Kirkegaard – geheime Papiere

Kann ich fast nichts dazu sagen: Sören Kirkegaard „Geheime Papiere“ Aus dem Dänischen übersetzt und kommentiert von Tim Hagemann. Mit einem Essay von Klaus Harpprecht. Frankfurt, Eichborn, die Andere Bibliothek 2004. 300 Seiten. Auf 7000 limitierte Auflage. Ab 22,50 € bei Amazon zu haben.

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Søren Kierkegaard wurde 1813 in Kopenhagen geboren und lebte nach dem Studium der Theologie und Philosophie vom väterlichen Erbe. Mit seinen berühmten Werken gilt er als der Begründer der Existenz-Philosophie. 1855 starb er mutmaßlich an den Spätfolgen einer syphilitischen Erkrankung.Klaus Harpprecht, geboren 1927, hat als Journalist unter anderem für RIAS, SFB und ZDF gearbeitet. Von 1966 bis 1969 war er Leiter des S. Fischer Verlags und von 1972 bis 1974 Chef der Schreibstube und Berater von Willy Brandt. Klaus Harpprecht lebt als freier Schriftsteller in Frankreich. 2009 wurde er mit dem „Lessing-Preis“ ausgezeichnet.

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Kurzbeschreibung bei Amazon:

»Man befürchtet im Augenblick nichts mehr als den totalen Bankerott, dem Europa entgegengeht, und vergißt darüber die weit gefährlichere Zahlungsunfähigkeit in geistiger Hinsicht, die vor der Tür steht.« Das schreibt Kierkegaard 1836 in seinem Tagebuch, und er beginnt, gegen diesen Konkurs anzuschreiben. Er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Nirgends hat der Philosoph sich radikaler geäußert als in diesen Notizen, die nie zur Veröffentlichung bestimmt waren. Es sind seine Überlegungen zur Gesellschafts- und Kulturkritik, die hier in einer durchgängig kommentierten Auswahl vorgelegt werden. Daß er sich im Vormärz als Reaktionär zeigt, nimmt seiner Diagnose nichts von ihrer Tiefenschärfe – im Gegenteil. Hellsichtig analysiert er das anbrechende Medienzeitalter, liefert eine schneidende Kritik des Journalismus, und nimmt, ganz im Widerstreit zu den landläufigen Positionen der Konservativen, das Bildungsbürgertum und die Unredlichkeit des akademischen Milieus aufs Korn. Hagemanns Kommentar ist wissenschaftlich fundiert, doch versteht er sich eher als Begleittext, der das Tagebuch in den Kontext des Gesamtwerks stellt und dabei en passant ein Panorama von Kierkegaards Kopenhagen

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Für mich waren die Attacken auf die „Tagespresse“ ziemlich unverständlich und irrelevant. Und ein teilweise miserables Deutsch macht den Text nun auch nicht gerade verständlicher.

„Der höchste Triumph für alle Verirrungen ist es, ein unpersönliches Mitteilungsmittel (?) und dann Anonymität zu bekommen (?)… “ Seite 89

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Ein schönes Buch, aber ohne weitere Erhellung.

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