Tour de Regal 16

Ihr seid vereinigt, Fürsten! Frankreich steigt ein neu verjüngter Phönix aus der Asche, uns lächelt eine schöne Zukunft an.

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Des Landes tiefe Wunden werden heilen, die Dörfer, die verwüsteten, die Städte aus ihrem Schutt sich prangend erheben, die Felder decken sich mit neuem Grün –

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Doch, die das Opfer eures Zwists gefallen, die Toten stehen nicht mehr auf, die Tränen, die Eurem Streit geflossen, sind und bleiben geweint!

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Das kommende Geschlecht wird blühen, doch das vergangne war des Elends Raub, der Enkel Glück erweckt nicht mehr die Väter. Das sind die Früchte Eures Bruderzwists!

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Lasst’s euch zur Lehre dienen! Fürchtet die Gottheit des Schwerts, eh Ihr’s der Scheid entreißt.

Loslassen kann der Gewaltige den Krieg, doch nicht gelehrig wie edler Falk‘ sich aus den Lüften zurückschwingt auf des Jägers Hand, gehorcht der wilde Gott dem Ruf der Menschenstimme.

Nicht zweimal kommt im rechten Augenblick wie heut die Hand des Retters aus den Wolken.

(Schluss. F. Schiller: Die Jungfrau von Orleans, 3. Aufzug, 2.  und 3. Auftritt.)

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