Carl Grosse – Der Genius

Ein großes, dickes Werk: Carl Grosse „Der Genius“ Aus den Papieren des Marquis C* von G**. Frankfurt, Zweitausendeins 1982, ursprünglich erschienen bei Hendel in Halle 1791 – 1795. Im Rahmen der „Haidnischen Alterthümer“, 848 Seiten, vielleicht beim zvab noch verfügbar.

Stand jetzt 24 Jahre bei mir im Regal. Unglaublich.

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ETA Hoffmann soll daraus Inspiration für die „Elixire des Teufels“ gezogen haben.

Und es geht hier um Liebesheschichten, Beziehungsgeschichten, Schicksale, die sich kreuzen und auch um einen Geheimbund, der ganz aus dem Dunkeln heraus die Lebensläufe der Romanfiguren lenkt.

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Es tauchen dabei seltsamerweise immer wieder Personen auf, die in den vorangegangenen Kapiteln verschwunden, (scheinbar) gestorben oder sonstwie aus der Geschichte gefallen sind.

Unterschiedliche Frauen-Charaktere entpuppen sich als plötzlich wieder die gleiche Person, ohne dass sie zuvor erkannt wurden. Wechselnde, verschachtelte (?) Erzählperspektiven machen es dem Leser auch nicht einfach, der Geschichte zu folgen.

Es ist schon sehr verwirrend. Barock.

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Und was das ganze noch schwieriger macht: Die Leute haben alle nur abgekürzte Namen: Baron von A., Graf von B., usw. Das kann sich kein Mensch merken.

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Sehr anstrengend. Aber auch nicht wirklich wichtig. Selbst wenn es ausgewiesenermaßen eines von Arno Schmidts Lieblingsbüchern ist.

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