Heinerblog

20.6.2010

Seligenstadt 5

Abgelegt unter: Reisen, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:36

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Das waren die Digitalbilder aus Seligenstadt.

19.6.2010

Houellebecq - Kampfzone

Abgelegt unter: Bücher, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:30

Das musste jetzt auch mal sein: Michel Houellebecq “Ausweitung der Kampfzone” Roman Rowohlt TB 1994 / 2001. 172 Seiten, € 7,50.

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amazon: “In Ausweitung der Kampfzone erzählt Michel Houellebecq von einer Welt, in der jegliches menschliches Verhalten den Marktgesetzen unterworfen ist, und von denjenigen, die nicht über genügend Tauschmittel (gutes Aussehen, Erfolg, Geld) verfügen, um an diesem Leben teilzunehmen.

Die äußere Handlung des Romans ist schnell erzählt. Ein kleiner Angestellter eines Software-Unternehmens wird im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums - zusammen mit einem Kollegen namens Tisserand - auf eine Dienstreise geschickt, um Software-Schulungen durchzuführen. In einer Reihe episodenhafter Geschehnisse wird die Hoffnungslosigkeit und Verlorenheit des Protagonisten in der Welt deutlich.

Wie Camus’ Held Meursault in „Der Fremde” ist auch die Hauptperson in Houellebecqs Roman ein Franzose, der bar aller Bindung und ohne Liebe gleichgültig dahinlebt. Auch der Ton der beiden Werke gleicht sich. Dem „Heute ist Mama gestorben. Vielleicht auch gestern, ich weiß nicht.” setzt Houellebecq ein: “Von Zeit zur Zeit bleibe ich am Straßenrand stehen, rauche eine Zigarette, weine ein bißchen und fahre weiter.” entgegen. Es gibt weitere Parallelen zum Werk Camus’, und auch eine gewisse Nähe zu Sartres „Der Ekel” lässt sich nicht leugnen, aber dennoch setzt „Ausweitung der Kampfzone” nicht die Reihe französischer existenzialistischer Nachkriegsromane fort, denn anders als Antoine Roquentin in Sartres „Der Ekel” versucht Houellebecqs Protagonist nicht, seinem Ekel in und vor der Welt auf den Grund zu gehen, sondern nimmt ihn mit fatalistischer Gelassenheit als unabänderlich hin. Houellebecqs Helden erleben nie die von Ernst Bloch beschriebenen „Melancholie des Erreichten”, weil sie sich in einem Stadium fortwährender Melancholie des Unerreichbaren befinden.

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Das Traurige an Houellebecqs Geschichten ist deshalb nicht, dass es einer Minderheit, die sich durch Beruf, Konsum und sexuelle Erfolge definiert, gelingt, die Mehrheit als Lebensverlierer abzustempeln, sondern dass Houellebecqs Helden auch noch mit Neid auf eben jenes wohlhabende Erlebnisproletariat schauen, das meint alles zu haben, nur weil es sich jederzeit überflüssige Konsumgüter leisten und Sex haben kann.

In Houellebecqs Helden stürmt und drängt nichts, ihnen fehlt jeglicher Idealismus, die Welt nach ihren Vorstellungen zu formen. Wenn Rüdiger Safranski recht damit hat, dass Idealismus ist, wenn man mit der Kraft der Begeisterung länger lebt, als es der Körper erlaubt, dann sind Houellebeqcs Helden bereits tot, ohne es zu wissen. Mit Houellebecq ist also kein Weltverbesserer am Werk, sondern ein pessimistischer Realist, der sich fragt, warum wir bloß nie, nie geliebt werden. “Pourquoi ne pouvons-nous jamais, jamais, être aimés?” (aus Houellebecq, Suche nach Glück, S. 62, 63).”

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Dem füge ich mal nichts hinzu. Das stimmt so alles.

18.6.2010

Seligenstadt 4

Abgelegt unter: Reisen, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:34

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17.6.2010

Steinheim Ausflug 2

Abgelegt unter: Reisen, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:55

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16.6.2010

Seligenstadt 3

Abgelegt unter: Reisen, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:33

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15.6.2010

Maugham - Books and You

Abgelegt unter: Bücher, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:23

Ein kleines Geschenk, ein kleines Buch: W. Somerset Maugham “Books and You  -  eine kleine persönliche Geschichte der Weltliteratur”. Zürich, Diogenes, 2006, 166 Seiten, € 7,90

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Ein Geschenk von Meichsner und Dennerlein.

Gibt ein paar schöne Anregungen, Einsichten, teils geschmäcklerisch, teils zeugend von tiefem Verständnis (ich habe vor allem die Bemerkungen zur russischen Literatur genossen).

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Man muss das nicht lesen, es schadet aber auch nicht.

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Also: entscheidet selbst.

14.6.2010

Seligenstadt 2

Abgelegt unter: Reisen, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:31

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13.6.2010

Steinheim Ausflug 1

Abgelegt unter: Reisen, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:52

Ein Tipp aus der FAZ vom Donnerstag: Wohin am Wochenende?

Und es war ein voller Erfolg:

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Fortsetzung folgt.

12.6.2010

Seligenstadt 1

Abgelegt unter: Reisen — Heiner.Eberle @ 20:29

Noch so ein schönes Fachwerkdorf:

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Fortsetzung folgt.

11.6.2010

Roes - Berdache

Abgelegt unter: Bücher, Allgemein — Heiner.Eberle @ 20:16

Ein schwergewichtiger Krimi: Michael Roes “Der Coup der Berdache”. Roman. Berlin Verlag, 492 Seiten, unterschiedliche Preise.

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Es sind ineinander verschachtelte Erzählperspektiven. Die Zeiten sind verschoben, die Erzähler wechseln, und weil es im Tarnsvestitenmiliö spielt, sind auch die Geschlechter vertauscht.

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Letztlich ist es ein brutaler Mord mit Skalpierung, also irgendwas indianisches.

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Sehr gut. Sehr düster, sehr geheimnisvoll.

amazon: “Ein bißchen erinnert der Titel ja an einen Krimi vom Kiosk-Drehständer. Die Berdache, das werden schon so ein paar Gauner sein! Doch bis man endlich erfährt, was dieses Wort bedeutet, steckt man mitten in der verwirrenden Rekonstruktion eines Kriminalfalles. Das Opfer ist ein FBI-Agent, der in einem Transvestiten-Nachtclub skalpiert wird. Er kommt mit dem Leben davon, aber bei der Täterbeschreibung hat er ein Problem: War es eine Frau oder ein Mann, die/der ihm die Haut vom Kopf gezogen hat? Thor Voelcker, ein schwarzer Polizist, wird mit den Ermittlungen beauftragt. Seine Quellen sind eine transsexuelle Ethnologin vom Stamm der Sequoyah, die ihm die Ritualkultur der Indianer näherbringt, und eine Drag Queen mit Latino-Herkunft. Schon hat man die bizarre Dreieckskonstellation, die diesen Roman strukturiert, ein dreieckiges Verwirrspiel Mann/Frau zwischen den Informanten und einem Detektiv, der sich bei seinen Undercover-Recherchen als Journalist ausgibt”

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Nix wie ran.

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