Worms

Beim Dom muss man schon genau hingucken.

Er hat viel Ähnlichkeit mit Speyer, ist beeindruckend, aber natürlich nicht so groß.

Ein Chor im Westen und einer im Osten machen das Bauwerk aus.
Vom Osten nähert man sich dem Klotz und den beiden Türmen, die ziemlich dicht hinter einer Häusereihe stehen.

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Von den Osttürmen – believe me or not – hat der nördliche (das ist der rechte hier) 6 Stockwerke, der südliche (links) nur 5. Man bemerkt es nicht, wenn man davor steht, so groß sind sie. aber es stimmt. Bei gleicher Gesamthöhe. Warum? Weiß keiner.

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Das sind die Säulenfundamente auf denen die Türme ruhen. Elefantenfüße.

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Tiere gucken von den „Sohlbänken“ herunter: Widder und Bären und Löwen usw.

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Innen ist erst mal alles sehr romanisch und dunkel mysteriös.

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Und dann kommen die Glasfenster ins Blickfeld.

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Richtung Osten blicken wir auf den sehr schönen Hochaltar, den Balthasar Neumann „als offenes Ziborium in die Apsis hineinkomponiert“ hat.

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Im Westen macht die Apsis einen ganz besonderen Eindruck, weil sie etwas breiter ist als das Mittelschiff und sich erst beim Näherkommen vollständig öffnet.

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Ganz außergewöhnlich darin ist das Rundfenster, das von den „Gewölbediensten“ überschnitten wird, also irgendwie zu groß für das Wandstück ist. Wodurch diese „Fehlkonstruktion“ zustande kam, kann niemand richtig sagen.

Auch von außen bemerkt man das.

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Hier fällt auch auf, dass die „Zwerggalerie“ des hinten liegenden Mittelturmes oben von den beiden äußeren Türmen übernommen wird und die drei Teile so optisch zusammengehalten werden. Auch das ist etwas besonderes an Worms. Überhaupt verschwindet das gesamte Langhaus hinter diesem Turm-Ensemble. Ich zitiere mal: „Der Westchor stellt wiederum einen Höhepunkt der romanischen Architektur des Oberrheins, ja ganz Deutschlands dar.“ (Dethard von Winterfeld „Die Kaiserdome Speyer, Mainz, Worms und ihr romanisches Umland“ Regensburg (Schnell + Steiner), 2000, S. 178)

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Innen standen Heiligen-Statuen.

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Da hingen die Kommunionsuniformen.

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Und natürlich fand man auch einige Reliquien im Kasten.

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Draußen wurde man dann durch die schöne moderne Architektur wieder erfrischt und auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht.

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