Hans und Franz / 1

Heute darf ich 2 neue Kollegen vorstellen, die auch in der Fabrik arbeiten, in der das Riesen-Fliegen-Untier sein Unwesen getrieben hat und alle so darunter leiden mussten.

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Hans ist der Arbeiter, der am Band steht, schon seit über 30 Jahren in der Firma ist und sich die silberne Ehrennadel letztes Jahr erworben hat. Sogar einen Brief von seinem Chef hat es dazu gegeben. Und einen Blumenstrauss. Sein Sohn fängt da in der Firma jetzt auch schon an, Karriere zu machen. Hat den Meister gemacht. In einer anderen Abteilung. Eigentlich wollte der ja im Ausland was werden, aber er hat den Absprung dann doch nie geschafft. Naja.

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Und Franz, sein bester Kumpel, der heißt eigentlich Francesco, aber Franz liegt Hans besser, und kürzer ist es auch, also nennen in alle jetzt so. Mit Franz geht er jeden Morgen zur Arbeit und jeden Abend wieder nach Hause.

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Wenn der keine Überstunden machen muss. Denn Franz ist oft draußen unterwegs bei dem gefährlichen und meist ungesicherten Überprüfen der Roststellen an den Brücken. Das kann schon mal einen schnellen Absturz bedeuten, wenn der Wind zu kräftig weht und man keinen festen Stand hat z.B. Hans ist froh, dass er seine Arbeit im Trockenen und in aller Ruhe am Band machen kann. Akkord, aber einigermaßen erträglich.

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Ihr Weg führt sie jedesmal an dem großen Pilz vorbei, der sich seit einiger Zeit hier in der Stadt niedergelassen hat. Er soll aus dem tiefen Süden der Republik oder aus dem Südosten gekommen sein, aus angrenzenden europäischen Staaten womöglich, sagt man. Man sagt, dass der Pilz zuweilen sehr aggressiv sein könne, aber gegenüber Hans und Franz hatte er sich bislang immer sehr anständig benommen. Er roch nicht einmal unanständig. Im Gegenteil.

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Der Pilz – so gehen die Erzählungen – soll mal Bruder Lully fast verschlungen oder erwürgt haben, wenn nicht Mowing Girl geistesgegenwärtig Hans und Franz zuhilfe gerufen hätte.

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Doch dazu später mehr. Das könnte nämlich eine längere Geschichte werden. Bruder Lully steckt ausserdem ständig in Schwierigkeiten, aus denen ihm immer jemand heraushelfen muss. Irgendwie ist er dafür geschaffen. Er zieht solche Situationen förmlich an, ist dann völlig hilflos. Und er lernt auch nichts daraus. Das schlimmst aber: je tatteriger er wird, desto haariger die Abenteuer, in die er sich begibt.

Zu guter Letzt hat er sich auch noch in eine schöne, nicht mehr ganz so junge, Japanerin verliebt. Aber das geht ja aus ganz vielen Gründen überhaupt nicht….!

Wie gesagt: Dazu später mehr.

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