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Archive für 11.5.2008

Irving - Zirkuskind

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Das ist definitiv das beste von John Irving, das ich in letzter Zeit gelesen haben:

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“Zirkuskind”, aus dem Amerikanischen von Irene Rumler (wie immer grandios). Zürich (Diogenes) 1995, als TB 1997. 970 Seiten (!), € 12.90.

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Kurz der Inhalt:

Irvings turbulente Geschichte spielt zum größten Teil in Bombay. Held ist der pummelige Arzt Dr. Daruwalla, dessen Hauptaufgabe es ist, Blutproben von Zwergen in indischen Zirkussen zu untersuchen, um das “Zwergen-Gen” zu lokalisieren. Seine Freizeit verbringt er vorzugsweise im Golfclub. Dort hat er auch Zeit darüber nachzudenken, wer das Clubmitglied auf dem Gewissen hat, das im Gebüsch beim neunten Loch tot entdeckt wurde. Als weitere handelnde Personen treten auf: ein Hippie-Mädchen aus Iowa, das einen indischen Polizeikommissar liebt, ein brutaler Transsexueller, ein deutscher Drogenhändler, ein gefeierter Filmstar nebst seinem jesuitischen Zwilling, eine kastrierte Transvestiten-Prostituierte. (Amazon)

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Alle sind und waren von dem Buch begeistert. Zurecht. Ich also auch.

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Sinnvoll ist, sich auf einem Blatt die etwas komplizierten Beziehungen und Verhältnisse der handelnden Personen im Roman aufzumalen, vor allem, wenn man sich nicht mehr so gut die Namen merken kann, damit man, wenn man mal verhindert ist und den Faden verloren hat, sich wieder leichter in das Geflecht der Geschichten eindenken kann.

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Ich fange hier gar nicht an, einzelne Szenen oder skurrile Geschichten nachzuerzählen, auch nicht die Bekehrungsszene durch den Biss des Transvestiten in den großen Zeh des Arztes und Drehbuchautors…  Ich kann nur sagen: Irving ist ein begnadeter Erzähler.

Keine der 970 Seiten war langweilig.

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Also bitte: Lesen.

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