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Archive für 6.2.2008

Edith / Ende 2

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Hilmar Stampf hielt  den Tatort und die Leiche und vor allem die Lache von Blut und Gedärmen der Frau Hübsch, die da so schrecklich herum lagen und schon leicht angetrocknet waren, auf Film fest. Für die Zeitung und für die Öffentlichkeit sollte kein Detail ausgelassen werden. Alle hatten ein Recht, davon zu erfahren und alles zu wissen. Das war sein Leitspruch.

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„Der Inspektor Doll wird gleich hier sein,“ meinte Manfred. Es roch in der Zwischenzeit wirklich schon ziemlich süßlich. Ein Geschmack wie Erdbeermarmelade lag in der Luft. „Verwesungsgeruch“  analysierte Hilmar Stampf.
„Er hat gesagt, er schickt jemanden vorbei, der Edith ins Labor fährt. Sie soll obduziert werden.“ „Ach Gott, meinte Adelheit realistisch, „Was ist denn da noch obzuduzieren? Hier liegt doch alles offen rum!“

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Und dennoch: Joe war mit seinem Quad zur Stelle, gemeinsam hievten sie die Leiche von Frau Hübsch auf die Ladefläche. „Pass auf, mach Dich nicht blutig!“ warnte Adelheit ihren Mann und los fuhr Joe zum Institut.

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„Das wird was geben!“ Darüber war sich Adelheit mehr als klar. Das war Mord. Eindeutig. Und die Frage war nur: Wer war der Mörder?“

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Wenig später waren sie am Tatort eingetroffen: Frank Doll, verdienter Inspektor des zweiten Dezernats, frisch aus dem Skiurlaub zurück, an Krücken und in Gips, sowie sein ambitionierter, ehrgeiziger Jungkommissar Marco Grolle.

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„Das ist ja eine stinkende Sauerei,“ grummelte Frank Doll in seinen Bart. „So etwas ist mir ja noch nie untergekommen!“ Manfred war zur Stelle: „Wir haben die Leiche ins kriminaltechnische Institut fahren lassen, wie von Ihnen angeordnet, Herr Oberinspektor!“ „Jaja, schon gut, lassen Sie den Ober weg. Inspektor reicht.“ Pause. „Ich muss auch gleich mal einen fahren lassen, das Mittagessen hätte nicht so schwer sein müssen heute. Traurig traurig, das alles.“ Er schien an etwas völlig anderem zu kauen und war fast ganz abwesend.

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„Kannten Sie sie? Gut?“ „Ja, schon. Sie gehörte zum Bekanntenkreis, sang auch im Chor mit all den anderen, aber näher gekannt habe ich sie nicht.“

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„Was meinen Sie, was wollte sie an diesem verlassenen Ort?“ „Naja, der Weg führt in den Nachbarort, da wohnt der Schwager von Tybbkes, womöglich wollte sie auch da hin. Oder sie wollte Hans und Adelheit treffen, auf ihrem Weg zum Schwager… Die nehmen ja häufig diesen Weg.“

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„Herr Tybbke, Sie haben sie zuerst gesehen und gefunden, richtig?“ „Ja, so war’s!“ „Wann haben Sie sie lebend zum letzten Mal gesehen?“ „Lassen Sie mich mal nachdenken: Am 2. Februar war das, da war die Versöhnung von Lully und Gehscha und der grandiose Abgang von Sabse. Da waren wir alle zusammen.“

(Fortsetzung folgt baldmöglichst. Der Fall muss aufgeklärt werden.)

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