dass Du inzwischen mir glaubst, dass ich im Palast war.”
A: “Ob Du wirklich unten warst, weiß ich nicht. Aber ich habe mich überzeugt, dass es ihn gibt.”

J: “Hätte ich Dir nicht davon erzählt, so hättest Du Dich nie überzeugt.
A: “”Sieh da!” sagte der Blinde zum Sehenden, “ein Löwe!” Und der Sehende sah tatsächlich einen Löwen. “Woher weißt Du, dass dort ein Löwe ist?” fragte der Sehende den Blinden. “Ich habe ihn mir erträumt” sagte der Blinde. - Vielleicht hast Du geträumt, und ich habe gesehen.”
usw usw usw (Hildesheimer, “Unter der Erde”)
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Manfred 5 / Klammer
24.5.2008 von Heiner.Eberle.
“Ach Adelheit!” Manfred war mal wieder nach Jammern zumute.

“Was hast Du denn schon wieder?” Adelheit wusste nicht so recht, ob sie ihn bedauern oder sich über ihn ärgern sollte.

“Ich muss mein Leben ändern!” sagte Manfred etwas unsicher.

“Es geht so nicht weiter. Ich brauche Luftveränderung, Ortsveränderung, andere Menschen um mich rum, irgendwas. Ich bin ziemlich am Ende.”
Adelheit fühlte sich seltsam bedrängt und irgendwie war ihr die Situation peinlich. “Und was willst Du dann von mir?”
“Willst du in Urlaub fahren und brauchst eine Begleitung? Was soll denn Hans dabei denken! Das geht doch gar nicht!”

“Nein, das meine ich nicht, liebe Adelheit. Ich werde meinen Beruf in der Fabrik an den Nagel hängen und auf Wanderschaft gehen. Auf Reisen. Weißt du, ich habe mir etwas zusammengespart, das müsste ein paar Monate reichen. Und dann werde ich sehen, was mir so begegnen wird. Ich will alles hinter mir und alles auf mich zukommen lassen.”

Adelheit war erschrocken und etwas geknickt. Sie hatte das noch nicht richtig verstanden. “Und mich lässt Du dann ganz alleine mit meinem Mann zurück?”

“Ja. Nein. Also nein, ich meine: Komm doch mit?! Wir könnten doch ganz prima zusammen…”

Doch da ahnte Manfred, dass er es bereits vermasselt hatte. Aber was eigentlich? Was war denn jetzt schief gegangen? Hatte er wirklich Adelheit mitnehmen wollen? Hatte sie das erwartet? War sie ihm jetzt sauer? Warum denn?
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Manfred 4 / mit Kurven
18.5.2008 von Heiner.Eberle.
Manfred war ganz schwindelig.

“Was ist denn mit Dir los?” fragte Adelheit Tybbke.
“Ach lass mich!” stöhnte Manfred. “Mir ist ganz übel.”

“Die ganze Welt ist mir derzeit ein Rätsel.”

Alles ist irgendwie krumm, schräg, verzogen, nirgends gibt es Halt.

Die Maßstäbe haben sich alle verschoben, den Boden, scheint mir, verliere ich unter den Füßen.”

“Ach komm, Manfred. Du hast wohl ein paar Biere zuviel getrunken gestern, oder?” Adelheit war einfach praktisch veranlagt. Weniger philosophisch-therapeutisch.

“Schau mal da auf den Horizont und denk Dir ein schönes Weizenfeld. Siehst Du? Schon wird alles wieder gerade und eben.”
Und tatsächlich. Der Boden bekam wieder einen Halt, eine Struktur und eine feste Zuverlässigkeit.

Manfred konnte wieder das Oben vom Unten unterscheiden. “Danke!” rief er Adelheit zu, doch sie war schon wieder weitergegangen.

“Manchmal sind Männer einfach wie kleine, verlorene Kinder”, dachte sie.
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Maloja 7 - Donnerstag
6.3.2008 von Heiner.Eberle.
Weil das Wetter immer noch gut war und kein Regen in Sicht, geht es heute mal auf das Muottas Muragl, da war ich wohl vor 10 Jahren das letzte mal…

Das Restaurant dort oben, die Bergbahnstation, ist eines der schönsten, an einem der schönsten Aussichtspunkte, die ich bisher gesehen habe. Der Blick geht über das gesamte Oberengadin:
Rechts unten ist St. Moritz, dahinter die ganze Seenlandschaft bis zum Talende. Dort - vor dem Abbruch des Tals - liegt Maloja.

Etwas weiter nach links guckt man in das Tal Richtung Pontresina, und rechts davon auf die Gletscher vom Monte Rosa und Pitz Palü, wenn ich da richtig informiert bin.

Und weil die Schweizer ja immer gerne etwas Besonderes mit ihren Bergen machen, haben sie auf diesem Berg dieses mal den Touristen viel zum Nachdenken gegeben.

Manche der Haltestellen und Denkmäler haben eine Erläuterung (und haben zumeist etwas mit der Geschichte des Engadins zu tun), andere Skulpturen stehen nur herum und sehen lustig aus.

Skifahrer gibt es hier oben heute keine, wahrscheinlich liegt nicht ausreichend Schnee. Aber das ist ja mal ganz erholsam.

Und der Blick in das Val Rosegg oder Monte Rosa (wenn ich richtig informiert bin) ist phantastisch.

Hier oben haben sie einen risigen Rundwanderweg eingerichtet, der den Tourist alle paar hundert Meter mit einem Zitat eines Denkers oder Philosophen konfrontiert. Das habe ich in St. Ulrich letzten Herbst auch gesehen, scheint mittlerweile eine gängige Mode zu werden: Der “Philosophenweg”.


Die Sonne machte mir schon nach dem halben Weg richig zu schaffen.

Das war erstmal der erste Teil vom Donnerstag.
Der zweite folgt bald.
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Frank Doll - Die Verhöre 4
23.2.2008 von Heiner.Eberle.
“Ah, da komme ich ja genau richtig!”

Kommissar Doll unterbrach die Unterhaltung zwischen Lully und Undine Gehscha aprupt, bevor sie zu intim werden konnten.

“Erzählen Sie doch mal, warum glauben Sie, hat man Edith Hübsch ermordet und wer, glauben Sie, könnte es getan haben?”

“Sabse!” war alles, was Undine sagen konnte.
“Sabse! die war hinter ihrem Geld her!”
“Hinter dem Lotteriegewinn? Wusste denn da jeder davon?”
“Einige schon. Edith konnte ja nichts für sich behalten, wissen Sie?”

“Und wenn es Sabse nicht war, dann ihr armer, schlimmer Mann, der Schabulsky. Der braucht ja wohl auch Geld, wie soll der denn überleben im Untergrund!?” grummelte Adelheit dazwischen, die wie zufällig ebenfalls vorbeigekommen war (ohne dass ihr der Akt, Lullys Gemälde, auf dem sie standen, weiter aufgefallen wäre…)
“Das könnte gar nicht so abwegig sein!” meinte Doll geheimnistuerisch.
“Wann haben Sie ihn denn zum letzten mal gesehen?”

“Ogott! Das muss Monate her sein. Er wollte doch auswandern, und das klappte nicht und dann war er plötzlich verschwunden!”

“Sie sollten vorsichtiger sein mit Ihren Verdächtigungen, liebe Frau Tybbke”, meinte Lully. “Sie bringen die Menschen da ja in eine ganz schreckliche Situation!”
“Aber ich muss der Polizei doch helfen, den Mörder zu finden, oder etwa nicht?” fing sie an, sich zu empören, kam aber nicht sehr weit.

“Ich möchte noch etwas sagen…” zögerte Undine Gehscha.
“Ja bitte?”
“Ich weiß, wer den Surf-Ahorn entwendet hat.”
“So? Dann mal los!”
Der Surf-Ahorn war ja, wie wir wissen, von Frau von Tümmler am Tatort liegengelassen worden und die Wahrscheinlichkeit war groß, dass der Täter- denn wer sonst hätte es sein sollen, ohne dass er den Mord bei der Polizei gemeldet hätte - ihn von dort mitgenommen hat.
“Gottlob Friedrich, der Straßenkehrer!”
“So?”
Doll war nicht sonderlich begeistert.

“Na gut, den haben wir sowieso auf unserer Liste. Was ist mit Marquardt (5)?”

“Den kenne ich gar nicht,” sagte Lully.
“Ich auch nicht,” sagte Gehscha.
“Na dann!” verabschiedete sich Doll. “Bis demnächst. Halten Sie sich bitte in den nächsten Tagen zur Verfügung, vielleicht brauche ich Ihre Aussage noch einmal.”

Und so blieben sie betroffen und etwas ratlos zurück und fanden auch nur sehr schwer wieder in ihre vorherige Unterhaltung hinein.
(Demnächst hat Doll den Mörder.)
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Frank Doll - Die Verhöre 2
16.2.2008 von Heiner.Eberle.
Der nächste auf Dolls Liste war Hilmar Stampf, der leider auch nicht viel weiterhelfen konnte.
Er gab aber 2 wertvolle Hinweise: Er hatte herausgefunden, dass eine gewisse Frau von Tümmler (Grolle blätterte aufgeregt in seinem Notizbuch) schon vor dem Fund der Leiche offensichtlich etwas von Ediths Ableben gewusst hatte. Und zweitens, dass sie ihren “Surf-Ahorn” (”Ihren was?”) seit einigen Tagen vermisste.

“Das ist ja interesssant!” registrierte Frank Doll diese Auskunft und spann schon mal weiter. “Und warum wollte Herr Marquardt (5), ihr Begleiter, nicht, dass wir das erfahren sollen? Was hat der zu verbergen?”

“Tja, das müssen Sie ihn dann wohl selber fragen”, meinte Herr Stampf und damit ließen sie diese Unterhaltung auch bewenden.

Und wendeten sich endlich einer ungeduldig wartenden Adelheit Tybbke zu, die ihnen alles haarklein erzählen konnte: Über das Verhältnis zwischen Undine und Pater Lully, Sabse Schabulskys Missfallen der Liebesgeschichte und dem Aufdecken der falsch verstandenenen Frauengeschichten des Paters.
Adelheit unterließ es aber auch nie, auf die Boshaftigkeit und Niedertracht Sabses hinzuweisen, auch wenn das konkret mit dem Mord nichts zu tun hatte, wie Frank Doll sie immer wieder genervt zurecht wies.

Lustigerweise hatte sie, genau wie Hans, für die Tatzeit kein neutrales Alibi. Sie hatten sich nur gegenseitig bestätigen können, an dem Tag zuhause gewesen zu sein.
“Sabse sucht ja auch noch ihren Mann, der vor einiger Zeit verschollen ist, wohl auf dem Weg nach Kanada…”, erinnerte Hans die Herren vom Dezernat 2.

Und Marco Grolle, der das sehr interessant fand, ließ sich die ganze Geschichte von Herrn Schabulskys Verschwinden noch einmal in aller Ausführlichkeit erzählen. Er hatte so ein Gefühl als ob darin der Schlüssel der Geschichte verborgen liegen würde. Da musste er unbedingt weiterbohren.

Währenddessen forschte Doll noch einmal die komplizierten Verwandschaftsbeziehungen aus. Der Schwager von Hans, der mit der Darmgrippe (”nein, der ist nicht immer bettlägerig, nur zur Zeit”), war ein Neffe von Herrn Schabulsky, aber nie wirklich arg eng mit ihm zusammengewesen. Trotzdem: Irgendwie waren die Tybbkes also mit Sabse verwandt.

“Und die anderen Marquardts müssen Sie natürlich auch befragen!” empfahl Hans. “Die tun ja eigentlich immer alles gemeinsam. Und Frau von Tümmler war ja eigentlich immer mit Herrn Marquardt (3) und nicht mit (5) zusammen. Ob es mit dem anderen Ärger gegeben hatte?

“Ich begreife gar nichts mehr!” stöhnte Doll nach diesen Unterhaltungen. “Wie bekommen wir jemals Klarheit in dieses Durcheinander?! Ich befürchte fast, wir haben mittlerweile schon zuviel Zeit verloren.”
(Fortsetzung folgt ebenfalls bald.)
Geschrieben in Inspektor Doll, Adelheit Tybbke, Hilmar Stampf, Hans, Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »
Edith / Ende 4
10.2.2008 von Heiner.Eberle.

„Waren Sie in den letzten Tagen schon mal hier? Haben Sie da etwas Verdächtiges oder Ungewöhnliches entdeckt?“ fragte ganz direkt Inspektor Doll.
„Ja, ich…!“ „Nein! Nein!“ Herr Marquardt (5) schnitt Frau von Tümmler, die gerade alles beichten wollte, was sie gesehen hatte, lautstark das Wort ab. „Nichts haben wir gesehen. Null. Niente. Wir kamen nur zufällig gerade hier vorbei und wollten…“
„Wollten was?“ „Nur so mal ins Nachbardorf rüber laufen. Bisschen frische Luft schnappen, Sie wissen schon!“ „Ja, ist klar. Das brauchen wir doch alle mal. So ein bisschen Entspannung. Und dass hier ein Mord geschehen ist, davon wissen Sie nichts, hä?“ Marco, kannst Du bitte die Personalien aufnehmen? Und dann lass uns gehen, ich habe die Schnauze voll.“

„Was hältst du von den beiden?“ fragte er seinen jungen Kollegen. „Nichts!“ antwortete der. „Die haben auch was zu verbergen. Auch Dreck am Stecken.“ „Das denke ich auch, Marco. Das glaube ich auch. Lass uns ins Büro fahrten. Wir müssen dem Chef und dem Staatsanwalt Bericht erstatten.“

Und so machten sie sich auch auf in die Stadt ins zweite Dezernat, um der Bürokratie Genüge zu tun.

Herr Marquardt (5) und Frau von Tümmler waren alleine zurück geblieben. „Wie kannst Du nur!“ war Herr Marquardt (5) wütend. „Was denn?“ „Du willst doch nicht etwas in so einen Fall verwickelt werden? Was, wenn es Mord ist?“ „Also glaubst du mir jetzt endlich?“ Frau von Tümmler triumphierte ein bisschen.

„Ja, ich glaube dir. Der Doll und der Grolle, die ahnen sicherlich schon was. Wir müssen jetzt ganz genau aufpassen, was wir sagen. Kannst du Dir ein Alibi beschaffen für den Tag, an dem Du die Leiche gefunden hast und für die Tage davor auch?“

„Ja, Schatz, das kann ich. Sei unbesorgt!“ und damit gab sie ihm einen unbeschwerten Schmatz auf die Backe. „Was ist denn jetzt in sie gefahren,“ dachte Herr Marquardt verdutzt…
„Und das mit dem Ahorn, das vergessen wir auch ganz schnell, gell?“ „Ahorn?“ „Ja, das Ding, das ich am Strand dabei hatte. Das hab ich hier liegenlassen als ich die Leiche fand. (Ich wollte das Ahorn doch zum Ahornschleifer ins Nachbardorf bringen.) Und jetzt ist es ja weg. So blöd. Aber ich habe ja auch nichts dafür bezahlt. Ist also nicht weiter schlimm. Soll jemand anderer damit glücklich werden. Komm, lass uns gehen.“

Herr Marquardt (5) war völlig verwirrt. Das Ahornsurfbrett war jetzt nicht mehr da, obwohl Frau von Tümler es hier deponiert / vergessen hatte, als sie die Leiche fand. Das heißt, dass entweder die Polizei das Ding konfisziert hatte oder – Horror – der Mörder noch einmal an den Tatort zurückgekommen war und sich das Ding einfach unter denn Nagel gerissen hatte. Beides waren sehr unangenehme Vorstellungen.
(Fortsetzung folgt baldigst. Versprochen.)
Geschrieben in Hilmar Stampf, Adelheit Tybbke, Inspektor Doll, Edith Hübsch, Frau von Tümmler, Hans, Marquardts, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »