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Archive für 11.2.2008
Tübingen 4
11.2.2008 von Heiner.Eberle.

Das ist der Blick in die Neckarhalde. Links das Mäuerchen gehört schon zum Tübinger Stift.

Und das ist der Eingang über den Graben von oben. Im Stift wohnen heute etwa 120 evangelische Theologiestudierende (aus wesentlich der Württembergischen Landeskirche). Seit 1969 sogar weibliche.

Nach der Reformation in Württemberg 1530 war das Stift protestantisches Bollwerk und schon staatlich unterstützte Ausbildungsstätte für die geistige und geistliche Elite des Landes.

Und nicht nur Theologen hat das Stift hervorgebracht, sondern auch Menschen wie Johannes Kepler, Eduard Mörike, Wilhelm Hauff.

Und ab 1788 haben dort Hegel, Hölderlin und Schelling gleichzeitig, zeitweise sogar in einem gemeinsamen Zimmer studiert. So eine Ballung von Gescheitheit gab es selten.

Im Stift gibt es einen hervorragenden Weinkeller, in dem man als Student mit anderen die Nächte durchdiskutieren kann. (Ich war da auch mal dabei. Weiß nicht mehr, wie ich nach Hause kam.)

Und man hört manchmal das Gerücht, dass es zu den Stiftsregeln gehört, dass jeder Stipendiat eine Flasche Wein pro Tag auf sein Zimmer bekommt. Zum leiblichen Wohle. Aber ob der Luxus heute noch so gilt?
Man geht seitlich and der Stiftskappelle (der hohe “runde” Bau) vorbei die Treppe herunter, wo einen dann die alten ehrwürdigen Gemäuer beeindrucken…

… und im Stiftsinnenhof ahnt man schnell den Druck der Jahrhunderte, der die Studenten hier inspirieren oder belasten muss.

Der Rundgang führt bald weg vom Stift, hin zum Hölderlinturm.
Geschrieben in Reisen, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »