Delibes – „Mein vergötterter Sohn Sisi“

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Das ist eigentlich am Anfang ein ganz lustiges Buch, wenn es dann nicht so tragisch enden würde:

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Miguel Delibes „Mein vergötterter Sohn Sisi“, Roman, Zürich (Ammann) 2003, aus dem Spanischen von Lisa Grüneisen, 390 Seiten, € 22,90 oder auch schon antiquarisch.

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Die spanische Provinz 1917. Cecilio Rubes hat eine Fabrik für Badewannen, Bidets, Klosetts, er ist ein stattlicher, träger, selbstgefälliger Bürger mit ausgeprägtem Standesdünkel, der aus Langeweile ein Kind möchte. Einen Sohn.

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Den bekommt er dann auch, ohne Rücksicht auf seine Frau, verzärtelt und liebt ihn abgöttisch, verhindert erfolgreich jede Form der „guten“ Erziehung oder Bildung und es entsteht „ein lasziver, ekelhafter, launischer Kotzbrocken von einem Bengel.“ Mit 17 Jahren spannt er dann dem Vater die Geliebte aus.

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Als der Bürgerkrieg in Spanien ausbricht, wird aus der Familiengeschichte eine große Tagödie. Und nichts ist mehr lustig.

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Ein gutes Buch. Über verlogenes Familienleben und Doppelmoral (der spanischen Gesellschaft am Anfang des letzten Jahrhunderts), über das männliche Machoverhalten und über die Katastrophen, die da her kommen.

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Sehr lesenswert.

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