Gelesen

Julien Green „Tagebücher“.

Was soll man dazu sagen, 900 Seiten. Da ist man schon begeistert, dass man das geschafft hat…

Ich werde nie das Gefühl los, dass das wichtigste an solchen Tagebüchern die Dinge sind, die darin nicht beschrieben werden. Das ist doch so ein kalkuliertes Zulassen des Blickes durch das Schlüsselloch, das nur die eigene Eitelkeit befriedigt (die des Autors), indem er zeigen kann, was er enthüllen möchte und das tatsächlich Wichtige umso besser verstecken kann. Da macht er sich so richtig interessant, ohne Gefahr zu laufen, als „verschlossen“ oder „hermetisch“ zu gelten.

Aber lesenswert sind die Tagebücher trotz allem. Vor allem die Reaktionen der Künstler auf den drohenden Krieg, auf die Konsequenz für Frankreich, etc.

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