Simon Singh – Fermats letzter Satz

Es geht um dieses Buch:

Simon Singh „Fermats letzter Satz – Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Rätsels“. Aus dem Englischen von Klaus Fritz. München (Hanser / dtv) 2000 / 2005 ; 360 Seiten, € 10,–

l1060397-singh-1-15.jpg

Aus der Amazon Redaktion:

„Wer nicht nur an den Anekdoten interessiert ist, die sich um das Fermatsche Rätsel ranken, sondern die mathematischen Ideen kennenlernen will, die schliesslich zum Beweis der Vermutung führten, dem sei das Buch «Fermats letzter Satz» von Simon Singh wärmstens empfohlen. Dem Autor gelingt das Kunststück, anhand des Fermatschen Rätsels die abstrakte Welt der Zahlen zum Leben zu erwecken.

Die abenteuerliche Geschichte dieses Rätsels beginnt genaugenommen schon mit Pythagoras, dem Begründer der Zahlentheorie, und sie endet mit Andrew Wiles, der sich bereits im Alter von zehn Jahren in den Kopf gesetzt hatte, Fermats Vermutung zu beweisen, nicht ahnend, welche Opfer ihn das kosten sollte.

Was aber wäre diese Geschichte ohne das vergebliche Ringen seiner Vorgänger, ohne die unzähligen Lösungsversuche, die für sich genommen zwar zum Scheitern verurteilt waren, in ihrer Gesamtheit aber doch einen Weg zur Lösung des Rätsels wiesen.

Mit sicherer Hand führt Simon Singh den Leser durch das Labyrinth dieser Ideen, und mit jedem Schritt wird begreiflicher, was Mathematiker meinen, wenn sie von der Schönheit und der Ästhetik der reinen Mathematik sprechen.“

l1060398-singh-2-15.jpg

Es gibt doch noch überraschende Dinge. Zum Beispiel hat man herausgefunden, dass das Verhältnis der echten Länge eines Flusses zur direkten Linie (Luftlinie) zwischen Quelle und Mündung des Flusses immer die Konstante pi (3,14) ergibt (S. 40). Ist das nicht erstaunlich?

Es ist schon ein sehr spannendes Buch, aber gegen Ende wird Mathematik so abstrakt, dass Herr Singh sich etwas schwer tut, sie einem Laien verständlich zu machen. So z.B. bei der Taniyama-Shimura-Vermutung. Da versteht man dann, dass die mathematische Welt auch etwas ganz fremdes sein kann.

l1060399-singh-3-15.jpg

Auf Seite 273 gibt es eine Stelle von Andrew Wiles, die ich mal zitiere:

„In diesem Jahr arbeitete ich hart daran, die Kolywagin-Flach-Methode zum Laufen zu bringen, doch in ihr steckte eine Vielzahl ausgeklügelter Getriebeteile, mit denen ich nicht wirklich vertraut war. Da war einiges an schwerer Algebra, weshalb ich eine Menge neuer Mathematik lernen musste.“

Nicht nur, dass das eine etwas holperige Übersetzung ist. Es ist auch schon schwer nachvollziehbar, was für Mathematiker „schwere Arbeit“ bedeutet. Und auch Fagen wie „Warum?“ „Hat er nichts anderes zu tun?“ stellen sich hin und wieder.

l1060400-singh-4-15.jpg

Weil wir vielleicht nicht verstehen, was uns die Lösung des Problems eigentlich bringt, sagt das Buch (S. 311): „Mathematisch gesehen ist der endgültige Beweis vergleichbar mit der Atomspaltung oder der Entschlüsselung der DNS“ erklärte John Coates. „Der Beweis für Fermat ist ein intellektueller Triumpf, und man darf nicht aus den Augen verlieren, dass er die Zahlentheorie mit einem Schlag revolutionierte.“

l1060401-singh-5-20.jpg

Na gut. Das kann ja sein. Lesenswert ist allemal der Weg, der dahin geführt hat.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, B veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar