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Archive für 12.3.2009

Samuel Pepys - Tagebuch

Samuel Pepys “Das geheime Tagebuch”, übertragen von Jutta Schlösser, Frankfurt (Insel) 1982, Neuauflage 2008, 707 Seiten mit Anmerkungen,  15,– €.

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Ein Klassiker. Sollte man mal gelesen haben. Nicht nur, weil man viel über die Geschichte in England und überhaupt lernt, sondern weil es eine schöne Mischung aus großer Weltpolitik, Londoner Stadtgeschichten und privaten Freuden und Sorgen ist.

Amazon schreibt:

“Es ist das Werk eines Mannes, der eine stürmische Zeit der englischen Geschichte mit großer Intensität erlebt und mit brillanter Feder in seinem “Geheimtagebuch” neun Jahre lang festgehalten hat. Es gibt nichts, wofür sich dieser Bürger der Metropole London nicht interessiert hätte. Vor allem die Politik hatte es ihm angetan, er war aber auch ein Theaternarr und Musikliebhaber und hinterließ einen fast lückenlosen Kalender des zeitgenössischen Londoner Kulturlebens. In seiner Begeisterung für Literatur und Predigten vermittelt er ein farbiges Bild des geistigen Lebens seiner Epoche.”

Die Jahre 1660 - 1669 in London. Mit einer langen Zeit der Pest, der tausende von Londonern zum Opfer fielen. Mit einem großen Bericht über den Brand in London, der ein großartiges geschichtliches Dokument ist. Und mit einigen deftigen Stellen, in denen Pepys sich mit den Londoner Frauen herumtreibt, weil er mit seiner eigenen Gattin nicht mehr auskommt. Und sie natürlich auch nicht mehr mit ihm.

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Die politischen Anspielungen sind interessant, wenn man sich dafür interessiert. Man kann sie aber auch als kleinliche Geschichten des Tagesgeschäftes überfliegen. Man muss sich sicherlich nicht alle Namen merken.

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Also was red’ ich lang drum herum: Über 700 Seiten authentische Geschichte, gut gewürzt: Lesen!

Shakespear Stücke findet er teilweise völlig daneben. Wenn seine Frau einen neuen Hut haben möchte, hat er nie Geld dafür. Stattdessen listet er am Ende jedes Jahres auf, wieviel Vermögen er zusätzlich angehäuft hat.

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