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Archive für 10.2.2008
Edith / Ende 4
10.2.2008 von Heiner.Eberle.

„Waren Sie in den letzten Tagen schon mal hier? Haben Sie da etwas Verdächtiges oder Ungewöhnliches entdeckt?“ fragte ganz direkt Inspektor Doll.
„Ja, ich…!“ „Nein! Nein!“ Herr Marquardt (5) schnitt Frau von Tümmler, die gerade alles beichten wollte, was sie gesehen hatte, lautstark das Wort ab. „Nichts haben wir gesehen. Null. Niente. Wir kamen nur zufällig gerade hier vorbei und wollten…“
„Wollten was?“ „Nur so mal ins Nachbardorf rüber laufen. Bisschen frische Luft schnappen, Sie wissen schon!“ „Ja, ist klar. Das brauchen wir doch alle mal. So ein bisschen Entspannung. Und dass hier ein Mord geschehen ist, davon wissen Sie nichts, hä?“ Marco, kannst Du bitte die Personalien aufnehmen? Und dann lass uns gehen, ich habe die Schnauze voll.“

„Was hältst du von den beiden?“ fragte er seinen jungen Kollegen. „Nichts!“ antwortete der. „Die haben auch was zu verbergen. Auch Dreck am Stecken.“ „Das denke ich auch, Marco. Das glaube ich auch. Lass uns ins Büro fahrten. Wir müssen dem Chef und dem Staatsanwalt Bericht erstatten.“

Und so machten sie sich auch auf in die Stadt ins zweite Dezernat, um der Bürokratie Genüge zu tun.

Herr Marquardt (5) und Frau von Tümmler waren alleine zurück geblieben. „Wie kannst Du nur!“ war Herr Marquardt (5) wütend. „Was denn?“ „Du willst doch nicht etwas in so einen Fall verwickelt werden? Was, wenn es Mord ist?“ „Also glaubst du mir jetzt endlich?“ Frau von Tümmler triumphierte ein bisschen.

„Ja, ich glaube dir. Der Doll und der Grolle, die ahnen sicherlich schon was. Wir müssen jetzt ganz genau aufpassen, was wir sagen. Kannst du Dir ein Alibi beschaffen für den Tag, an dem Du die Leiche gefunden hast und für die Tage davor auch?“

„Ja, Schatz, das kann ich. Sei unbesorgt!“ und damit gab sie ihm einen unbeschwerten Schmatz auf die Backe. „Was ist denn jetzt in sie gefahren,“ dachte Herr Marquardt verdutzt…
„Und das mit dem Ahorn, das vergessen wir auch ganz schnell, gell?“ „Ahorn?“ „Ja, das Ding, das ich am Strand dabei hatte. Das hab ich hier liegenlassen als ich die Leiche fand. (Ich wollte das Ahorn doch zum Ahornschleifer ins Nachbardorf bringen.) Und jetzt ist es ja weg. So blöd. Aber ich habe ja auch nichts dafür bezahlt. Ist also nicht weiter schlimm. Soll jemand anderer damit glücklich werden. Komm, lass uns gehen.“

Herr Marquardt (5) war völlig verwirrt. Das Ahornsurfbrett war jetzt nicht mehr da, obwohl Frau von Tümler es hier deponiert / vergessen hatte, als sie die Leiche fand. Das heißt, dass entweder die Polizei das Ding konfisziert hatte oder – Horror – der Mörder noch einmal an den Tatort zurückgekommen war und sich das Ding einfach unter denn Nagel gerissen hatte. Beides waren sehr unangenehme Vorstellungen.
(Fortsetzung folgt baldigst. Versprochen.)
Geschrieben in Hilmar Stampf, Adelheit Tybbke, Inspektor Doll, Edith Hübsch, Frau von Tümmler, Hans, Marquardts, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »