Böckelmann – Gelb Schwarz Weiß

Ich habe gelesen, endlich fertig gelesen: Frank Böckelmann „Die Gelben, die Schwarzen und die Weißen“. Eichborn, die Andere Bibliothek 1998, 465 Seiten. Antiquarisch.

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Sehr zu empfehlen. Ich habe selten ein so offenes und erhellendes Buch gelesen.

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Mit Bildern.

Amazon schreibt:

Untersuchungen zu den Themen Rassismus und Vorurteile gibt es zuhauf. Ebenso ethnologische Studien, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Deutsche (oder Europäer) Menschen von anderen Kontinenten sehen. Böckelmanns Buch geht nun den umgekehrten Weg: Er hat Interviews mit Nicht-Europäern geführt, um herauszufinden, wie sie Europa wahrnehmen. Doch zunächst widmet er sich der Frage, was „fremd“ heute überhaupt heißt. Im globalen Dorf – so seine These – gibt es das eigentlich nicht mehr, die Medien präsentieren immer nur Menschen wie dich und mich. Und übersehen dabei, das es sehr wohl Unterschiede gibt, welche das Zusammenleben oder auch nur die Kommunikation prägen.

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Diese Wahrnehmungsmuster erforscht Böckelmann dann in Studien über Japaner, Chinesen und Afrikaner. Dabei beschränkt er sich nicht auf die Darstellung und Auswertung seiner Interviews, sondern stellt auch den historischen Hintergrund dar: Wie sich die Beziehungen über die Jahrhunderte entwickelt haben und welche prägenden Einflüsse dies heute für den Umgang miteinander und das Verständnis voneinander hat. Böckelmanns Blickwinkel ist definitiv neu und erfrischend und kann sicherlich neue Erkenntnisse und Zugänge jenseits der ausgetretenen Debattenpfade liefern. Und ihm gelingt es auch, seine Thesen und sein Material gut gegliedert, unterhaltsam und lesbar zu präsentieren. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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Schade, dass es das nicht mehr regulär gibt. Oder als TB oder so…

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