Sie befinden sich aktuell in den Heinerblog Blog-Archiven für den folgenden Tag 28.4.2008.
- Adelheit Tybbke (23)
- Allgemein (1092)
- Bücher (261)
- Bruder Lully (47)
- Das Orakel (8)
- Edith Hübsch (15)
- Engels (13)
- Franz (5)
- Frau von Tümmler (19)
- Frau Weichbrodt (31)
- Gottlob (4)
- Hans (55)
- Herr Mindernickel (24)
- Hilmar Stampf (20)
- Inspektor Doll (20)
- Joe (30)
- Kunst (24)
- Manfred (21)
- Marquardts (15)
- Mähchen (25)
- Mrs Johnes (1)
- Olaf Schmundt (5)
- Pflanzen (92)
- Platten (12)
- Prof. Bongartz (22)
- Reisen (354)
- Sabine Schabulsky (9)
- Tiere (28)
- Undine Gehscha (34)
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Januar 2007
Archive für 28.4.2008
Kurts Brokkoliacker
28.4.2008 von Heiner.Eberle.
Kurt hatte von einem Stück Land gehört, auf dem ganz hervorragender Brokkoli wachsen sollte.

Leider lag es etwas ungünstig. Man musste einmal quer durch den Frotteedschungel hindurch, der schon mal ganz gefährlich werden konnte, wenn man nicht genau aufpasste wo man hintrat.
Das Gelände, für das er sich interessierte, war einen halben Quadratmeter groß, bot also genug Fläche, um die Jahresproduktion an Brokkoli für das ganze Dorf zu gewährleisten.

Und damit würde er sich ein zweites Standbein schaffen. Neben dem Job bei der Stadt-Salz-Energiebehörde hatte er ja seine Prüfung als Südfrüchte Fachverkäufer erfolgreich bestanden. (Die Geschichte mit dem Quietsche-Entchen ärgerte ihn heute noch).
Damit wollte er sich eine eigene Existenz aufbauen. Für sich und für seine geliebte Rafaela. Und das Brokkoligrundstück sollte ihm dabei helfen.

Der Besitzer war Jan Hölzgen, eigentlich Leierkastenmann von Beruf.
„Kommen Sie, mein Freund, die Sonne geht bald unter, und wir haben noch einen weiten Weg vor uns.“

„Sie wissen, gar nicht, welch einen Schatz Sie hier erwerben, Herr Lakotta. Jahrhundertelang war der Acker im Besitz der Familie Hölzgen, und jetzt, da wir keine Nachkommen haben, müssen wir alles verkaufen und das ganze Wissen um die Brokkolipflege werden wir an den Käufer weitergeben.“

„Da schauen Sie, wir sind da. Sehen Sie, da unten liegt das Gemüse. Es tut mir in der Seele weh, wenn ich daran denke, dass wir es jetzt hergeben müssen. Aber so ist es nun mal, das ist der Lauf der Dinge.“
Herr Hölzgen war den Tränen nahe. Kurt war mehr als beeindruckt.

„Ist das nicht großartig?“ fragte Herr Hölzgen rhetorisch. Kurt war überwältigt und überzeugt. So einen schönen Acker hatte er zuvor noch nie gesehen. Er war gepflegt wie eine englische Parkanlage. Brokkolibüsche standen Reihe an Reihe, sorgfältig durch ein Bewässerungssystem miteinander verbunden, bereit, von ihm gekauft / geerbt / bewirtschaftet zu werden.
Das war seine Zukunft. Das wusste er. Jetzt brauchte er nur noch einen besseren Zugang als durch den Frotteedschungel, dann war alles geklärt.
Geschrieben in Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »