Swann – Glennkill

Es hat mich nicht ruhen lassen, ich musste es lesen, als Taschenbuch: Leonie Swann „Glennkill – Ein Schafskrimi“ München (Goldmann) 2005 / 2007, 380 Seiten, € 8,95.

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Von allen irgendwie hoch gelobt war ich doch etwas skeptisch (Schafe!), aber es hat sich dann doch gelohnt. Hat richtig Spaß gemacht. Schafe! Etwas vermenschlicht, klar, sonst wäre der Roman nicht möglich. Aber hier stimmt seltsamerweise die Mischung.

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Die Viecher haben alle ihre Schafsangewohnheiten und man kann sich das alles sehr genau vorstellen, sieht sie förmlich vor sich. Sie neigen dazu, spontan einzuschlafen oder übersprungsmäßig loszuknabbern an allem, was ihnen in die Quere kommt. Gras und Kräuter sind ihnen heilig. Die Zusammenhänge menschlicher Rede vollziehen sie nach, auch wenn die Gegenstände, um die des darin geht, ihnen nicht immer vertraut sind. Sie leben eben in ihrer Schafswelt. Missverständnisse sind an der Tagesordnung und man möchte ihnen gerne manchmal helfen.

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„Miss Maple, das klügste Schaf, der Herde, vielleicht das klügste Schaf von Glennkill und möglicherweise sogar das klügste Schaf der Welt. Neugierig, hartnäckig, fühlt sich manchmal verantwortlich“,  hat ihren Namen daher, dass sie ihrem ermordeten Hüter immer den Ahornsirup vom Brot geleckt hat, als er nicht hinsah.

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Also man kann das empfehlen. Ein Schafskrimi. Kann man lesen. Doch wirklich.

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Aber die Verarbeitungsqualität bei Goldmann Taschenbücher lässt schon sehr zu wünschen übrig.

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