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Archive für Februar 2009
Handtuch
28.2.2009 von Heiner.Eberle.
1.

2.

3.
4.

5.
Ende.
Keine Fortsetzung.
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Barbara Vine - Keine Nacht dir zu lang
27.2.2009 von Heiner.Eberle.
Ein etwas dröger Krimi:
Barbara Vine “Keine Nacht mit Dir zu lang”, Zürich (Diogenes) TB 1997. Nur noch gebraucht, z.B. bei amazon ab € 1,–. Deutsch von Renate Orth-Guttmann. 456 Seiten.

Eine schwule Beziehungsgeschichte, die zum Eklat führt, bei der der “Schüler” dann doch n0ch heterosexuell wird (gottseidank?).

Ich fand die Geschichte reichlich zäh. Nach einiger Zeit hatte ich den roten Faden auch verloren. (Das war schon der zweite Anlauf. Vor einiger Zeit hatte ich das Buch auch schon mal weggelegt und aufgegeben). Aber ich habe es diesmal bis zum Ende geschafft.

Also: Trotz Lobeshymnen: Vorsicht. Es gibt besseres.
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Südfriedhof 1
26.2.2009 von Heiner.Eberle.
Teil 1:
1.

2.

3.

4.

Fortsetzung folgt (nur ein mal).
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Frankfurt antik 1
25.2.2009 von Heiner.Eberle.
Aus einem Schaufenster an der Schönen Aussicht:
1.
2.

3.
4.

Fortsetzung folgt.
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Goetheturm 12
24.2.2009 von Heiner.Eberle.
Die 11. und letzte Fortsetzung.
45.

46.

47.

48.

Ende.
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Maccoby - Der Heilige Henker
23.2.2009 von Heiner.Eberle.
Das ist blöd:
Hyam Maccoby “Der Heilige Henker” - Die Menschenopfer und das Vermächtnis der Schuld. Stuttgart (Thorbecke) 1999. 320 Seiten, gebraucht bei amazon ab € 7,48.

Die NZZ (Wolfgang sofsky) hat auch schon gezweifelt:
“Wie der Traum bedient sich der Mythos gelegentlich der Zensur, wenn die gesittete Fassade gefährdet ist. Bluttaten werden zu Unglücksfällen umgedeutet, Schuldlasten kurzerhand dem Opfer aufgebürdet, um den wahren Übeltäter freizusprechen. Derartige Tarnmanöver finden sich auch in altvertrauten Legenden der Bibel. Hinter den Erzählungen von Kain und Abel, von Lamech, Hiob und Ham, von Jesus und Judas verbirgt sich, will man Hyam Maccoby Glauben schenken, in Wahrheit ein uralter, moralisch höchst anrüchiger Brauch: der Kultus des Menschenopfers.
Die Hauptfigur des sakralen Ritus ist der Henker. Im Namen und Auftrag der Gemeinschaft schlachtet er das Opfer, um die Gottheit gütig zu stimmen. Daraufhin überkommen die Menschen Gefühle von Schuld und Schande. Sie verbannen den Henker in die Wüste und erklären ihn für vogelfrei, obgleich es seine Tat war, die sie gerettet hatte. Eine seltsame Aura umgibt fortan den Verstossenen. Er wird verachtet und gefürchtet, denn er geniesst den Schutz der Gottheit, die das Opfer gefordert hatte. Wer den Henker tötet, dem wird fürchterliche Rache zuteil – sieben Leben für eines. So irrt er auf ewig durch die Welt, geschützt durch das göttliche Kainsmal, beladen mit dem Fluch der Menschen.
Phantastisch
Ob diese heilige Figur jemals existiert hat, vermag niemand zu sagen. Und ob sie die Ideenwelt der Israeliten, Griechen oder Germanen einstmals tatsächlich bevölkert hat, bleibt auch nach der Lektüre von Maccobys eigenwilliger Exegese ziemlich zweifelhaft. Eher hat es den Anschein, als gehöre der «heilige Henker» zu jenen dunklen Phantasmagorien der entlarvenden Vernunft, die zwischen den Textzeilen auch dann noch einen verdrängten Hintersinn wittert, wenn er längst entschwunden ist. Es verhält sich hier wie bei jeder Suche nach dem Unsichtbaren. Die einzige Spur, die sich aufspüren lässt, zieht sich durch die Phantasie des Interpreten.

Gewiss ist Maccoby, seines Zeichens Professor für Judaistik in Leeds, ein gründlicher Kenner der Schriften und ihres historischen Kontextes. Dennoch vermag seine Version der biblischen Genealogien und Sagen kaum zu überzeugen. Auch der unendliche Prozess der Exegese kennt Grenzen der Plausibilität. Kain, der Brudermörder, erscheint unversehens als Urvater Adam, der Mord an Abel als rituelles Opfer, angerichtet zur Feier des ersten Zeitalters der Menschheit. Lamech avanciert zu einem Doppelgänger Noahs, der seinen Sohn abschlachtet, um nach der Sintflut die zweite Runde der Gattungsgeschichte einzuläuten. Und die Beschneidung von Moses’ Sohn interpretiert der Autor nicht als Begründung eines Initiationsritus, sondern als Ersatz für das Opfer des Erstgeborenen.

Dezidiert zieht Maccoby eine Trennlinie zwischen Judentum und Christentum. Der versöhnliche Dialog zwischen den Religionen ist seine Sache nicht. Der Mythos des Kreuzigungsopfers, so seine Ansicht, wiederholt nicht die Sage von Abraham und Isaak, sondern entnimmt seine Hauptmotive den hellenistischen Mysterienreligionen. Die Vorstellung einer Gottesgestalt, deren Tod alle Verworfenen reinigt, um alsbald in aller Herrlichkeit wiederaufzuerstehen, hat mehr mit phrygischen und syrischen Fruchtbarkeitskulten gemein als mit dem Judentum. Obwohl seit je der Häresie verdächtig, ist diese religionshistorische These Maccobys weit triftiger als die Fabel vom heiligen Henker.”

Das ist für mich alles hoch spekulativ. Kain als heiliger Henker! Maccobys Interpretationen von Opferriten sind so verkrampft anstrengend, dass sie nicht mehr plausibel und glaubwürdig klingen. Wozu macht er diese Anstrengungen? Um die Geschichte und die unerklärlichen Geschichten in sein theoretisches Korsett des Heiligen Henkers und der jüdischen Historie zu zwängen.
Widersprüche tun sich überall auf, weil Maccoby meist alle Bibelstellen wörtlich nimmt. Also so, als seien keine Varianten oder Überlieferungsfehler denkbar. Was will Maccoby eigentlich sagen? Was ist seine Motivation?
Es geht ihm um die Glorifizierung der Gründung eines Volkes, einer Rasse, einer Religion. Und als Werkzeug dienen ihm dubiose Übersetzungsversuche, seine eigenen obskuren Interpretationen von Bibelstellen (Genealogien! Darüber diskutiert man doch nicht!) und anderen Mythologien. Er greift heftigst Paulus und dessen Fehlinterpretation von Aussagen Jesus an und drückt gegen das Christentum ab, dass es nur so kracht. Warum denn, um Gottes Willen? Judas Ischariot wird als Bruder von Jesus umgedeutet, Thomas ist ein Zwillingsbruder von Jesus, (S. 206)… das ist alles ganz schwachsinnig und verdreht, man fragt sich wirklich aus welcher Haltung heraus er zu solchen Erfindungen und Überlegungen kommt. Wozu braucht er sie?

Auf S. 224 redet er dann auch noch vom Göttermord, sowas macht mich gleich aggressiv: Einen Gott kann man nicht ermorden, das ist per definitionem nicht möglich. Worüber diskutieren wir denn eigentlich!?
Also bitte: Das kann man sich sparen.
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Goetheturm 11
22.2.2009 von Heiner.Eberle.
Die 10. Fortsetzung:
41.

42.

43.
44.

Fortsetzung folgt noch ein mal.
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Tomatenmark
21.2.2009 von Heiner.Eberle.
Die schönste Konservendose der Welt:
1.

2.

3.
4.

Ende.
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Goetheturm 10
20.2.2009 von Heiner.Eberle.
Die 9. Fortsetzung:
37.

38.
39.

40.

Fortsetzung folgt.
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Albrecht Schöne - Rasen
19.2.2009 von Heiner.Eberle.
Das ist eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe:
Albrecht Schöne “Vom Betreten des Rasens” Siebzehn Reden über Literatur. München (C.H. Beck) 2005. 366 Seiten, gebunden € 29,90.

amazon schreibt: “Albrecht Schöne über Reuchlin, Goethe, Lichtenberg, Gottfried Benn, Walter Benjamin, Paul Celan, die Ideologiegeschichte der Redensart Auf Biegen und Brechen, die Physiognomik, die Lyrik der NS-Zeit, den Nibelungenfilm Fritz Langs und anderes mehr. Albrecht Schöne hat als Inhaber des Göttinger Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft nicht bloß eine ganze Generation von Nachwuchswissenschaftlern und Deutschlehrern, Lektoren und Redakteuren, sondern als Redner und Essayist auch weit über die Universität hinaus das genaue, entdeckende Lesen literarischer Texte gelehrt. Seine Goethestudien, sein Faustkommentar, seine Arbeiten zum Barock, zu Georg Christoph Lichtenberg und zur sprachlichen Säkularisation sind mittlerweile Klassiker einer philologisch fundierten Interpretationskunst, die dem Leser die Augen für oft nie bemerkte Bedeutungszusammenhänge öffnet, ohne dabei den untersuchten Texten Gewalt anzutun. Indem er die Erkenntnisse anderer Disziplinen wie der Psychiatrie, Theologie, Kunstwissenschaft, Sozialgeschichte und der Naturwissenschaften zu Hilfe nahm, zeigte Albrecht Schöne seinem Fach und dessen Methoden ihre Grenzen, um diese zugleich zu überschreiten.
Schönes Arbeiten beschränken sich freilich nicht auf die unbestreitbar ganz großen Kunstwerke, die Klassiker - und schon gar ist bloß anbetende Bewunderung nicht seine Sache. Vielmehr hat er sich auch immer “eingemischt” und Farbe bekannt. Zu seinem achtzigsten Geburtstag haben drei seiner Schüler aus seinem umfangreichen Werk einige zum Teil sehr abgelegen publizierte (sowie zwei bislang noch ungedruckte) und daher vielleicht weniger bekannte Arbeiten ausgewählt, die allesamt “politisch” sind, sei es, weil sie von politischen Kunstwerken handeln, in politische Situationen eingreifen oder bei ihrer Entstehung selber zu einem Politicum wurden.”

Es ist ganz großartig, wie Schöne immer die Kurve kriegt zwischen literaturwissenschaftlichen Erkenntnissen und gesellschaftlich relevanten Fragen. Besonders bei der Frage der “jüdischen” Litaratur, bei Lichtenberg, bei den Physiognomie-Faschisten, selbst bei Goethes Wolkenbilder, bei der Uminterpretation von 2 Zeilen aus Faust II und vor allem bei dem Rundumschlag zur politischen Lyrik im 20. Jahrhundert.

Das ist groß, das ist wichtig, das ist saftig, das macht Spaß. Es gibt noch Menschen, die ein Anliegen haben. Eine dringende Empfehlung.
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