Gottlob 1 – Konfetti

Gottlob Friedrich war Straßenfeger. Mit Freude und mit viel Stolz. Er wusste, dass er einen wichtigen Job hatte und ließ sich den auch von niemandem schlechtreden. Sein Job war, Straßen, Wege, Gehwege, Einfahrten, usw. sauber zu halten und von Müll und Abfall zu befreien.

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Schmutz ganz allgemein konnte er in keiner Form ertragen, Bevor der Boden nicht peinlich sauber gefegt oder blank poliert und gebohnert war, gab er nicht auf. Das war schon immer so gewesen. Schon als Kind war er deswegen schon auffällig geworden.

Heute war mal wieder ein Unglück passiert. Irgendjemand hatte gefährliche runde Papierstanzreste auf den Schreibtisch fallen lassen und das Telekommunikations-Device in Gefahr gebracht. Gottlob Friedrich reagierte sofort.

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Die Dinger mussten schnellstmöglich entfernt werden. Sie waren so gefährlich, weil ihre Kanten so scharf waren, dass man sich daran Hosen oder Wertvolleres aufritzen konnte. Also mal wieder genau der richtige Job für ihn, den Retter der Passanten und Fussgänger.

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Schaufel und Schubkarre hatte er gottseidank immer dabei. Was wäre er ohne sie! Der Besen war von ihm nicht mehr zu trennen. Er war quasi mit ihm bereits verwachsen. Er kam nicht mehr von ihm los.

Gottlob rackerte sich ab, Er ruhte nicht eher, als bis alles, auch das letzte Papierschnipselchen, aufgesammelt und zum Abtransport in der Karre lag.

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Damit hatte er wieder mal gewonnen. In seinem täglichen Kampf gegen den Abfall, den Dreck, den Schmutz und den Kehricht. Das würde er umgehend als Erfolgsmeldung beim Stadtreinigungsamt berichten müssen.

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So sah sein Lebensinhalte aus. Dafür lebte er. Dafür wurde er bewundert und bezahlt. Dafür liebte ihn seine Frau (die nicht ganz so pingelich war wie er) und dafür lohnte es sich zu leben, dachte er. Und sang den alten Walzer seiner Straßenfegerzunft, der wie für ihn geschrieben war:

„Ich bin der Straßenkehrer Gottlob Friederich.
Ich kehr bei arm und reich, bei hoch und niederich.
Bei Eis und Schnee bei Regenwetter und bei Sonnenschein
muss ich als Straßenfeger immer auf dem Deckel sein…“

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2 Kommentare zu Gottlob 1 – Konfetti

  1. Rita sagt:

    …jedoch für diesmal legen wir den Besen nieder
    und bei der nächsten Sendung kehr’n wir wieder.
    🙂

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