Conrad – Erzählungen

Da der Haffmans Verlag ja viel zu früh ausgestiegen ist / in Konkurs ging, muss man sich jetzt mühsam aus den verfügbaren Titeln die Erzählungen von Joseph Conrad zusammensuchen und so ist es auch hier: Joseph Conrad „Erzählungen: Das Ende vom Lied, Der geheimnisvolle Teilhaber, Die Schattenlinie“. Hamburg, Edition Maritim (?), 408 Seiten, 2006, € 5,99 oder so.

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Auch in seinen meisterlichen Erzählungen zeigt Joseph Conrad in faszinierenden Bildern, wie groß die Anstrengung der Bewährung und wie unverzichtbar es ist, sie auf sich zu nehmen. Bei ihm definiert sich Heldentum als beharrliche, sachliche Pflichterfüllung im Angesicht der unergründlichen Grausamkeit des Meeres und seiner Naturgewalt, wo Disziplin zur Bedingung für das Überleben wird.

Dies gilt für die Protagonisten dieser drei Erzählungen – allesamt Kapitäne -, die jungen wie die alten, deren Entscheidungen Tod oder Leben bedeuten, einen ehrenhaften Anfang oder die Flucht ins Namenlose – ein unrühmliches Ende.

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Alles ist voll geheimnisvoller Doppelbedeutung. Das nimmt einen immer mit. Da kommt Conrad auch fast keiner gleich. Die Erzählungen sind einzigartig.

Da kommt ein junger Kapitän voll Tatendrang in eine Flaute, bevor er (und ein geheimnisvoller „blinder“ Passagier“) die Schattenlinie durchschwimmt.

Und vieles mehr, von dem man erstmal denkt: Das gibt eigentlich keine Erzählung her, das ist irgendwie abstrus.

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Aber es ist voll Dramatik und Spannung.

Ein Sog.

Geradezu.

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