Gehscha 19 / Beichte 2

„Du musst“, hatte Edeltraut gesagt. „Es kann nur besser werden.“

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(Endlich war auch dieser Farbstich weg.)

„Und sie wird es verstehen!“

„Aber“, wollte Lully sich wehren,

„Kein Aber!“ Edeltraut war zwar weinerlich, aber hartnäckig: „Ich bin doch da!“

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„Lully, ich warte auf Deine Erklärung!? Was ist denn los?“

Undine Gehscha, die in der Zwischenzeit ihren Meditationsring verlassen hatte, war kurz vor der Hysterie. Sie konnte Edeltraut nicht sehen – er war ja Lullys Schutzengel – und verstand deshalb überhaupt nicht, warum er sie warten ließ.

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„Also gut, Undine. Die Wahrheit ist: Ich habe die Frauen gebraucht,…“

„Also doch!“

„Nein, als Vorlage habe ich sie gebraucht…“

„Als was?“

„Als Modell!“

„Als Modell? Zu was?“

„Zum Malen! Ich habe sie gemalt. In Öl. Und dafür habe ich ihnen auch Geld gegeben, weil das ja anstrengend ist, wenn sie so lange so rumstehen müssen.“

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Undine spürte den leichten Hauch einer möglicherweise nahestehenden Erlösung. „Du hast sie gemalt? Und sonst? Was hast du sonst mir ihnen gemacht? Wie hast Du sie denn gemalt? Als Akt? Angezogen? Oder nackt?“

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„Na beides. Klar. Auch nackt. Das war sehr schön. Aber für sie im Winter manchmal etwas kalt. Die Heizung im Keller funktioniert ja nicht richtig, Du weißt…“

„Lenk jetzt nicht ab, mein lieber Bruder Lully! Du sagst, Du hast sie als Modelle bezahlt und sonst war da nichts zwischen ihnen und Dir. Bist Du Dir da ganz sicher? Überleg Dir bitte gut, was Du jetzt sagst, Lully. Es hängt sehr viel davon ab!“

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