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Archive für 10.7.2009
Shaw - Teufelsschüler
10.7.2009 von Heiner.Eberle.
Das ist das letzte von George Bernhard Shaw, das ich im Regal hatte und jetzt gelesen habe: “Der Teufelsschüler / Man kann nie wissen”. Ein Melodram, deutsch von Hans Günter Michelsen (ohne “th). Begleittext deutsch von Ursula Michels-Wentz. Und eine Komödie in vier Akten, deutsch von Harald Müller. Frankfurt (Suhrkamp TB) 1990. 253 Seiten, bei Amazon ab € 74 erhältlich.

Der Teufelsschüler spielt in den amerikanischen Befreiungskriegen 1777. Damit begann Shaws “beispielloser Siegeszug an den deutschsprachigen Bühnen”.

Ich zitiere mal eine Privatbesprechung von Amazon:
Das Stück, rechnet mit dem Sein und Schein der amerikanischen Gesellschaft um 1776. Der Teufelsschüler will gegen die Heuchelei der Puritaner kämpfen. Für ihn ist der Teufel eine Art Prometheus, eine positive Erscheinung in der Geschichte der Menschheit, zu Unrecht verdammt. Daher versteht sich der Teufelsschüler als Held, der sich für andere Menschen und für Gerechtigkeit und Freiheit des amerikanishen Volkes opfert. Für oberflächliche Gemüter ist er eine Schande der Gesellschaft. Wer ihn besser kennt, weiß ihn zu schätzen.
Das zweite Stück ist eines der drei “Erquicklichen Stücke”, die Shaw 1896 vollendete. Eine Frauenrechtlerin hatte vor 14 Jahren den Mann verlassen, damit sie ihre Kinder allein erziehen kann. Die Kinder sind nun erwachsen und wollen ihren Vater kennenlernen, mit der Erwartung, dass sie in der Gesellschaft akzeptiert werden. Es kommt zu einer unvermeindbaren Konfrontation mit dem altmodischen Vater.
Dieses Wiedersehen lässt auf beiden Seiten alte Wunden aufbrechen und zeigt den Kindern, dass neben der modernistischen Gedanken der Mutter auch die Emotionalität des Vaters seine guten Seiten hat. Zur Bestürzung aller Beteiligten verliebt sich die älteste Tochter, Gloria, in den charmanten, aber erfolglosen Zahnarzt Dr. Valentine.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, wurde das Stück 1899 uraufgeführt.
Viele der von Shaw gestellten Fragen nach Gleichberechtigung und Erziehung, sozialem Stand, Liebe und Trennung sind heute noch aktuell.

Na also, go for it.
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