Was nützt die schönste Wissenschaft, was soll die “Technik der Liebesvollendung”, “Rassige Stellungen” und “Auch Du erzwingst das Glück noch” - wenn, kaum ist es gelesen und gefressen, der große Stopper schweigend eingreift?

Wie aber war es denn früher? Unsere Großeltern haben die Bettwurst eingelegt, damt die Füße höher lagern und so, nicht selten in der Kombination mit der Wärmflasche, den Kreislauf auf Trab halten, an noch lustigere Dinge war schon nicht mehr zu denken.

Heute ist es umgekehrt. Die Bettwurst hemmt den Kreislauf. Die Welt verändert ihr Gesicht.

Und wenn man sie einfach übersieht? Tut, als ob sie nicht da wäre? Ein Tip von Frau Johanna Knott, Frankfurt.

(Fortsetzung folgt.)
Ein sehr schönes kleines Buch.

Gesualdo Bufalino “Museum der Schatten”. Geschichten und Bilder aus Sizilien. Aus dem Italienischen von Maja Pflug. Berlin, Wagenbach. 2001. 95 Seiten, € 13,90.

Sehr akribisch und sehr spannend erläutert und beschreibt Bufalino aus seiner sizilianischen Heimat “verschwundene Berufe”, alte “Redewendungen”, zeigt “Gesichter” und Menschen, “Orte von einst”.

Ein ganz prima kleines Buch über ein altes Italien.
Naja, da liegen sie dann also: denkarm, ohne Witz, fast gleichgültig, nach oben stierend, ab und zu auch seitwärts, am Kinn sich kratzend, vom Weiß des Linnens faltenreich umspielt.

Statik scheint ihr Wesen, von einem Tag zum andern. Arme Seelen? Neinneinnein.

Allzu voreilig wäre es auch, die Bettwürste als Sendboten, als irdische Emanationen des Ganzanderen zu interpretieren. Aber auch die großen Kirchen sind, wie sich herausgestellt hat, keineswegs die Auftraggeber.

Eher könnte man sich schon vorstellen, dass die Bettwürste freireligiöse, oft hochgebildete, moralisch freilich ambivalent schwankende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind, die … nein, stimmt auch nicht.

(Fortsetzung folgt.)
Fortsetzung vom letzen Mal.





Ganz schön krass.
Ende.
In der letzten Zeit häufen sich wieder die Klagen über die FRECHHEIT der Bettwürste.

Überall, wo man hinkommt, sind schon welche da. Mit der Zähigkeit von Schweizerdeutschen, mit der Brutalität von Greisinnen und mit der Taubheit der Pilgrim Fathers lagern sie quer über das untere Bettende, die Beine locker übereinander verschränkt, den Blick zur Zimmerdecke gerichtet. Sind weder durch gute noch durch harte Worte zum Abgang zu bewegen.

Kommt so ein hoffnungsvolles Duo, so ein frisch vermähltes Doppel nach Hause oder, sei’s ins Hotel, hat die besten Absichten, will optimal rangehen, was passiert? Schon liegt eine Bettwurst quer, entnervt die besten Kämpfer.

Ein mit Worten kaum zu beschreibendes Gefühl von Mutlosigkeit, Tristesse und einer Prise Humor ist Erfolg und Ausbeute des Abends, des gut begonnenen, des sternumsäumten.

(Fortsetzung folgt.)
Das hat mich gelangweilt:

Chandler Brossard “Wacht auf! Wir sind gleich da!”. Aus dem Amerikanischen von Bernhard Schmid. Rogner und Bernhard bei Zweitausendeins (dem Verlag ich meine R&B), dem ich demnächst nicht mehr vertraue…). 2006. 764 (!) Seiten. Nur noch € 8,90.

Worum es geht?

Tja.

Um den Mensch?
Weiß nicht.
Egal.
Langsam ging es also schuhab.

War mal wieder toll gewesen.

Das nächste Mal wollte sie unbedingt ein Fernglas mitnehmen. Sie hatte da in der Ferne Lully beobachtet, wie er etwas vergraben hatte. Das hätte sie doch gerne genau gewusst, was das gewesen war.

Was sollte sie jetzt eigentlich zuhause? Den Braten fertig machen? Gemüse putzen?

Sie hatte gar keine Lust dazu. Sie wollte lieber noch einmal da hinaufklettern. Aber erst musste die das Fernglas holen!
Es macht Fortschritte:

(Manche Bilder fotografiert mit Blackberry / zoom!)





Fortsetzung folgt.
Außerdem sollte sie ja auch bald wieder zuhause sein. Sie hatte ja den “Braten im Ofen”.

Aber sie genoss erstmal die Zeit hier oben solange es ging und ließ sich nicht von irgendwelchen doofen Pflichterfüllungsgedanken ablenken.

Es roch zwar etwas ungewöhnlich, aber das schob sie der nahegelegenen Brauerei zu.

So, das war jetzt aber genug. Ihre Handtasche war fast schon zugefroren, es war saukalt.
Sie durfte jetzt nur den richtigen Weg abwärts nicht verfehlen. Das war immer schwieriger als aufwärts, das wusste sie. Schon oft hatte sie sich beim Absteigen völlig verlaufen und auch schon einmal heftig den Fuß überteten. Da durfte man nicht spaßen.

Doch diese grandiose Aussicht wollte sie so lange we möglich genießen.
(Fortsetzung folgt.)
Es geht um dieses: Ulrich Beck “Der eigene Gott” Von der Friedensfähigkeit und dem Gewaltpotential der Religionen. Verlag der Weltreligionen, Frankfurt 2008. 275 Seiten, € 19,80.

Was ist der Unterschied zwischen “Richtig” und “Falsch” gläubig? Ich denke, um diese Frage geht es grundsätzlich in diesem Buch. Und um die Frage,wie die Gesellschaft damit umgeht, ohne daran auseinanderzubrechen.

Das interessiert den Soziologen Beck und das ist sehr spannend zu lesen.
