Orakel – Korrektur

Man hat mich freundlicherweise noch einmal drauf hingewiesen, dass es mit dem Orakel ja etwas anders ist als ich es beschrieben habe: Es steht nämlich nicht, wie von mir fälschlicherweise so dargestellt oder in einer Weise irgendwie tendenziös angedeutet dass der Eindruck hätte entstehen können es wäre in einem „kleinen Wäldchen“, an einem „stillen Örtchen“ zu finden. Nein mitnichten aber gar nicht.

Sondern: Das namenlose Orakel steht in einer Schrebergarten-Kolonie in der Nähe des Bahnhofs. Das ist wichtig, weil es ein Gerücht gibt, das darum herum spielt.

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Auch wenn nämlich das Orakel „namenlos“ ist, weil man ja auch das Gesicht hinter der Zeitung und hinter den suppig-dampfenden Myrrheschwaden nicht oder nur verzerrt sehen kann – man sollte ja eigentlich das Orakel sowieso gar nicht mit den Augen ansehen, weil man riskierte, seine Sehnervern dadurch zu beschädigen und ähnliches – und ansonsten nur geheimnisvolle Worte aus dem Häuschen dringen, verstummen die Gerüchte nicht, die besagen, dass sich Herr Schabulsky, der Mann von Sabse, der sich ja schon eine geraume Zeit von ihr getrennt hat und urplötzlich vom Erdboden verschwunden war, hinter dem Orakel versteckt.

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Diese Gerüchte stammen aus den Kreisen des katholischen Gesangvereins, in dem Herr Schabulsky und natürlich seit langen Jahren auch die Arbeitskollegen Hans und Manfred Mitglied sind. Von daher hätte diese Geschichte schon einige Glaubwürdigkeit.

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Aber ob Herr Schabulsky in der Lage ist, in dem Klohäuschen so lange auszuhalten, ohne dass ihm jemand morgens seinen Kaffe macht und abends sein Wurstbrot schmiert, das steht als Frage noch offen im Raum.

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Dass er damals einfach so verschwunden ist, erklären die Kollegen und Chorsänger sich damit, dass Herr Schabulsky – und davon hatte er wohl mehrfach gesprochen und auch in letzter Zeit schon hin und wieder mit dem Flugticket gewunken – nach Kanada auswandern wollte, für immer „ganz weit weg, dahin, wo die Bären hausen“, das sei immer noch angenehmer auszuhalten als hier bei der Sabse…

Wahrscheinlich sei er auf der Flucht via Bahn und Flug im Klohäuschen in der Schrebergartenkolonie (siehe „Steinfest – Tortengräber“) förmlich hängen geblieben und würde seit damals das Orakel verkörpern.

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„Aber das ist wirklich nur ein Gerücht und wird schon lange nicht mehr offen ausgesprochen, denn Herr Schabulsky könne niemals das göttliche Orakel verkörpern. Was für ein Frevel, so etwas zu behaupten…“ soweit mein üblicherweise gut informierter Informant.

Die Frage stellt sich also umso schärfer und drängender: Was ist mit dem richtigen Orakel passiert, wenn es jetzt von Herrn Schabulsky „vertreten“ wird. Wo ist es? Und wie sollte man es wiederzurückbekommen? Und warum hat bisher niemand gemerkt, dass das Orakel nicht mehr richtig orakelt?

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2 Kommentare zu Orakel – Korrektur

  1. Steffen sagt:

    Puhh… Sehr fein, dass jetzt wieder offiziell klar gerückt ist, wo das Orakel lokalisiert ist: In einer Schrebergartenkolonie in der Nähe des Bahnhofs!
    Auf den Bildern könnte man aber immer noch meinen, das Orakel im Klohäuschen mit Tür mit Herz, würde sich in einem gemeinen Wäldchen befinden…?!
    Kann man da ggf. bei den Fotos für den nächsten Orakel-Beitrag ein wenig die Perspektive ändern, so dass man eventuell das Feldsalat-Beet, den Misthaufen vom Nachbargarten und insbesondere die Südseite des Bahnhofs im Hintergrund sieht?
    Gruß und guten Rutsch,
    Steffen.

    P.S.: Richtiges Orakel? Aber Herr Schabulsky ist doch laut Gerüchten des katholischen Gesangsvereins das richtige Orakel, oder?! Gibt es etwa noch ein anderes Orakel? Verstehe ich nicht…

  2. Für die Richtigstellung hatte ich noch kein neues Bildmaterial, deshalb habe ich die alten Bilder genommen, um den „Fehler“ klar zu nmachen. Das kommt also noch. Irgendwie. Mit den Herren Marquardt müsste das gehen. Einen Bahnhof so richig habe ich ja gar nicht…

    Und das mit dem falschen und dem richigen Orakel muss schon so sein, weil das Orakel ja schon lange orakelt und Herr Schabulsky erst kürzlich nach Kanada auswandern wollte und auf dem weg dahin in dem Häuschen steckengeblicben ist.

    Was ist also mit dem „richtigen“ Orakel passiert? Darüber geben die „Gerüchte“ bisher keinen Aufschluss. Obwohl…?

    HE

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