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Archive für 25.2.2008

Shaw - Zu wahr

Eine flotte Besprechung:

Berhard Shaw “Zu wahr um schön zu sein - Eine politische Extravaganz in 3 Akten” und  “Zu viel Geld - Eine unmanierliche Komödie in 4 Akten” Deutsche Erstausgabe, übersetzt von Ursula Michels-Wenz (ganz hervorragend, der Humor ist großartig.) Mit jeweils einer Vorrede des Autors. Beide Stücke sind gedruckt zuerst auf deutsch erschienen (1932 bzw. 1948) und danach auf englisch. Frankfurt am Main (Suhrkamp) 2000, TB € 7,50

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Das Thema des alten Linken Shaw ist etwas veraltet: Im Zeitalter des hybriden Verbrauchers sind die Vorstellungen über “Reiche” und “Arme” nicht mehr so gradlinig und scharf definiert wie Shaw das hier als Modell vorstellt. Die “Reichen ” leiden sicherlich nicht unter ihrem Reichtum, das ist ein schöner Gedanke, aber irgendwie nicht mehr nachvollziehbar. Es sei denn, man wendet es auf unsere Freizeit-Zwangs-Aktivitäts- und Spass-Gesellschaft an, dann könnte es wieder passen.

Aber es gibt andere schöne Themen in dem Buch: Die Verlogenheit von stumpfsinnigen Regeln geben immer wieder Anlass zu Spott und Ironie, die falschen Gwissens- und Glaubenswahrheiten, die zu Täuschungen und verlogenen Ritualen verkommen, usw. Sehr schöne Gedanken findet man da.

Und wie gesagt, die Texte sprühen vor Witz und Spitzfindigkeiten. Die Dialoge sind großartig, immer auf den Punkt.

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“Eine bis zur Lebensunfähigkeit verwöhnte und umsorgte junge Frau wird durch zwei Gangster in ein phantastisch belebendes Abenteuer gestürzt, in einen Ausbruch aus der lähmenden Entmündigung, der sie erwachsen macht.” Sagt der Klappentext zum ersten Stück. Und das stimmt auch so.

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Kein dramatisches wichtiges Buch also, aber sehr unterhaltsam und lesbar.

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