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Frank Doll - Die Verhöre 4

“Ah, da komme ich ja genau richtig!”

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Kommissar Doll unterbrach die Unterhaltung zwischen Lully und Undine Gehscha aprupt, bevor sie zu intim werden konnten.

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“Erzählen Sie doch mal, warum glauben Sie, hat man Edith Hübsch ermordet und wer, glauben Sie, könnte es getan haben?”

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“Sabse!” war alles, was Undine sagen konnte.

“Sabse! die war hinter ihrem Geld her!”

“Hinter dem Lotteriegewinn? Wusste denn da jeder davon?”

“Einige schon. Edith konnte ja nichts für sich behalten, wissen Sie?”

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“Und wenn es Sabse nicht war, dann ihr armer, schlimmer Mann, der Schabulsky. Der braucht ja wohl auch Geld, wie soll der denn überleben im Untergrund!?” grummelte Adelheit dazwischen, die wie zufällig ebenfalls vorbeigekommen war (ohne dass ihr der Akt, Lullys Gemälde, auf dem sie standen, weiter aufgefallen wäre…)

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“Das könnte gar nicht so abwegig sein!” meinte Doll geheimnistuerisch.

“Wann haben Sie ihn denn zum letzten mal gesehen?”

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“Ogott! Das muss Monate her sein. Er wollte doch auswandern, und das klappte nicht und dann war er plötzlich verschwunden!”

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“Sie sollten vorsichtiger sein mit Ihren Verdächtigungen, liebe Frau Tybbke”, meinte Lully. “Sie bringen die Menschen da ja in eine ganz schreckliche Situation!”

“Aber ich muss der Polizei doch helfen, den Mörder zu finden, oder etwa nicht?” fing sie an, sich zu empören, kam aber nicht sehr weit.

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“Ich möchte noch etwas sagen…” zögerte Undine Gehscha.

“Ja bitte?”

“Ich weiß, wer den Surf-Ahorn entwendet hat.”

“So? Dann mal los!”

Der Surf-Ahorn war ja, wie wir wissen, von Frau von Tümmler am Tatort liegengelassen worden und die Wahrscheinlichkeit war groß, dass der Täter- denn wer sonst hätte es sein sollen, ohne dass er den Mord bei der Polizei gemeldet hätte - ihn von dort mitgenommen hat.

“Gottlob Friedrich, der Straßenkehrer!”

“So?”

Doll war nicht sonderlich begeistert.

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“Na gut, den haben wir sowieso auf unserer Liste. Was ist mit Marquardt (5)?”

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“Den kenne ich gar nicht,” sagte Lully.

“Ich auch nicht,” sagte Gehscha.

“Na dann!” verabschiedete sich Doll. “Bis demnächst. Halten Sie sich bitte in den nächsten Tagen zur Verfügung, vielleicht brauche ich Ihre Aussage noch einmal.”

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Und so blieben sie betroffen und etwas ratlos zurück und fanden auch nur sehr schwer wieder in ihre vorherige Unterhaltung hinein.

(Demnächst hat Doll den Mörder.)

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