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Archive für 10.12.2007
Stampf und Schmundt 1 / Vespa 1
10.12.2007 von Heiner.Eberle.
Das zehnte Türchen.
Hilmar Stampf und Olaf Schmundt, die beiden Technik-Redakteure (Herr Stampf war sogar Leiter der Redaktion „Wissenschaft und Technik“) hatten mit Freude den Job übernommen, etwas zu dem Vespa-Nachbau zu schreiben, den ein Künstler (Hakamati) in der Stadt ausgestellt hatte.
Es war ihnen nicht ganz klar, was das Werk aussagen oder bedeuten sollte, aber sie waren alte Vaspa Fans und hatten sich schon die wesentlichen und weiterführende Informationen eingeholt.

Schmundt erzählte schon druckreif aus dem Gedächtnis, was er herausgefunden hatte: „Auf zwei Rädern rollte Italien in die Nachkriegszeit. Die Vespa ist seit über 60 Jahren Ausdruck italienischen Lebensstils. Als sie auf den Markt kam, sah sie ungewöhnlich aus. Dafür überraschte sie mit einem ganz eigenen Charme und eroberte die Herzen der Menschen rund um den Globus.“

„Ja, hätte ich auch so gesagt,“ betätigte Stampf. „Der Hersteller Piaggio präsentierte 1946 in Rom die „Motorellega Utilitaria Vespa“, zu deutsch, die „leicht motorisierte, vielseitige Wespe“. 2484 Stück der Ur-Vespa 98 verlassen im ersten Jahr das Werk, 1947 sind es bereits 16.500 Exemplare. Der berühmteste Roller der Welt hatte seinen Durchbruch geschafft. Hast Du die Zahlen auch gefunden?“

„Ja, habe ich. Und noch mehr: Die starke Nachfrage führte dazu, dass auf dem Schwarzmarkt der doppelte Preis für die 60 km/h schnelle Vespa mit 98 ccm Hubraum verlangt wurde.“ Das war neu für Hilmar Schmundt. Aber er hatte dafür noch andere Hintergrundinfos recherchiert:

„Der Konstrukteur des legendären Rollers war Corradino D’Ascanio im Auftrag von Firmeninhaber Enrico Piaggio. Nach und nach steigerte sich der Hubraum von 125 auf zunächst 150 ccm. Unsterblichen Ruhm erlangte das Fahrzeug durch seine Hauptrolle an der Seite von Audrey Hepburn und Gregory Peck im Schwarz-Weiß-Klassiker „Ein Herz und eine Krone“. Die Vespa wurde endgültig zum Symbol des italienischen Stils und Ausdruck italienischer Eleganz.“

„Die Kultwelle der Stil-Ikone aus dem Land der „Dolce Vita“ schwappte schließlich nach Deutschland, England, Spanien oder Frankreich. Die Werbung dafür ist auch schon richtig kultig:“


Die Fortsetzung dazu folgt in 2 Tagen.
Geschrieben in Olaf Schmundt, Hilmar Stampf, Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »