Ani – Wer tötet, handelt

Das war dann auch fällig: Friedrich Ani „Wer tötet, handelt“. Kriminalroman. München (dtv) 2008. 170 Seiten. € 7,95.

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Der Seher mal wieder: Eine Geiselnahme. Und er lässt sich gegen die Geisel eintauschen. Bringt damit wieder alle auf die Palme (auch den Leser), setzt seine Familie (und den Verstand seiner Frau) aufs Spiel und nervt.

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„Der blinde Jonas Vogel ist gerade auf dem Nachtspaziergang mit seinem Hund, als ihn die Hilferufe eines am Straßenrand liegenden Verletzten hochschrecken lassen. Ein Einbrecher hat dessen Freundin in ihrer Parterrewohnung als Geisel genommen.
Schon als er zum ersten Mal den Namen der jungen Frau hört, ahnt der ehemalige Kommissar, dass er seinem Sohn Max, der als sein Nachfolger den Großeinsatz der Polizei leitet, trotz seiner Behinderung von Nutzen sein kann. Jonas kennt Silvia Klages gut: Ihre Eltern wurden bei einem Überfall vor ihren Augen getötet, und sie gibt sich seither die Schuld an ihrem Tod. Da Vogel weiß, dass schwer depressive Menschen zu jeder Reaktion fähig sind, beschließt er, sich selbst im Tausch als Geisel anzubieten. Wie die Neugierigen hinter den Absperrgittern erstarrt Max entsetzt, als sein Vater nach dem Kopf des Hundes tastet und auf die Haustür aus gelbem Milchglas zugeht …“

Aber letztlich wird daraus ein menschliches Kammerspiel, das tiefe Einblicke in gestörte Personen und Familien lässt.

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Bitte lesen. Es geht also auch in Lokalkrimis ohne Weltverschwörung und Waffenschieberei und sowas. Ist gar nicht nötig.

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