Mercier – Nachtzug

Jetzt habe ich auch einmal ein Buch von ihm gelesen, nachdem mir das mehrfach ans Herz gelegt wurde: Pascal Mercier (bürgerlich Peter Bieri) „Nachtzug nach Lissanbon“ Bertelsmann (Random House) 695 Seiten, kleine Buchausgabe mit Lesebändchen. 2004 / 2008, € 10,00.

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Wahrscheinlich kennen viele den Plot: Lebensmüder Professor hat Erweckungserlebnis, schmeisst alles hin und fängt ein neues Leben an. Da gibt es ein Buch, das er immer wieder in Auszügen zitiert, Briefe, Bekanntschaften und Situationen, die ihn immer weiter in das Salazar Portugal hineinziehen.

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Man fragt sich, warum er die Texte aus dem Buch nur so in Schritten liest und nicht,  wie es ein Professor „Mundus“ systematisch tun würde. Er lässt sich durch die Schriftstücke treiben, wie wenn er sie schön über die 600 Seiten verteilen wollen würde.

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Und natürlich stecken sie voller Weltweisheiten. Die der Professor hier offensichtlich zum ersten Mal so liest. Die aber auch zusammengestückelt und komponiert sind. Da sollte er doch mal Bezüge herstellen und nicht so naiv bewundernd daneben stehen, das dürfen die Leser, aber doch nicht der Professor. Das ist schon eine Schwachstelle…

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Also: Man muss nicht.

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