Marquardts 1 / Gummibär

Frau von Tümmler, eine Urlaubsreisende, hatte sich mit Herrn Marquardt (1) verquasselt, wollte aber auf keinen Fall ihren Zug verpassen.

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Sie beeilte sich wie noch nie, auf das richtige Gleis zu kommen (wie oft hatte sie schon auf dem falschen Gleis gestanden und ihr Zug war irgendwo ganz anders abgefahren!), wo auch alle ihre Koffer schon auf sie warteten.

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Auf dem Weg dahin wäre sie beinahe über einen Bären gefallen, der da hilflos auf dem Boden lag. (Sie wäre weich gefallen.)

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Herr Marquardt (1) kam dazu und sagte nur: „Er schon wieder. Betrunken? Hoffentlich will er nicht schon wieder bei uns mitfahren!“

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Allerdings: Er wollte. Und zwar an den Strand. Zum Urlaub machen. Hans, der auf dem Heimweg von der Arbeit (am Band) war, kam dazu, um mitzuhelfen, den Bären aufzurichten (er konnte sich ja kaum selbst bewegen), während Herr Marquardt (2) sich um die beste Zugverbindung zum Meer kümmerte und ihm zeigte, von welchem Gleis aus er abfahren sollte.

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Als sie ihn endlich auch noch mit weiterer Hilfe von Herrn Marquardt (3) aufgerichtet hatten,…

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…besprach Frau von Tümmler alles im Detail mit dem Bären und dem Zugschaffner, Herrn Marquardt (4).

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Endlich kam noch Herr Marquardt (2) dazu, um die Pässe zu kontrollieren. Der Bär hatte seinen Pass heute gottseidank dabei.

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Und dann konnte es eigentlich losgehen. Herr Marquardt (5) gab letzte Anweisungen, wie sich der Bär auf der langen Fahrt zu verhalten hatte…

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…(der Bär hörte ganz genau zu und merkte sich jedes einzelne Wort)…

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…und warnte ein letztes mal Frau von Tümmler vor den Gefahren und Risiken, denen sie sich dabei aussetzte, wenn sie ihn in ihre Obhut nehmen sollte. So ein Gummibär war unberechenbar. Allerdings war sie nicht mehr von ihrer Entscheidung abzubringen. Sie wollte auf den Bären aufpassen, dass ihm nichts geschieht.

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Hans, der in der Zwischenzeit ein Bier trinken war (sein Zug hatte sowieso Verspätung), ließ sich die Situation von Herrn Marquardt (2) in allen Einzelheiten wieder und wieder erklären und wollte es nicht glauben. So eine Verantwortung zu übernehmen, hätte er der leichtherzigen und sprunghaften Frau von Tümmler nie zugetraut.

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Zusammen mit Herrn Marquardt (5) beobachteten sie den Zug, wie er langsam aus dem Bahnhof fuhr und wünschten den beiden alles Gute und eine gute Erholung, am Meer.

Hoffentlich wusste der Gummibär sich zu benehmen….

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2 Kommentare zu Marquardts 1 / Gummibär

  1. Rita sagt:

    Lieber Heiner,
    habe herzhaft gelacht über die bärigsüße Geschichte. Sehr schön gemacht! Da bist Du mir knapp zuvorgekommen. Auch wenn man Deine Superstorys natürlich nicht mit meinen Einzeldingern da vergleichen kann, aber trotzdem hatte ich die Woche die Idee, auch mal etwas mit einem Gummibärchen zu machen, also gestalten, und vor Allem habe ich mir auch extra die mit Gesicht gekauft, is ja’n Ding! Ich glaube,
    d i e s e werden jetzt aber mal vernascht und n i c h t gebloggt.
    Gruß von der amüsierten Spätleserin.

  2. Steffen sagt:

    Ui… Grandiose Story! Gut, dass der Gummibär noch in den Zug durfte bzw. von Herrn Marquardt in den Zug verbracht wurde… Gibt es irgendwo Fotos vom abfahrenden Zug? Ich würde ja zu gerne sehen, wie der betrunkene und übergrosse Riesen-Gummibär im Zugabteil sitzt und gut gelaunt in den Badeurlaub braust…
    Gruss,
    Steffen.
    P.S.: Wieso hat Herr Marquardt (5) denn plötzlich eine rote Mütze auf?
    😉

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